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Geradeaus-Empfänger

2-Röhren-Reflex-Empfänger für Kopfhörerempfang.

Dieses Gerät ist mit  2 Batterieröhren aus russischer Produktion bestückt. Es handelt sich dabei um den Typ 2Sh24P  (Penthode). Im Original ist der Glaskörper von einer Aluminiumhülse umgeben. Ich habe diese Hülse entfernt. Dadurch  ist die Bauhöhe um 6mm geringer, zu anderen kann man den schönen Innenaufbau sehen. Der Mechanische Aufbau ist von den  "Schlüsselröhren"  her bekannt. Als Fassung  wird der Typ Loctal  8p (B8G) verwendet..
Die  Heizspannung  beträgt  pro  Röhre 2,4 Volt (+/- 10%) und der Heizstrom etwa 65 mA. Durch Reihenschaltung der Heizfäden können die Röhren aus einer 4,5V Batterie gespeißt werden. Mit einer Anodenspannung von 45 Volt arbeitet die Schaltung zufriedenstellend für Kopfhörerbetrieb. Diese Anodenspannung habe ich durch Reihenschaltung von 5 Stück 9V-Blockbatterien (Typ 6F22) gewonnen. Dazu eignet sich die billigste Ausführung. 

Bei der "Reflex-Schaltung" werden die Röhren mehrfach ausgenutzt. Vom Antennenanschluß wird die HF breitbandig auf die zweite Röhre geführt und dort verstärkt. Danach geleangt die verstärkte HF zur ersten Röhre, der Audionstufe. (Demodulator). Hier findet die Selektion (Abstimmung) durch einen Schwingkreis (Spule u. abstimmbarer Kondensator) statt. Hiernach, durch HF-Siebglieder getrennt, gelangt nun die NF auf die zweite Röhre, die jetzt als NF-Verstärker genutzt wird. Deren Anodenwiderstand ist der angeschlossense Kopfhörer. Die zweifache Ausnutzung der Röhre funktioniert deshalb, weil beide Frequenzen weit genug voneinander entfert liegen. Die HF im Bereich von ca.500 - 1600KHz, die NF von 100 - 6000Hz (0,1 - 6KHz). Troztdem müssen einige Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, damit die Schaltung nicht zu unerwünschten Rückkopplungen, und damit zum Pfeifen und dergleichen, neigt. Dies erreicht man durch  Einbau von Sperrgliedern aus Widerständen, Kondensatoren und Spulen (Drosseln).
Mit dieser Reflexschaltung spart man eine weitere, dritte Röhre, ein. Allerdings ist der Schaltungsaufwand etwas höher, aber er liegt meist Kostenmäßig unter dem einer weiteren Röhre. Ansonsten entpricht der Schaltungsaufbau dem eines üblichen Geradeausempfängers. Die Bauteile sind "freiverdrahtet" zwischen Lötstützpunkten der Röhrenfassungen und einigen angebrachten Lötösen und Bedienelementen. 

Bei meiner Ausführung ist die gesammte Schaltung auf einer Pertinaxplatte von 180 X 55 mm aufgebaut. (Mittlere Platte).
Die Gesammthöhe beträgt 135 mm zwischen Boden-und Frontplatte und mit Knöpfen max. 160 mm.
Auf der 180 X 70 mm großen Frontplatte befinden sich Buchsen  für Antenne, Erd-und  Kopfhöreranschluß. Ebenfalls sind Einstellregler für die Senderabstimmung, Lautstärke und Rückkopplungsregelung, sowie der Ein-Aus-Schalter vorhanden. Die Battereien befinden sich zwischen der Bodenlpatte und einer kleineren Zwischenplatte. Die einzelnen Pertinxplatten sind durch Abstandshülsen entsprechender Länge miteinander verbunden. Das Ganze kann zun Schluß noch in ein passendes Gehäuse eingeschoben werden. Mit einem Draht von 3 Metern Länge, ohne Erdeanschluß, können Tagsüber und vor allen Nachts einen ganze Reihe Europäischer Sender im Kopfhörer mit genügender Lautsärke empfangen werden.

Seitenansicht, offen, RöFlex
Schrägansicht, RöFlex
Frontplatte RöFlex
Schaltbild: Hier klicken zum Vergrößern
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