"Dr. Stevenson" - Was ist Schizophrenie?

Was ist Schizophrenie?

Behandlung der Schizophrenie

Was ist krankhaft an der Schizophrenie?

Ursachen und Behandlung

Anhang (Literatur, Links, Fachbegriffe)


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Autoren zur Schizophrenie in Auswahl:

Adolf Meyer: 
sah Schizophrenie als Anhäufung falscher Gewohnheiten.
Kurt Schneider: 
definierte sog. Symptome ersten Ranges, um eine genauere Diagnose zu ermöglichen.
Sigmund Freud: 
Zunahme unterdrückter ES-Impulse und Mangel an zwischenmenschlichen Bindungen führen zur Schaffung einer eigenen Realität.
R. D. Laing: 
Schizophrenie ist ein geistiger Wachstumsprozeß als Reaktion auf Konflikte des Betroffenen mit seiner intoleranten Umwelt. Sie entsteht, wo Menschen einen abweichenden Lebensstil pflegen oder das soziale Gefüge der Gesellschaft nicht mehr intakt ist.
Thomas J. Scheff: 
Schizophrenie ist ein Etikettierungsproblem, da Menschen, die mit diesem "Etikett" versehen werden, dazu neigen, das von Schizophrenen erwartete Verhalten zu zeigen.
D. L. Rosenhan: 
zeigte, daß völlig gesunden Pseudopatienten in der Psychiatrie "schizophrene" Verhaltensweisen angedichtet wurden.
Ullmann u. Krassner: 
betrachteten Schizophrenie als Beeinträchtigung der Aufmerksamkeit.
Broadbent: 
Ein fehlender Filter für wichtige und unwichtige Ereignisse erklärt die Schizophrenie.
Zubin u. Spring: 
Schizophrene besitzen eine erhöhte Vulnerabilität (Verletzlichkeit).
Frieda Fromm-Reichmann: 
sah mal überfürsorgliche, mal abweisende, dominante Mütter als möglichen Auslöser der Schizophrenie.
Theodore Lidz: 
gestörte Familienstrukturen sind oft verantwortlich für den Ausbruch der Schizophrenie.
Bateson: 
fand durch Falluntersuchungen heraus, daß im sozialen Umfeld von Schizophrenen oft Mimik und Äußerungen im Widerspruch zueinander stehen.
Leff u. Vaughan: 
ein hohes Maß geäußerter Emotionen (expressed emotions) des sozialen Umfeldes (Bewertungen des Patienten, egal ob positiv oder negativ) kann einen Rückfall verursachen.


Einige Verweise zur Schizophrenie und verwandten Themen:


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(Bitte beachten Sie auch unseren Webring !)

ICD 10 Katalog      Schizophrenien      Belastungsstörungen
Der ICD10-Katalog (internationales Klassifikationssystem für Krankheiten) verschafft einen systematischen Überblick über die wichtigsten bekannten Erkrankungen und Störungen. Hier können Sie sich also nicht nur über schizoide Erkrankungen und (posttraumatische) Belastungsstörungen informieren, sondern über so ziemlich alle seit längerem bekannten Krankheiten.
http://www.dimdi.de/germ/klassi/icd10/htmlamtl/     navi.htm    gf20.htm    gf40.htm

AWMF online      Leitlinien Psychiatrie: Schizophrenie      posttraumatische Belastungsstörung
Die Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) stellt hier ihre Richtlinien zur Diagnose und Behandlung der Schizophrenie bzw. der posttraumatischen Belastungsstörung zur Verfügung.
http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll/     psypn02.htm    psytm010.htm

Facharbeit Schizophrenie      Anmerkungen      Frame-Version
Eine Facharbeit über den schizophrenen Formenkreis. Enthält neben einer Auswahl von Definitionen einen gut strukturierten Überblick über die in der Praxis auftretende Symptomatik der Schizophrenie. Zu den hier geschilderten Beobachtungen sind in einem separaten Text einige Anmerkungen zusammengestellt. Marko Heinrich, der Autor dieser Facharbeit, hat freundlicherweise seine Erlaubnis gegeben, diese Anmerkungen parallel zu seiner Arbeit in einem Frame zu zitieren.
http://home.t-online.de/home/marko.heinrich/schizo.htm

Schizophrenie - eine nicht existierende Krankheit?
Die Vielzahl der verschiedenen, teilweise heftig umstrittenen Definitionen der Schizophrenie hat dazu geführt, daß eine Zahl von Psychiatern und Psychologen die Existenz der Schizophrenie als eigenständige Erkrankung bestreitet. Kritische Gegenüberstellung diverser, teils widersprüchlicher Definitionen zur Schizophrenie.
http://www.antipsychiatry.org/GE-SCHIZ.HTM

Psychose Leserforum      Tagebuch einer Psychose      Schizophrenie und Psychose
Bodo, selbst an Schizophrenie erkrankt, hat hier für Betroffene, Angehörige und Fachleute ein exzellentes Forum zum Austausch über die Erkrankung geschaffen - unbedingt ansehen!
Das "Tagebuch" ist kein Tagebuch im herkömmlichen Sinne:
Die Aufzeichnungen erfolgten erst nach einer Elektrokrampftherapie und sind deshalb mit Vorsicht zu beurteilen, weil eine solche Therapie zu einer veränderten Bewertung von Erinnerungen führen könnte.
"Schizophrenie und Psychose" bietet eine kurze Einführung in das Thema Schizophrenie und einige Verweise auf weitere interessante Seiten.
http://home.arcor.de/pahaschi/forum.htm     tagebuch.htm    wissen.htm

Schizophrenie
Bietet neben einer Definition und einigen Angaben zur Statistik weitere psychologische Erklärungsansätze zur Entstehung der Schizophrenie.
http://members.tripod.de/Psychodrom/schizophrenie.htm

Lunatic Pride
Auf diesen Seiten eines Psychiatrie-Erfahrenen finden Sie eine bunte Mischung zu den Themen Schizophrenie, Kritische Psychologie, Stimmenhören, Antipsychiatrie und Stigmatisierung, aber auch Gedanken zu Religion, Selbstorganisation, Kunst und Ethik. Wenn Sie Freude am Stöbern haben, sind Sie hier genau richtig.
http://www.lunaticpride.de

Netzwerk Stimmenhören
Bis zu fünf Prozent der Bevölkerung hören mehr oder weniger regelmäßig Stimmen. Aber nicht alle von ihnen sind automatisch schizophren. Das "Netzwerk Stimmenhören" ist ein Verein von Betroffenen, Angehörigen und Professionellen, der dem Erfahrungsaustausch und der Aufklärung dienen soll.
http://www.stimmenhoeren.de

Lieber doch nicht Neuroleptika nehmen?
Deutsche Übersetzung eines Artikels von Dr. P. R. Breggin, der sich mit tardiver Dyskinesie und anderen Nebenwirkungen der Neuroleptika auseinandersetzt. Diese häufig auftretenden Nebenwirkungen werden oft für vermeintliche Krankheitssymptome gehalten. Angefügt ist eine Liste mit Literatur zu diesem Thema.
http://www.breggin.com/germanneuro.html

Borderline-Persönlichkeitsstörung
Als Borderline-Störung bezeichnet man psychische Störungen, die an der Grenze zwischen Neurose und (schizophrener) Psychose liegen. Im "Kuckucksnest" finden Sie eine genauere Definition und weitere Verweise zu diesem Thema.
http://kuckuck.solution.de/borderline.html#Was ist eine Borderline-Störung

Dissoziatives Identitätssyndrom
Die multiple Persönlichkeit - die fachliche Bezeichnung lautet dissoziatives Identitätsstörungs-Syndrom (DIS) - wird von Laien oft mit der Schizophrenie verwechselt, obwohl die Symptomatik eine vollkommen andere ist. Allerdings können beide Erkrankungen durchaus durch ähnliche Erlebnisse verursacht werden (Mißbrauch über einen langen Zeitraum mit einem für Mißbrauchsfälle atypischen Verhalten).
http://kuckuck.solution.de/disso.html

Studie zur Entfremdung (PA-Syndrom)
In dieser Studie zum PA-Syndrom (parental alienation syndrom) werden Methoden aufgezeigt, mit denen getrennt lebende Eltern teilweise auf ihre Kinder einwirken, um eine Entfremdung vom jeweils anderen Elternteil zu bewirken. Es ist zu vermuten, daß ähnliche Techniken auch bei der Entstehung des Stimmenhörens, der Ambivalenz und schizophrener Antriebslosigkeit eine Rolle spielen können.
http://www.centralnet.ch/userpages/sozial/studie.html

Hospitalismus
Zumindest einige Symptome, die oft der Schizophrenie zugeschrieben werden, lassen sich auch durch Hospitalismus erklären. Eine kurze Definition dieser Erkrankung finden Sie in diesem Glossar. Es empfiehlt sich, auch den dort befindlichen Eintrag zum Stichwort Deprivation zu lesen.
http://www.uni-freiburg.de/medpsyc/ol/glossar/body_hospitalismus.html




Fachbegriffe - Fachchinesisch übersetzt:


Arousal
Den meßbaren Erregungszustand der Nervenzellen bzw. die Verteilung der Erregung über das Gehirn bezeichnet man als Arousal-Funktion (engl. "arousal": Erregung).
Depersonalisation
Entfremdung von der eigenen Persönlichkeit nennt man Depersonalisation.
endogene Psychose
Eine psychische Erkrankung, für die keine eindeutige Ursache gefunden werden konnte, die also scheinbar aus der Psyche selbst heraus entstanden ist, bezeichnet man als endogene Psychose; gelegentlich wird auch der Begriff funktionelle Psychose gebraucht.
exogene Psychose
Eine von außerhalb der Psyche (durch Geschwür oder Vergiftung) entstandene Erkrankung bezeichnet man als exogene Psychose. Andere Bezeichnungen sind organische Psychose oder symptomatische Psychose.
Hebephrenie (Pubertätsschizophrenie)
Hebephrene Schizophrenie beginnt während der Pubertät. Bei Hebephrenie kommt es u. a. zu läppischem Verhalten und Gefühlsstörungen.
Katatonie (Spannungsirresein)
Bei katatoner Schizophrenie (Katatonie) überwiegen motorische Störungen, etwa erregtes Umherrennen oder Stupor (Reglosigkeit).
Morbus bleuler
Nach ihrem Namensgeber E. Bleuler wird Schizophrenie häufig auch Bleuler'sche Krankheit (morbus bleuler) genannt.
Negativsymptomatik (Minussymptomatik)
Bei Vorliegen einer Negativsymptomatik zeigt ein Patient gefühlsmäßige Verflachung, Antriebsarmut, reduzierte Reaktionen usw. Diese Symptome treten vor allem bei Langzeitpatienten auf. Sie sind durch die üblichen Medikamente nicht behandelbar, d. h. sie reagieren auf diese negativ.
Neuroleptika
Medikamente mit sedativer (senkender) Wirkung auf psychosebedingte Angst- und Erregungszustände bezeichnet man als Neuroleptika. Typische Nebenwirkungen dieser Medikamente sind unwillkürliche Zuckungen, unkontrollierbare Mund- und Zungenbewegungen, sowie Gewichtszunahme. Atypische Neuroleptika sind Neuroleptika, bei denen diese Nebenwirkungen nach derzeitigem Kenntnisstand nur in geringerem Maße auftreten.
Neurose
Neurosen sind psychische Störungen, die aus Konflikten zwischen Einstellungen und Bedürfnissen eines Menschen einerseits und unpassenden Umweltbedingungen andererseits entstehen. Beispiele für Neurosen sind etwa Depersonalisation, neurotische Depression oder Phobien.
Neurotransmitter
Botenstoffe, mit denen Signale zwischen Nervenzellen übertragen werden, bezeichnet man als Neurotransmitter (z. B. Adrenalin, Acetylcholin, Noradrenalin). Es wird vermutet, daß bei Schizophrenen einige Neurotransmitter stärkere Wirkung zeigen als bei durchschnittlichen Menschen. Diese Vermutung basiert auf der Erkenntnis, das die zufällig gefundenen Medikamente gegen Schizophrenie offenbar die Wirkung bestimmter Neurotransmitter (z. B. Dopamin) blockieren.
Paranoia
Paranoide Schizophrenie ist überwiegend durch Wahn und Halluzinationen gekennzeichnet.
Positivsymptomatik (Plussymptomatik)
Als Positivsymptomatik bezeichnet man ein Mehr an Aktivität, Gefühlen, Gestik usw. Diese Symptome können durch Medikamente behandelt werden; sie reagieren auf die Behandlung also "positiv".
Prodromalstadium
Das Stadium, in dem sich eine Erkrankung bereits ankündigt, ohne jedoch deutlich sichtbar zu sein, bezeichnet man als Prodromalstadium.
Prozeßschizophrenie
Wenn kein einzelnes für die Schizophrenie auslösendes Ereignis gefunden werden kann, die Schizophrenie also offenbar in einem längeren Prozeß durch viele Einzelereignisse entstanden ist, spricht man von Prozeßschizophrenie.
Psychopathien
Gefühls- und Verhaltensstörungen, die zwar eine deutliche Abweichung von der Masse darstellen, aber nicht als Krankheiten gesehen werden können, bezeichnet man als Psychopathien. Beispiele sind Impulsivität, Verschrobenheit, Geltungsbedürfnis etc.
Psychose
Psychosen sind Erkrankungen, bei denen es zu erheblichen, scheinbar unbegründeten Verhaltensveränderungen oder unsinnig erscheinenden Einschätzungen der Realität kommt.
reaktive Psychose
Eine reaktive Psychose ist eine Psychose, die im wesentlichen als Reaktion auf auslösende Erlebnisse entsteht. Üblich ist auch die Bezeichnung psychogene Psychose.
reaktive Schizophrenie
Als reaktive Schizophrenie bezeichnet man eine schizophrene Erkrankung, wenn diese auf ein einzelnes auslösendes Ereignis zurückzugehen scheint. Das Wirken auslösender Momente ist auch für solche Fälle anzunehmen, bei denen das Entstehen der Erkrankung nicht an einem einzelnen auslösenden Ereignis festgemacht werden kann.
Remission
Als Remission bezeichnet man das Nachlassen der Krankheitssymptome nach einem Krankheitsschub. Ein postremissiver Zustand ist ein Krankheitszustand, bei dem sich die Symptome auf einem niedrigen Niveau stabilisiert haben.
Residuum
Ein Residualzustand oder auch schizophrenes Residuum ist ein Zustand, der sich einstellt, wenn die Krankheitssymptome nach einem akuten Schub zurückgehen, aber es nicht zu einer vollständigen Heilung der Schizophrenie kommt. Ein solcher Zustand ist vor allem durch Negativsymptomatik geprägt, d. h. Gefühle, Motivation, Eigeninitiative usw. erscheinen gedämpft.
Rigor
Krankhaften Bewegungsdrang bezeichnet man als Rigor.
Schizophrenia simplex
Eine symptomarme Form der Schizophrenie, die sich über einen längeren Zeitraum unbemerkt entwickelt, nennt man Schizophrenia simplex.
Stupor
Einen durch eine psychische Erkrankung entstandenen Zustand der Reglosigkeit und Apathie bezeichnet man als Stupor.
Tardive Dyskinesie
Eine häufige Nebenwirkung der Medikamente ist die tardive Dyskinesie, bei der es zu unkontrollierten Zuckungen und Grimassenschneiden kommt. Ca. 25 bis 40 Prozent der mit Psychopharmaka behandelten Langzeitpatienten erkranken an dieser Nervenstörung.

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