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Lediglich die Röhrenfassung habe ich selbst anfertigen
müssen.
Dieser Typ Röhre hat keine Stifte, sondern 4mm Buchsen
(Bananenbuchsen). Dessen Anfertigung sollte kein Problem darstellen.
Mittels
Ständerbohrmaschine, HSS-Bohren, 4mm-Messingschrauben, Mutten,
U-Scheiben
und einem Stück Petrinax oder einem anderem Isoliermaterial kann
sie
jeder selbst herstellen. Statt der Messingschrauben können auch
entsprechend
ausgesuchte Bananenstecker eingepasst werden. Auf genaue
Maßhaltigkeit
der Abstände und Durchmesser ist selbstverständlich zu
achten,
damit sich beim Einsetzen der Röhre nichts verkantet. Der
Metallkragen
der Röhre ist durch einen entsprechenden Steckanschluß an
Masse
(Minus) zu legen.
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Der Sender arbeitet mit Quarzsteuerung. Es ist zwar eine
Ausgangsleistung
von 10Watt bei einer Anodenspannung von etwa 400Volt an 50 OHM zu
erreichen.
Aber dann erziehlt man kein reinen Ton mehr. Die Frequenz wird
instabil.
Mit 250 - 300 Volt arbeitet diese Schaltung bei mir ganz optimal mit
etwa
4 Watt Output. Ein "optisches" Dummy-Load läßt sich selbst
sehr
leicht herstellen. Es wird ein PL-Stecker, zwei Lampenfasungen E10 und
zwei Glühlampen 12Volt / 0,1A in Parellelschaltung verwendet. Wenn
sie leuchten, haben sie einen Widerstand von etwa 50 Ohm. Dieses
Dummy-Load
kann so kurzzeitig bis etwa 3 Watt verwenden werden.
Zum Abgleich wird folgendermaßen vorgegangen:
Der Quarz wird eingesetzt, der Trimmer beim Quarz auf etwa 1/3
seiner
Endkapazität einstellen. Die Spannungen werden angelegt.
UND.........
Den Sender tasten. (Kurzschlußbügel in die Tastenbuchsen stecken.) Über die Tastenkontakte fließt der gesamte Strom (Kathodenstrom). Dieser kann bis zu 60mA betragen. Elektronische Tasten verbieten sich schon deshalb, weil dessen Schalttransistor nur für niedrige Spannung und Ströme ausgelegt sind, und natürlich aus Nostalgie-und Altersgründen. Am besten Handtasten mit Isoliergehäuse verwerden. (Wehrmachttaste, RFT-Standardtaste o.ä.) Junkersstasten mit Metallgehäuse so anschließen, dass sich der Tasthebel auf Nullpotential befindet.
Das Signal mit einem Kontrollempfänger
abhören. Am RX den Abschwächer einschalten (Antenne
abklemmen)
und evt. die RF-Gain zudrehen, damit er nicht übersteuert wird.
Nun
wird der Anodendrehko durchgedreht und evt. die Position der
Abgreifklemme
solange verändert, bis der Sender zu schwingen beginnt. Nun die
Koppelspule
verschieben und dabei den Anodendrehko paralell dazu betätigen,
bis
die Lampen am Dummy-Load hell leuchten. Morsetaste
anschließen
und Punkte geben. Schwingt der Sender nicht sauber ein (wimmern,
blubbern),
die Abstimmung leicht verändern, bis
ein saubers Signal zu hören ist. Nun das Dummy-Load wegnehmen und
eine Antenne über einen Antennetuner anschließen. Diesen
Tuner
nun Abgleichen. Dabei den Anodendrehko nur noch ganz leicht
verstimmen
um auf Maximum zu kommen. Der Antennetuner ist auch notwendig, um
Oberwellen zu unterdrücken. Mit dem einfachen Anodenschwingkreis
reicht
es nicht aus. Beim Abgleich wird die Quarzfrequenz noch unter
Umständen
um bis zu 1500Hz verstimmt. Dies kann durch den Quarztrimmer teilweise
kompensiert werden.
Mit diesem Aufbau geleangen mit
tagsüber
an einer 15 Meter langen Drahtantenne Verbindungen mit DL und G. Dabei
hatten alle Stationen Leistungen unter 20 Watt. Zum Empfang benutzte
ich
einen Collins R392/URR (Baujahr 1954) mit 2KHz breiten ZF-Filter.
Literaturverzeichniss:
<1> CQ, Mitteilungen des Deutschen
Amateur
Sende-und Empfangs-Dienstes, 1935, Heft 3, Seite 35 ff.
C DL9EBA 240403
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