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Mittelmeerkrankheiten, und was man darüber wissen sollte

 

In allen Regionen mit mediterranem Klima, also in Spanien, Italien, Frankreich, Griechenland, Portugal, aber auch Ungarn können sich Hunde mit Krankheiten infizieren, die in Deutschland nicht oder nur in begrenzten Gebieten vorkommen.Die meisten dieser Krankheiten sind Infektionen mit Parasiten, die von Mücken, Sandfliegen oder Zecken übertragen werden. Die Krankheitserscheinungen können sehr unterschiedlich sein und weisen nicht eindeutig auf die zugrundeliegende Krankheit hin.

1. Leishmaniose

Leishmanien sind Parasiten, die sich von einer Stichstelle aus zunächst unter der Haut und dann über das Blut in weitere Organe verbreiten. Übertragen werden sie durch die Sandfliege.

Krankheitsanzeichen treten erst Wochen oder Monate nach der Ansteckung auf. Dadurch entstehen oft Hautveränderungen, die lokal begrenzt vor allem am Kopf auftreten aber auch den gesamten Körperbereich betreffen können.Leishmanien sind Protozoen, die sich vor allem im retikuloendothelialen System vermehren. L. donovani gilt als Erreger der viszeralen Leishmaniose, während L. tropica für die Hautleishmaniose verantwortlich ist. Beide Arten lassen sich morphologisch nicht unterscheiden. Das Vorkommen erstreckt sich auf tropische und subtropische Gebiete einschließlich der Mittelmeerländer. Die Erreger werden in den endemischen Gebieten durch Sandfliegen übertragen. Kutane Schmierinfektionen mit Sekreten von Ulzera und Fisteln können unter Umständen direkt, also ohne Zwischenwirt, auch beim Menschen zu Infektionen führen.

Klinik:

Latente Formen können gerade im Anfangsstadium unbemerkt bleiben.

In 90 % der Fälle kommt es zu nicht juckenden Hautveränderungen mit Schuppen, Borken- und Knötchenbildung, Alopezie und Depigmentierung im Bereich der Augen (Brillenbildung), Ohrmuscheln, Lidrändern und Nasenrücken. Die Hautveränderungen können auf Hals und Gliedmaßen übergehen. Zwischenzehengeschwüre und übermäßiges Krallenwachstum als

Folge von Entzündungen im Krallenbereich werden häufig beobachtet. Lymphknotenschwellungen, Schmerzempfinden im Bauchbereich sind weitere Symptome. Zeitweise wird Fieber und Anämie diagnostiziert. Die viszerale Form, bei uns sehr selten, zeichnet sich durch eine eher unspezifische Symptomatik aus. Beschrieben werden u.a. Gewichtsverlust bei erhaltenem Appetit, Polyurie, Polydypsie und Erbrechen. Bei abnehmender physischer Aktivität kann es zu Bewegungsstörungen kommen. Hautveränderungen fehlen oft völlig.

Diagnose:

Der direkte Erregernachweis erfolgt am günstigsten über die zytologische Untersuchung eines Lymphknoten- oder eines Knochenmarkpunktats mit Hilfe einer Giemsafärbung. In Hautbiopsien sind die Erreger weit seltener nachweisbar. Als indirekter Nachweis dient der Antikörpertiter im Serum mittels indirekter Immunfluoreszenz.

Prophylaxe:

Auf peinlichste Hygiene sollte geachtet werden, da eine direkte Ansteckung des Hundehalters via Hautwunden möglich ist. Besondere Vorsicht ist bei Kindern und immungeschwächten Personen geboten.Hunde, die mit Ihren Besitzern in betroffene Gebiete verreisen, sollten in der Zeit zwischen 1 Std. vor Dämmerung und 1 Std. nach Sonnenaufgang im Haus gehalten werden, um die Hauptflugzeit der Mücken zu vermeiden. Speziell gegen Sandmücken gibt es ein Insektenschutzhalsband (Scaliborhalsband).

 

2. Dirofilariose - Herzwurmerkankung

Dirofilaria immitis, auch Herzwurm genannt, ist ein Parasit, der sich vor allem in der rechten Herzkammer und den von dort in die Lunge führenden Arterien ansiedelt. Das Vorkommen erstreckt sich auf tropische und subtropische Gebiete einschließlich der Mittelmeerregion.

Als Überträger werden bis zu 70 Arten von Stechmücken verantwortlich gemacht. Es dauert mindestens ein halbes Jahr bis die Dirofilariose nach erfolgter Infektion nachgewiesen werden kann.

Klinik:

Die Entwicklung der Mikrofilarien über verschiedene Larvenstadien findet teilweise in der Stechmücke statt. 70-110 Tage nach Infektion gelangen die adulten Herzwürmer in die Pulmonalarterien, nach 3 Monaten entsteht eine neue Generation von Herzwürmern. 6-7

Monate nach erfolgter Infektion sind erneut Larvenstadien im Blut nachweisbar. Länger andauernder Befall führt zu Gewichtsverlust, schlechter Kondition, produktivem Husten und Ascites, Herz-, Leber- und Niereninsuffizienz.

Entzündliche Veränderungen und absterbende Parasiten können zu Thrombosen führen.

Massiver Befall kann zu Blutrückstau in die Leber führen mit Leberinsuffizienz infolge einer fortschreitenden Zerstörung der Leberzellen. Es kann zu hämolytischen Anämien kommen, sowie Glomerulonephritiden mit Proteinurie, Urämie bis hin zu Nierenversagen können durch Ablagerung von Immunkomplexen in der Niere entstehen.

Diagnose:

Der mikroskopische Nachweis der Mikrofilarien ist von peripherem Blut über einen Ausstrich möglich. Die Blutentnahme sollte hierbei in den Morgen- oder Abendstunden erfolgen, da sich die Mikrofilarien dann in den Blutgefäßen dicht unter der Haut aufhalten. Zum Nachweis wird 1 Tropfen Blut mit 1 Tropfen Kochsalzlösung gemischt. Bewegliche Mikrofilarien sind mikroskopisch nachweisbar. Mit venösem Blut kann auch der Knott-Test durchgeführt werden (1 Tropfen EDTA-Blut mit 9ml 2% Formaldehyd mischen, zentrifugieren, Sediment mit Methylenblau gegenfärben und mikroskopieren).

Aber: Bei ca. ¼ der infizierten Hunde findet man keine Mikrofilarien.

Dieser Zustand wird als okkulte Dirofilariose bezeichnet. In der Regel wird der (Antigen-)Nachweis der adulten Herzwürmer im Labor aus Serum über einen ELISA durchgeführt.

Dieser Test ist jedoch erst 4-6 Monate nach einer möglichen Infektion aussagekräftig.

Therapie:

Alle Mittel gegen adulte Würmer sind relativ toxisch! Wichtig ist daher die Vorbeugung!

Prophylaxe:

Für endemische Gebiete ist eine Chemoprophylaxe mit Mikrofilariziden angebracht. Z.B. Stronghold , Heartgard 30 . Vorsicht: Collies und Bobtails!

 

3. Babesiose (Piroplasmose)

Bei Babesia canis handelt es sich um Protozoen, die in Erythrozyten leben. Sie treten weltweit in tropischen und subtropischen Gebieten wie z.B. im Mittelmeerraum, aber auch in Ungarn auf.

Neueste Untersuchungen haben ergeben, daß auch in Deutschland und in Luxemburg endemische Gebiete vorliegen. Überträger sind verschiedene Zeckenarten.

Klinik:

Man unterscheidet je nach Schweregrad verschiedene Verlaufsformen. Der akute Krankheitsverlauf ist charakterisiert durch intravaskuläre Hämolyse. Symptome können sein: Mattigkeit, Schwäche, Fieber (bis 42°C), blasse bis gelbliche Schleimhäute, rot- bis grünbrauner Harn sowie Nierenversagen. Besonders bei jungen Hunden mit massiver Infektion kann es zu einem perakuten Verlauf mit plötzlichen Todesfällen kommen. Daneben sind chronische Verläufe beschrieben, bei denen wechselndes Fieber und Verlust an Körperkondition die Hauptsymptome darstellen. Es können aber auch Aszites, asymmetrische periphere Ödeme, respiratorische Symptome, ZNS-Störungen, Verdauungs- und Kreislaufstörungen auftreten.

Diagnose:

Der Babesien-Nachweis erfolgt im Giemsa-gefärbten Blutausstrich. Am aussagekräftigsten ist

Kapillarblut, das am Nagelbett oder der Ohrspitze abgenommen wird. Babesien sind hierbei in den Erythrozyten liegend nachweisbar. Serologisch kann eine Infektion labordiagnostisch durch den Nachweis von Antikörpern mittels eines indirekten Immunfluoreszenz-Tests festgestellt werden.

Prophylaxe:

Eine Zeckenprophylaxe ist in endemischen Gebieten empfehlenswert.

4. Ehrlichiose

Bei Ehrlichia canis handelt es sich um Protozoen, die intraplasmazellulär vor allem in den Monozyten vorkommen.

Die Verbreitung erstreckt sich auf tropische und subtropische Regionen einschließlich der

Mittelmeerländer. Es wird auch von endemischen Gebieten in Flußniederungen Deutschlands berichtet. Überträger sind, wie bei den Babesien, vor allem Zecken.

Es kommt relativ häufig zu Doppelinfektionen mit Babesien.

Klinik:

Die akute Phase, die 1-3 Wochen nach der Infektion beginnt und 2-3 Wochen dauert, ist meistens mild und wird oft übersehen. Symptome können sein: Fieberschübe bis 41°C, Lethargie, Anorexie,

eitriger Nasen- und Augenausfluß, Krampfanfälle und Lähmungen der Hinterhand. Die subklinische Phase beginnt 6-9 Wochen nach der Infektion und kann Monate bis Jahre anhalten. Einige Tiere zeigen dabei milde Symptome, während andere ernsthafte Komplikationen, wie Anämie, Gewichtsverlust und Blutungen aufweisen. Die chronische Phase zeichnet sich in 50% der

Fälle durch Blutungen in die Schleimhäute sowie durch innere Blutungen aus, die sich in Form von blassen Schleimhäuten und blutigem Stuhl äußern.

Diagnose:

Der direkte Nachweis gelingt nur selten. Methode der Wahl für die Diagnostik ist der indirekte Nachweis in Form eines Antikörpertiters über einen indirekten Immunfluoreszenz-Test. Positive

Antikörper-Titer lassen sich erst 20 Tage nach Infektion nachweisen.

Prophylaxe:

Eine Zeckenprophylaxe ist empfehlenswert.

Quelle:  http://www.laboklin.de

Wenn Sie sich für ein Tier von uns entscheiden sollten, müssen Sie sich mit diesen Bedingungen und Vereinbarungen einverstanden erklären:

 

1. Das beschriebene Tier ist Eigentum des Tierschutzvereins Calpe e.V. und wird nur in den Besitz der genannten Person (Besitzer) übergeben

2. Der Besitzer erklärt, in wirtschaftlich und häuslich geordneten Verhältnissen zu leben, sowohl persönlich wie finanziell über die Grundlagen zu verfügen, die für eine ordnungsgemäße und für das Tier vorgesehene lebenslange Haltung notwendig sind.

3. Der neue Besitzer erklärt, diesem Tier ein neues Zuhause mit genügend Futter, Wasser und Auslauf zu geben und es niemals Qualen und Experimenten auszusetzen. Es ist verboten, das Tier an einer Kette, im Zwinger oder in schlecht belüfteten, zu kleinen, dunklen, feuchten Räumen zu halten sowie zu Zuchtzwecken einzusetzen.

4. Besitz bedeutet nicht Eigentum !

Folge dessen ist es dem Besitzer verboten und er macht sich strafbar, wenn er das Tier ohne ausdrückliche und schriftliche Zustimmung des Eigentümers verschenkt oder verkauft.

5. Sofern dem Besitzer die Pflege und der ordnungsgemäße Unterhalt des Tieres nicht mehr möglich ist, ist das Tier an den Tierschutzverein Calpe e.V. –nach Rücksprache mit dem entsprechenden Mitarbeiter des TSV Calpe e.V.- zurückzugeben. Es ist verboten, das Tier in einem

Tierheim abzugeben. Die Rücknahme des Tieres durch den Tierschutzverein Calpe e.V. erfolgt kostenlos, die Schutzgebühr wird nicht erstattet !

6. Mit Tieren, die der Tierschutzverein abgibt, darf nicht gezüchtet werden, um das bestehende Haustierelend nicht weiter zu vergrössern.

7. Die haustiergerechte Unterbringung ist die Voraussetzung für eine Tieradoption.

8. Findet ein Wohnungs- bzw. Ortswechsel (Umzug) statt, so verpflichtet sich der Besitzer, die genaue Anschrift und Telefonnummer dem Tierschutzverein Calpe e.V. unverzüglich mitzuteilen.

9. Der Besitzer erklärt sich ausdrücklich damit einverstanden, gegen einen eventuell auch unangemeldeten Besuch eines ehrenamtlichen Mitarbeiters, der sich vom Zustand des übergebenen Tieres überzeugt, keine Einwände zu haben.

10. Während des Aufenthaltes beim Tierschutzverein Calpe e.V. wurde nach bestem Wissen die tierärztliche Betreuung für das Tier gewährleistet und akute Krankheiten sind zum Zeitpunkt der Übergabe keine bekannt, sofern nicht umseitig darauf hingewiesen wurde.

Erstattungs- oder Ersatzansprüche für Heilungskosten bei eventuellen Krankheiten nach Übergabe sind ausgeschlossen.

11. Sollte ein Tier im Krankheitsfalle nicht genügend versorgt werden, kann das Tier vom Tierschutzverein Calpe e.V. zurückgefordert werden.

12. Mit dem Zeitpunkt der Übergaben des Tieres geht die Gefahr aus Haltung und Besitz auf den Besitzer über. Der Abschluss einer Haftpflichtversicherung zur Deckung dieser Risiken wird dringend empfohlen. Für alle Kosten, die für den Unterhalt und Erhalt des Tieres anfallen haftet der Besitzer ab Übergabe.

13. Der neue Besitzer erklärt sich bereit, alle notwendigen und fälligen Impfungen durchführen zu lassen.

14. Es kann keine Gewährleistung über die charakterlichen Eigenschaften des Tieres gegeben werden.

15. Im Falle des Verstoßes gegen diese Vereinbahrungen, insbesondere die übernommenen Pflichten aus dieser Besitzvereinbahrung durch den Besitzer, hat der Tierschutzverein Calpe e.V. Anspruch auf eine Vertragsstrafe in Höhe von 1.000 Euro (eintausend Euro). Zur Zahlung

dieser festgesetzten Summe unterwirft sich der/die Besitzer der sofortigen Zahlungsvollstreckung. Etwaige weitergehende Ansprüche bleiben davon unberührt.

16. Sollten einzelne Bestimmungen in dieser Vereinbarung nichtig, unwirksam oder anfechtbar sein oder werden, so wird hiervon die Wirksamkeit aller sonstigen Bestimmungen oder Vereinbarungen

nicht berührt. Die betroffenen Bestimmungen sind so auszulegen bzw. zu ergänzen, dass der beabsichtigte Zweck in zulässiger Weise möglichst genau erreicht wird. Dies gilt entsprechend für

ergänzungsbedürftige Lücken.

Besondere Hinweise:

Hündinnen sollten kastriert werden. Anticonceptive sind gefährlich !

Der Tierschutzverein Calpe e.V. weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei dem übergebenen Tier um ein Lebewesen handelt, das wie jedes Lebewesen eigene individuelle Charaktermerkmale aufweist, d.h. eine zu respektierende Persönlichkeit darstellt. Zum Aufenthalt der Tiere beim Tierschutzverein Calpe e.V. hat entweder eine nicht artgerechte und/oder lieblose Behandlung oder Aussetzung des Tieres geführt.

 

Bei Fragen können Sie direkt mit uns Kontakt aufnehmen über 0034-965-830817 oder 0551-3813424