Biographie des Sir Baden-Powell


Baden-Powell , Sir Robert Stephenson Smyth, britischer General, * London 22.02.1857 Gest. Nyeri (Kenia) 08.01.1941, gündete 1907 / 1908 die Bewegung der Pfadfinder (Boy Scouts).

So steht's im Lexikon. Aber obwohl es hier so abgestumpft klingt, war 'BiPi' ein sympathischer Mensch, der viele Freunde hatte und auch viel Spaß verstand. Sein Vater war anglikanischer Priester, doch schon 1864 verlor BiPi seinen Vater, aber seine Mutter bereitete ihm eine schöne Jugend.

Der kleine Robert interessierte sich sehr für die Natur und konnte stundenlang in der Natur spazieren gehen oder einfach nur einen Platz beobachten.

Als er 1876 zur britischen Armee ging, war er sehr beliebt dort. BiPi trieb Sport und spielte Polo, wozu er gute Pferde brauchte. Er fing Pferde und ritt sie zu, so daß er sie später auch verkaufen konnte. 1883 gewann er den Kocdir-Pokal, die höchste Sportauszeichnung. Als er bei der Armee schon ein hoher Boß war, wollte er keinen Drill, sondern nahm jeden wie er war.

BiPi hatte eine gute Orientierung, wie folgendes Beispiel zeigt: Er war bei einem Manöver bei den Angreifern, und als die anderen schliefen schlich er zu der anderen Mannschaft und ließ dort seinen Handschuh zurück. Am nächsten Morgen behauptete er, er sei bis zu den Anderen gekrochen, aber jeder hielt es für einen Spaß. Da führte er sie zu dem Handschuh und alle staunten.

Auf Erkundungen erwiesen sich ein breiter Hut und ein Wanderstock als sehr praktisch und er verwendete sie auch bei den ersten Pfadfindergruppen.

Er eröffnete bei der Armee einen Erfrischungsraum, in dem man gut essen konnte und wo Spiele auslagen, damit man sich amüsieren konnte, da das Leben, was sonst geführt wurde, langweilig war. Außerdem ließ er die Soldaten nur gute Milch trinken, damit die Gesundheit der Armee besser wurde.

Er gründete einen Radfahrerclub, damit die sportliche Betätigung nicht zu kurz kam. Später setzte er auch Radfahrer als Melder ein.

Da er keinen Drill wollte, führte er bei den Soldaten Spiele ein, bei denen viele Aufgaben zu lösen waren und die Leute mehr Selbstvertrauen bekamen.

Als besondere Anerkennung verlieh er eine Lilie (Weltpfadfinderlilie), die an Kompassnadeln von früher erinnerte: Sie zeigt uns den richtigen Weg.

Er wurde bei der Jugend sehr beliebt und erstellte Aufgaben zum Erkunden und Beobachten. Das erste Lager wurde am 27.07.1907 auf Brownsee Island eröffnet. Hier wurden Geländespiele und vieles mehr veranstaltet. Die Ausgaben von 'Souting for boys' erschienen in 14-tägigen Abständen zum Preis von je 20 Pfg.

Die Pfadfinderei wurde bereits in Klubs betrieben. Da sie so große Erfolge hatten, wurde 1912 auch eine Bewegung für Mädchen ins Leben gerufen. Diese Bewegung wurde bis 1977 (ihrem Tode) von BiPi's Frau Olave geleitet.


Peter Paul Heinen

(Aus der Chronik 1985)

Freundes- und Förderkreis der
Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg
Stamm St. Adelheid e.V.

An St. Adelheid 5, 51109 Köln