Flüsternd um die Welt

Neuer Digimode von Joe Taylor, K1JT.

Weak Signal Propagation Reporter

Download der aktuellen Version von WSPR.
Es wird dringend empfohlen, keine Version kleiner 1.0 zu verwenden, da diese inkompatibel zum neuen QSO-Modus sind und in diesen Fällen fehlerhafte Dekodierungen liefern.
Zum Senden im WSPR-QSO-Modus wird WSJT benötigt. Eine deutsche Beschreibung gibt es hier.

Version 1.0

Das Programm mit grafischer Oberfläche in der Version 1.0.

Zu sehen sind die typischen Signale im Grafikdisplay und erfolgreiche Dekodierungen im Baken- und auch im QSO-Modus (rot in der Abbildung hervorgehoben). Der Bakenbereich sollte allerdings nicht für WSPR-QSO's genutzt werden.
Vertikale grüne Linien markieren die eigenen Sendezyklen. Die Parameter entsprechen denen von WSJT. Abweichend davon enthält die letzte Spalte die Sendeleistung in dBm [27 dBm = 500 mW, 30 dBm = 1 W, 35 dBm = 3 W, 37 dBm = 5 W]. Zusätzlich gibt es die Angabe der Drift in Hz.
In der Band Map (oben rechts) werden die Rufzeichen nach der letzten Dekodierung farbig markiert: rot (vor 15 min), gelb (15 - 30 min), hellgrau (30 - 45 min), dunkelgrau (45 - 60 min). Nach einer Stunde verschwinden sie aus der Band Map.

Konfiguration

Options

Unter Setup -> Options ist bei Audio In/Out bei mehreren Soundcards die entsprechende Nummer einzutragen.
Die Soundkarten werden beim Start im Konsolen-Fenster aufgelistet. Bei 0/0 wird die Standard-Soundcard verwendet.
Die Sendeleistung kann aus einer Liste ausgewählt werden (0 ... 60 dBm).
Die PC-Uhr darf keine größere Abweichung als 1 s aufweisen.

 

Call zu lang

Das Call darf maximal sechs Zeichen enthalten. Wie man im gelben Feld unter "Txing: ..." sehen kann, wird im Beispiel das Call nach dem sechsten Zeichen abgeschnitten, vom Locator nur das erste Zeichen übertragen und die dBm-Angabe völlig ignoriert.

 

 

 

 

Empfangsbetrieb

Es empfiehlt sich für erste Versuche unter "T/R cycle" den Empfangsmodus (RX) zu wählen. "Dial freq" ist die Transceiver-Anzeige 10.138,700 kHz USB. Das Programm scannt dann den Bereich von 10.140,100 bis 10.140,300 kHz.
Der obere Teil ist kein Wasserfall, sondern ein Grafikdisplay, wo nach Beendigung eines 2-min-Intervalls ein Block mit Angabe der Uhrzeit hinzugefügt wird. Für Live-Beobachtungen sollte man einen echten Wasserfall, wie z.B. Spectran einsetzen.
"RX Noise" ist im Empfangsintervall über "Setup -> Rx volume control" auf ca. 0 dB einzustellen (neu ab Version 1.12).

Loggen

Alle erfolgreichen Empfangsversuche werden zusätzlich in die "ALL_MEPT.TXT" geschrieben. W1BW betreibt eine Spotting-Seite. Man kann dort seine Daten hochladen und die Empfangsberichte allen anderen zur Verfügung stellen.

MEPT-Datenbank.

Der Upload kann entweder manuell oder automatisch aus dem Programm erfolgen ("Upload spots" aktivieren).

Sendebetrieb

Die Aussendung erfolgt in Intervallen von zwei Minuten. Sie beginnt in der geraden Minute: hh:00:00, hh:02:00, hh:04:00, ...
In Sekunde 00 wird die PTT getastet, die Modulation beginnt ab Sekunde 02.
Unter "T/R cycle" kann der Sendemodus gewählt werden. "TX" ist Dauerbetrieb, die Prozentangaben erlauben den Betrieb mit prozentualem Sendeanteil. Bei 20% entfallen zum Beispiel auf eine Stunde 12 Minuten Sendezeit (6 Zyklen zu 2 Minuten), die zufällig generiert werden. In der restliche Zeit wird empfangen.
Die Sendefrequenz (roter Marker in der Frequenzskale ab Version 1.10) kann in "TX freq" angegeben werden, einfacher ist ein Doppelklick im Grafikdisplay. Sie sollte an Hand der Bandbelegung im Bereich von 10.140,100 bis 10.140,300 kHz ausgewählt werden, um den Bereich für QRSS und visuelle Modes ( ,000 - ,100) nicht zu stören. Tatsächlich wird hier die erzeugte NF zur Modulation des SSB-Senders eingestellt, die sich aus der Differenz von "TX freq" und "Dial freq" errechnet.

MEPT-Frequenzen.

Ab 2008-04-08: Erweiterter Bereich bis 10.140,300 kHz.

Band

Andere Bänder oberhalb 30 m machen in meinen Augen wenig Sinn, da wir über ein weltweites NCDXF-Bakennetz verfügen, das auch im mW-Bereich arbeitet.

Der Vollständigkeit halber eine Übersicht aller benutzten Frequenzen (USB in kHz): 1.836,6; 3.592,6; 7.038,6; 10.138,7; 14.095,6; 18.104,6; 21.094,6; 24.924,6; 28.124,6; 50.293,0

Seit der Version 1.10 kann man diese Frequenzen im Menü "Band" auswählen.


Hinweise für DL:
Auf 50 MHz sind keine Digimodes erlaubt.
Automatisch arbeitende Amateurfunkstellen (= unbesetzt betriebene Amateurfunkstellen) bedürfen einer besonderen Genehmigung.


Technische Details

Verwendet wird eine 4-Ton-FSK-Modulation mit 1,46 Hz Tonabstand und FEC

Bekannte Probleme

Klicken für Gesamtansicht.

Blau markiert ist eine unsinnige Dekodierung, wie sie in der Version 0.6 häufiger vorkam. Mit einiger Erfahrung sind diese sofort am ungewöhnlichen Call, unpassendem Locator und/oder negativem dBm-Wert zu erkennen. Es handelt sich dabei um falsche Dekodierungen von Nicht-WSPR-Signalen.
Beim automatischen Upload landen diese "lustigen" Calls, hier im Beispiel ZZ8XZJ, alle in der Datenbank. W1BW hatte am 24.06.2008 bereits über 100 dieser Einträge gelöscht.
Falsche Calls in Datenbank. Trotz häufiger Meldungen von verschiedenen Stationen ist es definitiv eine fehlerhafte Dekodierung: Loc am Nordpol und Sendleistung 5 µW!
Mir ist es gelungen diese Station ohne Verbindung zum Transceiver zu dekodieren.

Fazit: Glauben Sie nicht alles was Sie sehen!

Das gilt auch für WA2YUN aus RK39hh. Hier stimmt das Call nicht, denn es müsste korrekt KH9/WA2YUN lauten. Wie oben unter Konfiguration beschrieben, kann das WSPR-Übertragungsprotokoll mit solchen Rufzeichen nicht umgehen. Gleiches wurde mit EA8/LA3JJ in IL38ar beobachtet.

Rufzeichen wie z.B. AT3PY, AR3AN, AR2JQ, AR3FI, AT3OL, AR3OU, AR3CB, AAT3NT und M3EVA auf 3279 kHz (außerhalb de 80-m-Bandes) sind keine falschen Decodierungen. Es waren MARS-Stationen (Military Affiliate Radio System) mit verkürzten MARS-Rufzeichen, die das System im Januar 2009 für ihre Zwecke getestet haben.

Der gleichzeitige Betrieb von rechenintensiven Anwendungen kann ebenfalls die Dekodierung beeinträchtigen. Auf einem PC (1,4 GHz und 256 MB RAM) wurde bei Parallelbetrieb von Spectran eine lückenhafte Dekodierung beobachtet.

Interessantes

Trotz des des OTH-Radars (ZC4, Akrotiri, Zypern) mit S9 + 40 dB lässt sich ET3AA zwischen den Linien um 1706 UTC dekodieren. Um 1714 UTC wurde das Radar abgeschaltet.

OTH-Radar

Viel Spaß!

Wilfried

Leider kann ich aus verschiedenen persönlichen Gründen diese Seiten nicht weiter bearbeiten. [2009-11-19]