Ungewöhnlich ist die Beobachtung von zwei Seidenschwänzen (Bombycilla garrulus) am 30.4. in Lehesten durch P. Wieczorek. Abgesehen von einem Nachweis am 25.5.1991 in Saalburg ist dies die späteste Feststellung dieses nordischen Durchzüglers im Beobachtungsgebiet. Grauschnäpper (Muscicapa striata) sind seit Anfang des Monats an vielen Stellen zu hören, während sich Dorngrasmücke (Sylvia communis) und Gartengrasmücke (Sylvia borin) bisher rar machen. Klappergrasmücken (Sylvia curruca) werden dieser Tage nur in Siedlungen gehört. Jede Beobachtung dieser markanten Art bitte notieren! Vom Waldlaubsänger (Phylloscopus sibilatrix) fehlen neue Beobachtungen völlig, seitdem der erste Vogel am 20.4. entdeckt wurde.
Bemerkenswert ist der Brutnachweis einer Waldohreule (Asio otus) bei Rothenacker durch P. Staudt. Von dieser Eule liegen im Beobachtungsgebiet die wenigsten Nachweise vor und bestehen die größten Wissenslücken. Am 6.5. konnten vier Jungvögel im und außerhalb vom Nest sowie die jagenden Altvögel beobachtet werden.
Die Wandergruppe in Gräfenwarth
Photo: S. KästnerZu einer Vogelstimmenwanderung luden AKOOS und NABU RV Bad Lobenstein e.V. am 5.5. rund um Gräfenwarth ein. Bei trockenem Wetter fanden sich mehr als 30 Naturfreunde ein. Die Wanderung führte durch Siedlung, Agrarland und Feldgehölz. Sowohl Artenzahl als auch die Zahl der Individuen waren eher gering. Dennoch war ein guter Einblick in das jeweils unterschiedliche Artenspektrum der Lebensräume zu bekommen. In der Ortschaft wurde die Anpassungsfähigkeit von Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros) und Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) dargestellt. Während sich der Hausrotschwanz als enger Kulturfolger und Kurzstreckenzieher mit Tendenz zur Überwinterung im Brutgebiet als anpassungsfähig erweist, leidet der Gartenrotschwanz als Höhlenbrüter und Langstreckenzieher unter Habitatverlust und Verlusten aufgrund seiner Zugstrategie. Entsprechend war auch nur der Hausrotschwanz während der Wanderung festzustellen. Auch Rauchschwalbe (Hirundo rustica) und Mehlschwalbe (Delichon urbicum) waren zu beobachten. Beide Arten leiden unter bewußter Verdrängung durch den Menschen, sind jedoch in Mitteleuropa auf dessen Tolerenz angewiesen, da sie nur in unseren Siedlungen einen Lebensraum finden.
Der Gartengürtel und die angrenzenden Hecken bot Nachweise von Fitis (Phylloscopus trochilus), Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla) und Klappergrasmücke (Sylvia curruca). Eine Besonderheit waren zwei Durchzügler: Braunkehlchen (Saxicola rubetra) und Feldschwirl (Locustella naevia). Erwartungsgemäß wenige Feldlerchen (Alauda arvensis) sangen in der intensiv bewirtschafteten Agrarlandschaft. Auch Goldammern (Emberiza citrinella) wurden auf der kurzen Strecke nur an wenigen Stellen bemerkt. Überfliegend wurden Graureiher (Ardea cinerea) und Buntspecht (Dendrocopos major) gesehen. Ein überfliegender Schwarzspecht (Dryocopus martius) zeigte sich nur kurz, doch wurden im Feldgehölz sowohl ältere Bruthöhlen als auch Hackspuren dieses Spechts gefunden. Auf die Anwesenheit eines Habichts (Accipiter gentilis) deuteten die Rupfungen von Buchfink (Fringilla coelebs) und Ringeltaube (Columba palumbus) hin. Eierschalen der Ringeltaube zeigten zudem Brutnachweise der Art im Gehölz an. Insgesamt war es sehr ruhig im Feldgehölz, was nur teilweise mit der Tages- und Jahreszeit zu erklären war. Nennenswert waren Beobachtungen von Tannenmeise (Parus ater), Heckenbraunelle (Prunella modularis), Zilpzalp (Phylloscopus collybita) und Rotkehlchen (Erithacus rubecula).
Nilgänse
Photo: A. Berg Die Brutsaison ist in vollem Gange. Die erste Brut der Wasseramsel (Cinclus cinclus) hat das Nest längst verlassen, weitere Arten wie Waldkauz (Strix aluco) und Kolkrabe (Corvus corax) folgen. Der Höckerschwans (Cygnus olor) bei Blankenberg hat die Brut nicht erfolgreich beenden können. Federspuren und das Fehlen des Weibchens deuten darauf hin, daß der brütende Vogel (von einem Fuchs?) gerissen wurde. Ein ähnliches Schicksal hat wohl der Wanderfalke (Falco peregrinus) erlitten. Federn von Bauch und Rücken unterhalb des vermuteten Brutplatzes lassen vermuten, daß das brütende Weibchen Beute von Habicht (Accipiter gentilis) oder Uhu (Bubo bubo) wurde.
Mit der Ankunft von Mauersegler (Apus apus), Gartengrasmücke (Sylvia borin) und Grauschnäpper (Muscicapa striata) erwarten wir nur noch die späten Heimkehrer, wie Neuntöter (Lanius collurio) und Sumpfrohrsänger (Acrocephalus palustris), deren Ankunft in den nächsten Tagen erfolgen sollte.
Alle Beobachter und Naturfreunde seine an dieser Stelle noch einmal an die diesjährige Erfassung von Schwarzspecht (Dryocopus martius) und Dohle (Coloeus monedula) erinnert. Ein Spaziergang durch die mit frischem Buchengrün geschmückten Wälder ist eine ideale Gelegenheit, nach diesen beiden Arten Ausschau zu halten. Gerade die Kolonien der Dohle bedürfen wiederholter Kontrollen, um die scheuen Vögel beim Einfliegen in die Bruthöhlen zu bemerken.
Im Ebersdorfer Park konnte S. Kästner am 28.4. Grünspecht (Picus viridis) und Mittelspecht (Dendrocopos medius) nachweisen. Von ersterem wurde möglicherweise die Bruthöhle gefunden, bei letzterem sind weitere Nachweise erforderlich, um wenigstens einen Brutverdacht äußern zu können. Auch hier lohnt sich ein Spaziergang!
Weitere bemerkenswerte Beobachtungen waren ein Paar Nilgänse am 20.4. auf der Bleilochtalsperre (A. Berg) und der Horstfund eines Rotmilans (Milvus milvus) zwischen Schönbrunn und Bad Lobenstein.
Höckerschwan
Photo: S. Fiedler Eine Reihe bemerkenswerter Beobachtungen gelang in den vergangenen Tagen.
S. Fiedler glückte in der Saaleaue bei Blankenstein erstmals seit vielen Jahren ein Brutnachweis des Höckerschwans (Cygnus olor). Bis in die 1980er Jahre sind Bruten eines zahmen Paares aus dem Ebersdorfer Park bekannt. Seit einiger Zeit war auf der Saale bei Blankenstein ein wenig scheues Männchen zu sehen, zu dem sich im vergangenen Winter ein Weibchen gesellte. Woher die Schwäne stammen, ist unbekannt. Beide Vögel sind unberingt. Doch zeigt ihr Verhalten, daß sie häufigen Kontakt zu Menschen hatten.
Wanderfalke
Photo: N. Röhnert Auch vom Wanderfalken (Falco peregrinus) gibt es wieder erfreuliche Nachrichten. N. Röhnert stieß auf ein Paar, das dem Verhalten nach ein Revier hält, möglicherweise sogar schon brütet. Erst 2005 und damit 50 Jahre nach seinem Verschwinden ist erstmals wieder ein Brutversuch des Wanderfalken in der Region nachgewiesen worden. Nach der erfolglosen Brut im Vorjahr und einem diesjährig besetzten Revier an anderer Stelle ist läßt dieser Fund auf eine dauerhafte Wiederbesiedlung hoffen. Da aber selbst heute die Brutplätze dieser Art bedroht sind, die Nester ausgenommen, die Vögel verfolgt werden, bleibt der genaue Ort ungenannt. Das hier gezeigte Bild entstand, bevor N. Röhnert nach dieser zufälligen Begegnung Abstand zum potentiellen Brutplatz gewann.
Ringdrossel
Photo: K. Spindler Das Bild mag den Anforderungen für einen großformatigen Hochglanz-Kalender nicht genügen, doch sind Beobachtungen und mehr noch Belegaufnahmen der Ringdrossel (Turdus torquatus) in unserer Region ausgesprochen selten. Das Bild zeigt nicht nur die Feldkennzeichen einer männlichen Ringdrossel, die K. Spindler am 6.4. auf einem Acker bei Friesau sah, es zeigt - wie die anderen Bilder in diesem Beitrag auch -, wie nützlich es sein kann, eine kompakte Digitalkamera auf den Streifzügen in die Natur mitzuführen. Für Belegaufnahmen sind die Bilder oft genug geeignet, manchmal auch für die nachträgliche Bestimmung unbekannter Arten. Der Beobachter hatte am 8.4. erneutes Glück und sah noch einmal eine (vielleicht dieselbe?) männliche Ringdrossel auf einem Feld am Kühlen Morgen.
Mehrere Beobachter berichteten über starken Durchzug von Bergfinken (Fringilla montifringilla). S. Fiedler sah ca. 300 Individuen am 8.4. im Raum Blankenberg. Eine weitere bemerkenswerte Beobachtung der vergangenen Tage war eine männliche Wiesenweihe (Circus pygargus), die T. Erdmann am 30.3. an der Linde bei Ebersdorf sah. In der Schönbrunner Flur konnte er am 1.4. zudem eine weibliche Kornweihe (Circus cyaneus) und eine Rohrweihe (Circus aeruginosus) sehen. Nachdem A. Berg bereits am 27.3. 2 Beutelmeisen (Remiz pendulinus) sehen konnte erwarteten R. Walther am 4.4. gleich 11 Individuen dieses seltenen Durchzüglers am Remptendorfer Staudenteich.
Mit Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla) und Rauchschwalbe (Hirundo rustica) haben weitere Zugvögel unsere Region erreicht. Nun wird es Zeit für Mehlschwalbe (Delichon urbicum), Klappergrasmücke (Sylvia curruca) und Gartengrasmücke (Sylvia borin). Auch die Ankunft von Neuntöter (Lanius collurio) und Kuckuck (Cuculus canorus) wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Der März wartete mit einigen interessanten Beobachtungen auf. Bereits am 18.3. konnte A. Berg über Pöritzsch den ersten Fischadler (Pandion haliaetus) beobachten. Ein frühes Datum für unsere Region. Daß sich die Nachweise in der vergangenen Zeit häuften liegt sicher nicht nur an der höheren Beobachterdichte, sondern auch an der Bestandszunahme der Art. Gleiches gilt für den Kranich (Grus grus), der neuerdings häufiger das Gebiet überfliegt und gelegentlich sogar rastet. Auch hier gelang wieder ein Nachweis. Bereits am 29.2. meldete A. Pasold acht rastende Kraniche auf der Maisstoppel unterhalb der Tankstelle bei Remptendorf.
Mehrfach wurden Wanderfalke (Falco peregrinus) an einem potentiellen Brutplatz an der Oberen Saale gesehen (R. Müller, F. Radon), was die Hoffnung nährt, daß nach dem Brutversuch im vergangenen Jahr erneut ein Revier besetzt wurde. Die lange erwartete Rückkehr der Art, welche in den 1950er Jahren verschwand, scheint an Dynamik zu gewinnen.
Beutelmeise
Photo: A. Berg
A. Berg konnte am 27.3. zwei rastende Beutelmeisen (Remiz pendulinus) am Pöritzscher Schafteich entdecken und R. Walther berichtet über einen starken Durchzug von Rotdrosseln (Turdus iliacus) im Raum Remptendorf. Während die Heckenbraunelle (Prunella modularis) mittlerweile in großer Zahl im Beobachtungsgebiet eingetroffen ist, erreichen Turmfalken (Falco tinnunculus) ihre Brutplätze nur zögerlich.
Alle Beobachter werden auf diesem Wege noch einmal an unsere diesjährigen Programmarten erinnert. Gerade jetzt lohnt sich die Kartierung von Revieren des Schwarzspechts (Dryocopus martius), da die Balz in vollem Gange ist und die typischen Rufe und das markante Trommeln eine Erfassung erleichtern. Schwarzspechte haben große Reviere. Benachbarte Vorkommen lassen sich nur durch Auswertung aller Beobachtungen ermitteln. Daher bitte alle Beobachtungen in diesem Jahr möglichst punktgenau notieren. In diesem Zuge wollen wir auch unsere zweite Programmart, die Dohle (Coloeus monedula) erfassen. R. Walther gelang die Beobachtung von drei Dohlen unweit von Karolinenfield bei Remptendorf an einem Ort, an dem die Art bisher nicht als Brutvogel bekannt ist. Da das Gelände geeignete Höhlenbäume aufweist, wird er dieses mögliche Vorkommen in nächster Zeit noch einmal aufsuchen. Diese Beobachtung zeigt, daß im Rahmen der Suche nach Schwarzspechten immer auch mit Dohlen gerechnet werden sollte. Aber auch die bekannten Vorkommen sollten von den Beobachtern immer wieder aufgesucht werden, um verläßliche Angaben zur Brutbiologie und zur Anzahl der Brutpaare zu gewinnen.
Die gegenwärtige Hochdrucklage brachte nicht nur ausgedehnten Sonnenschein und Temperaturen von 20°C sondern auch einen starken Einflug an Wasservögeln. Bei einer Exkursion zu den Teichen und Speichern des Oberlandes konnte S. Kästner folgende Beobachtungen machen:
Speicher Pfotenbach (Friesau): Stockenten, Löffelenten, Knäkenten
Speicher Oberlemnitz (Oberlemnitz): Stockenten, Pfeifenten, Gänsesäger, Bleßralle
Speicher Herrenteich (Neundorf): Stockenten, Knäkenten
Speicher Zoppoten (Zoppoten): Stockenten, Reiherenten, Krickenten
Ruhteich (Remptendorf): Reiherenten, Krickenten, Schwarzstorch
Speicher Friesaugrund (Remptendorf): Stockenten, Krickenten, Zwergtaucher
Teich Siehdichfür (Remptendorf): Krickenten
Jahreszeit und Wetter lassen für die kommenden Tage eine größere Dynamik erwarten. Daher lohnt sich immer wieder ein Besuch an den Gewässern der Region.
Während Drosseln auffallend ziehen, machen sich Greifvögel noch rar. Turmfalken fehlen noch fast völlig, sollten in den kommenden Tagen aber wieder eintreffen.
Weitere Arten sind in der Region eingetroffen. Etliche Beobachter haben bereits Rotmilane (Milvus milvus) gesehen. Neben Bachstelze (Motacilla alba) und Gebirgsstelze (Motacilla cinerea) sind jetzt auch Rohrammer (Emberiza schoeniclus) und Wiesenpieper (Anthus pratensis) zu sehen. Größere Schwärme von Erlenzeisigen (Carduelis spinus) wurden von mehreren Beobachtern aus allen Teilen des Beobachtungsgebietes gemeldet.
Über den aktuellen Stand informiert weiterhin der Zugkalender.
Eine besondere Beobachtung machte R. Walther am 10.3. in der Remptendorfer Flur. Dort zeigte sich ein Schwarzkehlchen (Saxicola rubicola). Aus dieser Gegend wurden auch ziehende Rotdrosseln (Turdus iliacus) festgestellt.
In der Kolonie am Wolfenstein bei Blankenstein haben die Graureiher (Ardea cinerea) nach Auskunft von S. Fiedler bereits die ersten Horste besetzt. T. Erdmann konnte am 2.3. bei Unterlemnitz einen singenden Grünspecht (Picus viridis) hören.
Die ersten wärmeren Tage Ende Februar haben dem Frühjahrszug und dem beginnenden Brutgeschäft spürbaren Auftrieb verschafft. Misteldrossel (Turdus viscivorus) und Wacholderdrossel (Turdus pilaris) ziehen. Auch Hohltaube (Columba oenas) und Ringeltaube (Columba palumbus) wurden schon gesehen. In der Feldflur sind bereits zahlreiche Feldlerchen (Alauda arvensis) und vereinzelt auch Kiebitze (Vanellus vanellus) zu beobachten. Goldammern (Emberiza citrinella) singen bereits ausdauernd, auch ein erster Gartenbaumläufer (Certhia brachydactyla) war dieser Tage zu hören.
Kolkrabe (Corvus corax) und Wasseramsel (Cinclus cinclus) haben bereits mit dem Brutgeschäft begonnen.
In den kommenden Wochen ist mit dem Eintreffen einer großen Zahl an Arten zu rechnen. Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros) und Bachstelze (Motacilla alba) werden nun folgen. Auch auf Gebirgsstelzen (Motacilla cinerea) sollte an den Fließgewässern geachtet werden. Über den aktuellen Stand informiert der Zugkalender. Wir bitten alle Beobachter um rasche Übermittlung ihrer Erstbeobachtungen, um sie in den Kalender einarbeiten zu können.
Manche Arten sind ganzjährig bei uns anzutreffen, weichen aber vor strenger Kälte und anhaltend geschlossener Schneedecke oder vereisten Gewässern aus. Andere Arten wiederum sind Zugvögel und versuchen gelegentlich bei uns zu überwintern. Beobachtungen von solchen Arten sind im Winter natürlich besonders interessant. So konnte in Eßbach kürzlich eine Heckenbraunelle (Prunella modularis) beobachtet werden (Photo). Heckenbraunellen haben unser Beobachtungsgebiet regelmäßig bis Mitte Oktober verlassen und kehren erst Anfang März zurück. Winternachweise sind ausgesprochen selten.
Bitte achten Sie besonders auf die in der Tabelle aufgeführten Arten. Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihre Beobachtungen mitteilen.
Heckenbraunelle
Photo: R. Pucklitsch
| Ringeltaube (Columba palumbus) |
| Eisvogel (Alcedo atthis) |
| Dohle (Coloeus monedula) |
| Sommergoldhähnchen (Regulus ignicapillus) |
| Zaunkönig (Troglodytes troglodytes) |
| Star (Sturnus vulgaris) |
| Misteldrossel (Turdus viscivorus) |
| Wacholderdrossel (Turdus pilaris) |
| Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros) |
| Heckenbraunelle (Prunella modularis) |
| Gebirgsstelze (Motacilla cinerea) |
| Bachstelze (Motacilla alba) |
| Buchfink (Fringilla coelebs) |
| Stieglitz (Carduelis carduelis) |
War es auch zu Beginn des Jahres noch vergleichsweise mild - arktische Luft und eine geschlossene Schneedecke ließen die Temperaturen nachts bald auf unter -20°C fallen, und auch tagsüber herrscht nun strenge Kälte. An den Fütterungen herrscht vielerorts Hochbetrieb. Schwärme von bis zu 60 Grünfinken (Carduelis chloris) wurden registriert. Dagegen wird allgemein ein geringeres Auftreten von Blaumeise (Parus caeruleus) und Kohlmeise (Parus major) bemerkt. Zu Beginn des Winters waren Amseln (Turdus merula) in den Ortschaften noch vergleichsweise selten. Mit zunehmender Kälte aber werden nun verstärkt die Gärten aufgesucht. Wacholderdrosseln (Turdus pilaris) und Mäusebussarde (Buteo buteo) haben die Region weitgehend verlassen; Stare (Sturnus vulgaris) werden nur vereinzelt, Turmfalken (Falco tinnunculus) gar nicht mehr gesehen. Gelegentlich zeigen sich Bergfink (Fringilla montifringilla), Buchfink (Fringilla coelebs) und Erlenzeisig (Carduelis spinus) an den Fütterungen. Bei letzterem liegen die Beobachtungen aber mehrheitlich im südlichen Beobachtungsgebiet. Trotz eisiger Temperaturen sind bereits erste Gesänge zu hören. Besonders Buntspecht (Dendrocopos major) und Kleiber (Sitta europaea) sind in diesen Tagen zu hören.
Nachdem alle Teiche und mittlerweile auch die Staustufen der Saale zugefroren sind, konzentrieren sich die Wasservögel auf den Fließstrecken unterhalb von Burgkhammer. Dort lassen sich neben Stockenten (Anas platyrhynchos) auch Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis), Bleßralle (Fulica atra), Gänsesäger (Mergus merganser), Reiherente (Aythya fuligula) und Schellente (Bucephala clangula) sehen. Ein ähnliches Artenspektrum bietet auch die Fließstrecke der Saale zwischen Hirschberg und Blankenstein. Kormorane (Phalacrocorax carbo) und Graureiher (Ardea cinerea) harren nur noch in geringer Zahl im Gebiet aus. Dafür ließen sich in den vergangenen Tagen mehrfach zwei adulte Seeadler (Haliaeetus albicilla) am Ausgleichsbecken Grochwitz blicken.
Star
Photo: S. Kästner
Feldsperlinge
Photo: S. Kästner
Bergfink
Photo: S. Kästner
Kernbeißer
Photo: S. Kästner