Institut  für   Naturheilkunde  und  Biokybernetik      Dresden

20.05.2006

Probleme des Projektes Akupunktur

Die folgenden Auszügen der Einarbeitung der Ergebnisse meiner 25jährigen Forschungsarbeit in meine wissenschaftliche Arbeit: "Grundlagen der Reflexmedizin" ergeben wissenschaftlich reproduzierbar, dass die Versuchsbedingungen bei jeden Probanden nicht gleich waren und nicht gleich sein können! Die Akupunktur kann wesentlich bessere Ergebnisse erreichen.

Daraus ist abzuleiten, was bei weiteren Projekten beachtet werden muss. Biokybernetische, ganzheitliche Verfahren verlangen andere Versuchsabläufe als schulmedizinische Verfahren. Die zum Verständnis notwendige biokybernetische Ausbildung ist nicht in der Ausbildung der Ärzte enthalten. Das Zeitalter der Informatik und die Ergebnisse der meist von Ärzten geleiteten biokybernetischen Institute ist nicht in die Ausbildung eingeflossen. Die biokybernetischen Kenntnisse sind aber z. T. in der neueren Biologie enthalten.

  1. Für organbezogene Krankheiten gilt die schulmedizinisch übliche Diagnose, die auf vorhanden ähnlichen Symptomen und Messwerten (Röntgen, Blutuntersuchung, Keime usw.) beruht. Sie ist auch bei funktionellen, chronischen Krankheiten zusätzlich zur biokybernetischen Diagnose immer erforderlich um notwendige Operationen und andere Behandlungen nicht zu übersehen.

  2. Die Akupunktur ist ein Zugriff auf das (nicht in der Ausbildung enthaltene) ganzheitliche, gestörte Informationssystem des Organismus für funktionelle Krankheiten, die einer ganzheitlichen Behandlung bedürfen. Sie stellt das gestörte Selbstheilungssystem wieder her und erfordert eine biokybernetische Diagnose, die mit der schulmedizinischen nichts gemeinsam hat. Die wichtige schulmedizinische Diagnose, z.B. Kopfschmerz, Migräne, ergibt noch nicht die zu behandelnden Therapiepunkte. Rezeptakupunktur verbietet die ursprünglichen Lehre der Akupunktur. Die Therapiepunkte ergeben sich z.B. aus der Pulsdiagnostik u.a., aus der die Fülle- und Leerezustände von Organsystemen festgestellt wird. Mit komplizierten Regeln wird dann die Punktekombinationen ermittelt. Die Kombination kann für jeden Patienten mit ähnlichen Symptomen unterschiedlich sein. Bei Kopfschmerz und Migräne häufen sich bestimmte Punkte. Sind diese nicht gleich, so kann die Therapie bei den Rezeptpunkten auch nicht erfolgreich sein. Die Therapie erfolgt über Nervenendpunkte in der Haut. Je weiter diese vom Ort der Beschwerden entfernt liegen, umso effektiver wirken sie. Migräne geht meistens wesentlich wirkungsvoller über Punkte der Beckenorgane als über Punkte im Kopfbereich.

  3. Die Akupunkturpunkte sind Nervenendpunkte oder Bündel von Nervenendpunkten mit überdurchschnittlich häufigen Druckrezeptoren, deshalb soll das De-Qi-Gefühl ausgelöst werden, um sicherzustellen das ein aktiver Punkt getroffen wurde. Die Akupunkturpunkte liegen zu 80% auf winzigsten Öffnungen (Perforationen), welche die Durchtrittsstelle von Nerven und Gefäßen durch die Faszien der Muskeln darstellen, oder am Grund einer Pore. Sie entsprechen häufig den schmerzempfindlichen Triggerpunkten und zeichnen sich durch einen abweichendes elektrisches Verhalten  aus.

    Wenn das De-Qi-Gefühl  nicht ausgelöst wird, ist der Punkt nicht richtig getroffen, der Stich wirkungslos oder hat Placebowirkung. Wenn über ihn eine Störung im Organismus gemeldet wird, ist er weniger durchblutet und bei Berührung mit der Nadel schmerzempfindlicher als seine Umgebung. Um diesen Punkt sind weitere weniger schmerzhafte Punkte. Dieser Effekt wird oft bei der Punktsuche benutzt. Ist er nicht schmerzhaft, dann nützt der Stich auch nicht! Es können nur gestörte Regelkreise des Organismus korrigiert werden.

    Nach der erfolgreichen Therapie erfolgt die Rückmeldung des Organismus an den Punkt und die Durchblutung und das elektrische Verhalten ist ebenso wie an der Zielstelle geändert. Ist das nicht der Fall und haben sich die Beschwerden trotzdem geändert, so ist der richtige Punkt noch nicht gefunden. Der zuständige Regelkreis erhält von einem anderen Regelkreis einen falschen Sollwert. Deshalb sollten bei Projekten die aufwendigen Messungen vor und nach der Therapie durchgeführt werden.

  1. Damit die Nadel in die Haut eindringen kann muss sie den Widerstand der Haut gegen das eindringen überwinden, d.h. einen Druck ausüben (siehe 6.3). Durch den Druck erfolgt eine Deformation des Nervenendes wodurch ein Aktionspotential im Nervenende aus. Das gilt genauso für das Nervenende im Tastkörperchen als auch für das freie Nervenende. Aufgrund des unterschiedlichen Nervenleitgeschwindigkeit ist der eine Schmerz dumpf und der andere hell. Das Aktionspotential, erreicht das ZNS und löst eine Reaktion sowohl im Stamm- als auch im Großhirn aus, wodurch körpereigene Signale über die Innervation der Wirbelsäule zwischen Haut, Organen, Muskeln an die entsprechenden Stellen weitergeleitet werden die dadurch reproduzierbare Wirkungen haben. Bei Erfolg verlieren Punkt und Zielstelle dann ihre Schmerzempfindlichkeit und ändern ihr elektrisch messbares Verhalten.

  2. Beim betreffenden Projekt Akupunktur ist nicht erwiesen und nachvollziehbar, dass bei den Probanden:
     
    5.1. die in der Akupunktur verlangte ganzheitliche biokybernetische Diagnose (z.B. Pulsdiagnostik ¹ Kopfschmerz) und damit die zu behandelnden Therapiepunkte die gleichen waren, bzw. wurde nur die schulmedizinische Diagnose gestellt.
    5.2. dass die therapierten Punkte eine Störung anzeigten und richtig getroffen wurde, was z.B. nachzuweisen ist wenn.
      5.2.1. die gestochenen Punkte bei Berührung mit der Nadel schmerzhaft waren,
    5.2.2. das De-Qi-Gefühl bei jedem Punkt ausgelöst wurde,
    5.2.3. sich das elektrische Verhalten des Punktes geändert hat,
    5.3. dass mit der Placebonadel bei der Berührung des Punktes mit der Nadelspitze keine Reaktion ausgelöst hat. Der Punkt muss nicht mit dem zu therapierenden übereinstimmen.
     

  3. Zur Therapie gibt es mehre Möglichkeiten:
     
    6.1. Stich mit der Akupunkturnadel
      Die Nadelspitze übt vor dem Eindringen in den Körper einen hohen Druck auf das Nervenende aus, der ein Aktionspotential auslöst. Die Größe des Druckes die das Aktionspotential auslöst ist nicht bekannt. Eine Akupunkturnadel von 0,2 mm Ø erzeugt bei einer Kraft von 20 g (ohne Berücksichtigung der dünneren Spitze) einen Druck > 2 kg/cm². (Beispiel, da Federkraft und Durchmesser der Placebonadel mir nicht bekannt sind). Außerdem tritt ein Verletzungspotential auf, was wahrscheinlich Aktionspotentiale auslöst. Die Ergebnisse nach 6.2. hatten gezeigt, dass ein einziges Aktionspotential größere Erfolge bewirkte.
    6.2. Therapieren mit einem Gleichstromimpuls
      über eine spezielle Spitze, der am Nervenende > 4 nA sein muss, weshalb beim ersten industriell gefertigte Akupunkturgerät mit neuem Wirkprinzip nach dem Suchen des Punktes durch Tastendruck nur ein Impuls > 60µA ausgelöst wurde. Der Strom beträgt 1/20 000tel der bisher in der Elektrotherapie verwendeten Ströme, da durch eine spezielle Spitze (etwas dicker als die Placebonadel) man über die Pore näher an dem Nervenende ist. Der Strom, der den Nerv erreicht ist durch die Streuwirkung wesentlich kleiner.

    Die Wirkung ist wesentlich besser als die mit den bisher verwendeten großen Strömen der Elektrotherapie.

    Bekannt ist, dass 1 nA – (1/10 000 des Suchstroms) - ein Aktionspotential auslöst und 4 nA eine Dauersignal. D.h. auch der geringe Suchstrom bei der Therapie mit dem Reflexotron kann eine Wirkung auslösen.
     

  4.  Druck mit einer speziellen Spitze

    Da der Druck auf das Nervenende durch Deformation das Aktionspotential ebenfalls auslöst, braucht weder gestochen noch ein Elektroimpuls verwendet werden. Liegt eine Störung vor und drückt man mit dem Finger, wird ein dumpfer Schmerz ausgelöst und man nennt es Akupressur. Nimmt man die spezielle Spitze so ist der Schmerz heller. Die spezielle Spitze ist stumpfer als die Akupunkturnadel, aber so spitz, dass sie in der Pore hängen bleibt und auf den Nerv einen Druck ausübt. (Bilder ausgehend von der Elektroakupunktur)

  5. Die Wirkung der Therapie eines bestimmten Punktes mittels Nadelstich, Druck oder Elektroimpuls kann durch die Änderung – bis zum Verschwinden – der an anderer Stelle liegenden schulmedizinischen Tastbefunde und der Reflexzonenzeichen und des elektrischen Verhaltens reproduzierbar nachgewiesen werden, was durch die Akademie für Wissenschaften der DDR und die Gesellschaft für Klinische Medizin als der wissenschaftliche Nachweis der Wirkung der Akupunktur angesehen wurde. Die Reproduzierbarkeit, die die Schulmedizin fordert, ist hier mit großer Qualität gegeben, wird aber mangels Kenntnis der Zusammenhänge nicht durchgeführt.
     

  6. Die Erfolge Kybernetische Medizin in der DDR. beruhen auch darauf, dass
    9.1. durch einen in Ulan-Bator exakt in Akupunktur ausgebildeten Arzt die notwendige Punktkombination mit der chinesischen biokybernetischen Diagnose exakt ermittelt wurden.
    9.2. mit der speziellen Spitze des Reflexotrons der Akupunkturpunkt sehr genau lokalisiert wurde und ohne abzusetzen sofort durch einen Tastendruck mit einem neuen Wirkprinzip ein einzelner Impuls ausgelöst wurde. Dadurch wurde der Punkt äußerst genau getroffen.

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Dr.-Ing. Jan Gerhard Smit
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 Copyright © 2005 Institut für Naturheilkunde und Biokybernetik Stand: 20. Mai 2008