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(19.01.2005 / HH) - Die boot DÜSSELDORF bietet als weltgrößte Messeveranstaltung ihrer Art auch in diesem Jahr (13.01.-23.01.2005
- http://www.boot.de ) einem internationalen Publikum und für 6,3 Mio. Wassersportaktive in Deutschland ein umfassendes Informations- und
Incentiveangebot rund um das Thema "Schiff & Meer" (s.a. Therapeutisches Medium). Möglichkeiten günstiger Schnäppcheneinkäufe
von hochwertiger Bootstechnik, Schiffszubehör, maritimer Bekleidung, Charterreisen und Ausbildungstörns gibt es für den Besucher auf einer
Ausstellungsfläche von 103.000 qm. In ihrem 36. Veranstaltungsjahr ist die “boot“ noch von einer verhaltenen Stimmung der Branchensituation
gekennzeichnet, rund 72 Prozent der Mitglieder des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft (BWVS) blicken jedoch wieder positiv in die Zukunft 2005.
Auf das vor wenigen Tagen stattgefundene Kathastrophenereignis „Süd-Ostasien-Flut“ wurde mit großer
Anteilnahme reagiert. Die Messe Düsseldorf spendet von jedem vermieteten Quadratmeter 50 Cent an verschiedene Hilfsorganisationen. Für die Messebesucher wurden in den Hallen Spendenboxen
aufgestellt, damit auch sie für die von der Flut verwüsteten Regionen spenden können.
Das Teilprojekt "3iE" (Drei in Einem. – Psychoedukation auf dem Wasser.) nimmt den "boot"-Termin
kurz nach Jahresbeginn zum Anlaß, sich als einziges "segeltherapeutisches Angebot" in seiner lfd.
Entwicklung seit 06/2003 zu einer wissenschaftlich anerkannten Therapieform zu präsentieren.
Auch die gestrige Auftaktveranstaltung der Bundesregierung (BMBF) zum
"Einstein-Jahr 2005" hat an dem "3iE"-Jahresmotto 2005 Anschluß gefunden. Es ist das Ergebnis aus den Untersuchungen für das Teilprojekt "3iE" in 2004: "Wenn Du es träumen kannst, kannst Du es auch tun."
Bereits am 10. November ’04 hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Programm zur Fortführung der Innovationsinitiative und seine Ziele vorgestellt: Lust auf Zukunft machen und Lust am Denken
vermitteln. Es ist als "Initiative der Wissenschaft im Dialog" ( http://www.einsteinjahr.de ) Bestandteil des
Unesco-Jahres "World Year of Physics".
Die segeltherapeutischen Inhalte für 2005 werden sich aus der Erfahrung der probatischen Fahrten aus
2004 und ihrem Begleitprogramm weiterentwickeln und stärker differenziert an den – zumeist aus einem nicht frühzeitig erkannten AD(H)S erwachsenen Kernproblemen und Folgeerscheinungen
(Komorbiditäten) orientieren. Die 2004-Ergebniss bedeuten in der Gesamtbewertung, daß ca. 90% ohne eine perspektivische, innere Haltung (Zielfokussierung) durch den Alltag treiben, ruhe- und rastlos.
Das seegestützte Programm, das auf Kinder/Jugendliche ab 14 Jahren und Menschen mit AD(H)S im Erwachsenenalter abzielt, gestaltet sich zukünftig in einer Kombination mit landgestützten Maßnahmen,
unter genauerer Kenntnis der Faktenlage, die bei den Betroffenen und ihren durch die AD(H)S-Symthomatik mitleidenden Familienverbünden vorliegt.
Wie bereits ein Grossteil (> 80%) der "Normalbevölkerung" von dem "Unlustprinzip am Arbeitsplatz"
bestimmt ist (s.a. Gallup-Engagementstudie 2003), spiegelt sich diese mangelnde Identifikation mit der eigenen Arbeitsumgebung in besonderem Masse bei den AD(H)S-betroffenen Kindern und
Jugendlichen wieder. Diese Selbstab-/ entwertung der Erwachsenen findet bis in die Kreise von "normalen" Jugendlichen ihren Niederschlag. Die öffentliche, in ihrer Art und Weise negativ
stattgefundene Diskussion um "Pisa" beispielsweise hat nachweislich zu einer psychischen Störung/Traumatisierung bei Kindern und Jugendlichen geführt, die sich mißachtet, deklassiert und
verwahrlost fühlen (s.a. WHO-Studie).
Neben diesen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen tragen eine Vielzahl weiterer Kriterien bei vielen
der AD(H)S-Jugendlichen und -Erwachsenen zu einer Selbstentwertung (AD(H)S-Teufelskreis), daraus
resultierend zu einer "Ich-Überhöhung" (als Selbstschutzmechanismus) und "Aggressionsbereitschaft"
bei. In Folge weicht die Selbstwahrnehmung in hohem Masse von der durch die soziale Umwelt abgegebenen Fremdeinschätzung ab. Befinden sich Jugendlichen mit AD(H)S auch noch in der
Pubertät, erscheint ein konstruktives "Miteinander" - schon in "normalen Beziehungen" im Dialog mit
Erwachsenen (in ihrer Vorbildfunktion) ein schwieriges, hochsensibles Unterfangen - kaum mehr möglich.
Entsprechend differenziert soll das "3iE"-Programm in 2005 Optionen bieten, für die Beteiligten als erste Priorität
"Perspektiven" für eine (positive) Selbsterfahrung, um dabei "reflektorisch" aus dem Erlebten die eingeschränkte Selbstwahrnehmung zu korrigieren, und durch Feedback aus den
gruppendynamischen Prozessen (Fremdbild) Orientierungsparameter angeboten zu bekommen. Dieses reflektorische Prinzip wird für die "individuelle Zielfindung" in einem abgestuften Prozeß mit
unterschiedlicher Bausteine (s. Graphik) gewährleistet werden. D.h. Einflußnahme auf Emotion (emotionales Management) & Selbstmotivation durch
Faktenkenntnis. Als zweite wesentliche Zielsetzung ist das Glaubensprinzip, das neben dem Vertrauensvorschuß durch das zu betreuende therapeutische und Bordpersonal Selbst-vertrauen und das Vertrauen in eine Zukunft (mit Perspektive) schaffen soll. Das Leitmotto "Wenn
Du es träumen kannst, kannst Du es auch tun." stammt aus der nun mehr 50-jährigen Arbeit des amerikanischen Theologen Dr. R. Schuller, (Mit-)Begründer
der "Hour of Power" (HoP) und des s.g. "Möglichkeitsdenkens" (s. 1. House of Power Deutschlands: http://www.houses-of-power.de )
Das Teilprojekt "3ie", das in seinem "Modellcharakter" mit Alleinstellung im erlebnis-/ sozialpädagogischen Markt unter dem Dach der Stiftung "EU FLETZ" (Europäisches Zentrum für
Life-Sciences i.G.) angesiedelt ist, profitiert von dem "geistigen Überbau" im Stiftungsleitbild "Der Mensch im Z entrum seiner Umwelt." und dem
“HoP”-spezifischen Lösungsansatz "Possability Thinking”. Er wird im „EUFLETZ“ weitergeführt zum „Possability
Leading” und “Possability Living". Ende 2004 wurden in Hamburg die Arbeiten in einem "Hour-of-Power"-Gesprächskreis aufgenommen, um das "Possability
Thinking"-Modell innerhalb der „Segeltherapie“ zu adaptieren.
Dabei gilt es nicht alleinig, perspektivische Lösungen von außen (Therapiebausteine, Möglichkeiten
zum Schulabschluß, Ausbildungsplatzangebot etc. ...) vorzuhalten, viel mehr sollen die Therapieteilnehmer durch die o.g. Reflektions- und Trainingsmodule "Perspektiven und
Mobilisierungskräfte aus sich selbst heraus" (als innerer Dialog) in einem gemeinschaftsorientierten
Prozeß (Community Support s.u.) entwickeln können, der den Zielfindungsprozeß („target finding“) ermöglicht und den Aufbau von Lebensperspektiven unterstützt.
"Das Wissen um sich selbst", "Wissen über die AD(H)S-spezifischen Wirkmechanismen" (self empowerment) steht mit dem in 2005 stärker differenzierten,
modularen System im Vordergrund (s. Graphik, S. 2).
Das Projekt "3iE" setzt dabei - neben für AD(H)S geeignete Therapiemodule - auf ein modernes Instrument, wie es in Industrie- u.
Wirtschafts-unternehmen, bei Experten-gruppen vertreten ist: angewandtes Wissens- management. Das Angebot der „Psychoedukation auf dem Wasser“ steht so mit dem Medium „Schiff“
als "geschützter Raum" in der Prozeßkette einer differenzierten "Behandlung" (s. Graphik).
Um diese qualitativen Anforderungen zu bewältigen, bedarf es einer weiterführenden und
tiefergehenden Analyse der AD(H)S-typischen Symthomatik. 2005 wird daher weiterhin als probatisches Jahr verstanden. Die lfd. Datenerhebung wird, auf der Grundlage der Ergebnisse aus
2004, im Frühjahr durch entsprechende Umfragen und mit Beginn der Segelsaison in "probatische Segelfahrten" fortgeführt.
Die in 2004 beteiligte Sozialeinrichtung "Regenbogen e.V. - Diakon. u. evangelist. Jugendarbeit" stellte
aus ihrer Betreuungs-/Reintegrationsarbeit in 2004 einen Grossteil der AD(H)S-Probanten. Für 2005 sind dort die Ressourcen / Kapazitäten erschöpft. Die Fachkompetenzen werden durch Nachfolgepartnerschaften ersetzt. Für landgestützte Dienstleistungsträger (Sozial-/ Jugendeinrichtungen,
Tagesambulanzen ...) wie für das "schwimmende Therapiezentrum" selbst sind dafür Leitungskriterien identifiziert worden, die sich an dem s.g. „Altöttinger
Papier“ (Anforderungen und Stellenbeschreibungen für Sozialpädiatrische Zentren (SPZ)) orientieren. Mit mehr als 60 Berufs-und Fachgesellschaften wird der Dialog für ein „Bündnis für AD(H)S“ fortgeführt. Die
grundlegenden Qualitätsanforderungen fassen sich in sieben Kriterienpunkten zusammen (s. Kasten). Für die Programmumsetzung findet z.Z. ein
Ausschreibungsverfahren statt. Eine eigenständige Finanzierung soll u.a. durch staatliche Förderprogramme und privatwirtschaftliche Initiativen sichergestellt sein, um weiterhin für sozial
Schwache und Benachteiligte die Möglichkeit zur „kostenfreien“ Teilnahme zu gewährleisten.
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