Henry

        

Henry ist ein bildschöner Kater, der uns schon seit vielen Monaten täglich besucht, um sich den Bauch vollzuschlagen.

Anfangs war er sehr scheu und verschwand sofort im Gebüsch, sobald man sich bewegte. Mittlerweile lässt er sich von unserer Dosenöffnerin streicheln, aber auch nur dann, wenn er am Fressen ist.
Henry war nicht kastriert und hat sich dementsprechend benommen.... d.h. manchmal war er tagelang verschwunden und tauchte dann plötzlich mit neuen Kampfspuren wieder auf. Seine zerfledderten Ohren sind wohl Beweis dafür, dass er so manchen Zweikampf ausgetragen haben muss. Auch hat er ab und zu eine sehr unangenehme Duftnote an unserer Haustür hinterlassen. Bis heute konnten wir keinen Besitzer ausfindig machen, und da Henry auch bei Schnee, Regen, Sturm oder Eiseskälte bei uns im Vorgarten sitzt, gehen wir davon aus, dass er kein Zuhause hat.
Da sich "Sir" Henry nur sehr ungern anfassen lässt, mussten wir uns eine Lebendfalle ausleihen, damit Henry zum Tierarzt gebracht und kastriert werden konnte. Zuerst haben wir es mit einer automatischen Falle probiert! Tagelang!! Aber es war nix zu machen. So verfressen wir Henry sonst auch ist..... er wollte absolut nicht in die Falle reingehen. Also musste eine andere Falle her. Eine manuelle, die weitaus größer ist und von daher vielleicht nicht so unheimlich. Und ... was sollen wir sagen .... innerhalb von 30 Minuten saß er drin und guckte uns ganz böse an. Leider musste er die Nacht in der Falle verbringen, bis er am nächsten Tag zum Tierarzt gebracht werden konnte.
Abends haben wir ihn dann in unser Badezimmer gesetzt, damit er seinen "Rausch" gründlich ausschlafen kann, bevor er wieder in die "Freiheit" entlassen wird. Zuerst war er auch recht friedlich und ist gleich aus seiner Box rausgekommen. Am späten Abend allerdings war er dann doch recht ungehalten über unsere "Gastfreundschaft" und hat uns mit Knurren und Fauchen begrüßt. Sein Frühstück hat er dennoch mit Heisshunger verschlungen. Danach gab es aber kein halten mehr. Wir machten die Haustür weit auf, öffneten die Badezimmertür und schwupps ..... war er draussen und tagelang verschwunden.
Er hat uns den "Raub seiner Juwelen" wohl sehr übel genommen, denn er tauchte erst nach 5 Tagen wieder auf. Seitdem ist er wieder regelmäßig bei uns, ist viel zutraulicher geworden und lässt sich verwöhnen!!!

        

Was Spargel von diesem ungebetenen Gast hält, könnt ihr auf den folgenden Fotos sehen!! :-)


Zum Umblättern die Fotos anklicken!!

Für den Winter werden wir uns überlegen müssen, wie und wo wir dem grauen Herrn einen Unterschlupf gestalten können, denn wir wissen leider immer noch nicht, ob er irgendwo hingehört. Und wenn er schon kein festes Zuhause hat, soll er wenigstens einen warmen Schlafplatz bekommen!