Institut  für  Naturheilkunde  und  Biokybernetik
Dresden

Stretching

Becken- und Halswirbelsäulenblockierungen müssen gelöst werden

Stretching-
- mehr als ein Fitnesstrend
- Dehnen und Strecken, beruht auf Hemmung des Streckreflexes der Muskulatur und Dehnung

Wenn der Hals steifer wird, d.h. wenn bei einem bestimmten Drehwinkel die Halsmuskulatur zu schmerzen beginnt, drehen wir den Kopf nicht weiter, sondern bewegen die Schulter mit. Dadurch werden wir aber immer steifer, d.h. biologisch älter, da auch die Funktionen innerer Organe abnehmen. Wenn wir aber wissen, dass wir durch bestimmte Dehnübungen, den Drehwinkel wieder vergrößern können, dann betrachten wir den Schmerz als das was er ist. Der Schmerz ist ein Signal, was uns auf Störungen im Organismus aufmerksam macht. Er signalisiert uns, dass das Selbstreparatursystem des Organismus gestört ist und fordert somit Hilfe an. Dabei ist ein andauernder Schmerz das Signal, dass es zum Eingriff in den gestörten Prozess schon allerhöchste Zeit ist. So wie wir beim Drehen des Kopfes, d.h. bei einer Beanspruchung der Muskulatur, merken, dass es schmerzt, können wir durch Druck auf die Muskulatur prüfen, ob es bereits zu Störungen gekommen ist. Damit haben wir ein Mittel, rechtzeitig einzugreifen. Im Falle der Behinderung der Kopfdrehung muss die Halsmuskulatur ca. 4 sec über die Grenze des einsetzenden Schmerzes überdehnt werden, nach dem plötzlichen Zurückgehen merken wir, dass der schmerzfreie Dehnungswinkel größer geworden ist, d.h. das Störmeldesignal ist kleiner geworden. Damit haben wir aber auch auf innere Störungen positiv Einfluss genommen. Die Methode des Stretching beruht auf diesem Prinzip. Sie verspricht ein positiveres Lebensgefühl, eben weil Sie sich durch Zurückstellen der Störungen im Organismus biologisch verjüngt haben.

Kein Leistungssportler käme auf die Idee, auf Dehnübungen zu verzichten. Denn mangelnde Beweglichkeit und steife Gelenke sorgen nicht nur für Leistungseinbußen, sondern erhöhen auch das Verletzungsrisiko. Freizeitsportler beschäftigen sich damit aber meist nur am Rande. Was ist Stretching überhaupt?
. Begriff: "Stretching" leitet sich aus dem englischen "to Stretch" ab und heißt »dehnen, länger und weiter werden". Techniken, bei denen Körperbereiche gedehnt und gestreckt werden.
. Wissenschaft: Stretching ist eine wissenschaftlich begründete Trainingsform. Sie wird von (Fitness-) Trainern, Sportärzten und Physio-therapeuten eingesetzt und hat ihren Ursprung in der orthopädischen Rehabilitation. Die Beweglichkeitsübungen wurden zunehmend auf den Leistungssport übertragen. Inzwischen hat Stretching auch im Freizeitsport eine große Bedeutung.
. Ziele: Das Stretchingtraining zielt auf eine optimale Dehnfähigkeit ab. Eine übertriebene Dehnbarkeit wie z.B. bei Akrobaten ist jedoch nicht der Anspruch. Stretching soll die freie Bewegung aller Gelenke ermöglichen und Blockaden abbauen.
. Wirkung: Stretching erhöht die Elastizität von Gelenken, Muskeln, Sehnen und Bänder, wirkt Muskelverkürzung entgegen, senkt das Verletzungsrisiko. beugt Muskelkater vor und aktiviert den Stoffwechsel. Rückenschmerzen und Verspannungen lassen sich in den Griff bekommen.

Es wird dabei der Muskel nicht länger. Man geht bei der Bewegung bis an die Schmerzgrenze und überdehnt dann 4 Sekunden und lässt los. Das muss unter Umständen mehrmals wiederholt werden. Bei einem vollkommen entspannten Muskel schmerzt dieser Muskel weder bei Druck auf ihn noch bei Beanspruchung an keiner Stelle und die Bewegung des Gliedes wird durch den natürlichen mechanischen Anschlag im Gelenk gestoppt.

Damit ein Muskel sich verkürzt, muss der Tonus , d.h. die Impulsfolge der Nervenimpulse erhöht werden. Ist das System in Ordnung, und man nimmt die Anspannung weg, dann geht dieser Muskel auf seine ursprüngliche Länge. Diese Vorgänge werden durch Regelkreise koordiniert. Hat sich aber das Milieu im Organismus geändert, z.B. Übersäuerung, dann beginnt der betreffende Regelkreis zu schwingen und gibt eine hohe Impulsdichte ab. Das hat zur Folge, dass der Tonus sich erhöht, das Sarkomer diesen Muskel verkürzt und bei Zug- oder Druck auf  ihn schmerzhaft reagiert.
 

Schematische Darstellung der Ultrastruktur eines Sarkomers.

a in Ruhe, b bei Dehnung, c bei Verkürzung und d im Querschnitt.

Das Sarkomer wird seitlich von den beiden Z- Streifen begrenzt. Ihnen schließt sich je eine Hälfte des im Mikroskop hell erscheinenden J-J Abschnittes - (isotrop) an. Er besteht aus den Aktinfilamenten. Der im Mikroskop dunkel erscheinende A-Abschnitt (anisotrop) zeigt in seiner Mitte eine Aufhellung (H), die H-Zone. Sie wird noch von einem etwas dunkleren Mittelstreifen durchzogen. Die Länge der beiden J hellen - Abschnitte beträgt 0,4 µ, die des A-i Abschnittes   l ,5 µ. Der Durchmesser der Aktinfilamente ist 40 Å. Sie sind hexagonal um die Myosinfilamente Ø  100 Å. angeordnet (vgl. d). Längenänderungen des Sarkomers werden nur im Bereich der Aktinfilamente sichtbar. Sie gleiten teleskopartig zwischen den Myosinfilamenten hin und her (Gleit-Theorie der Kontraktion), deren Länge konstant bleibt.  (nach Hucley: Brit. Med. Bull. 1956, 12, 171)