Eowynkleid
Material:
4,00 Meter weißen Leinenstoff
ein weißer Reißverschluss, 50 cm lang
Satinband für die Ärmelschnürung
Borte (für Ausschnitt, Ärmel und Gürtel)
Druckknopf oder Klettverschluß
Kreide zum Aufzeichnen
Anleitung:
Das Eowynkleid besteht aus einem Oberteil, einem daran angesetzten Rockteil
aus 4 Bahnen bzw. 3 Bahnen und angesetzten langen Ärmeln.
Wieder einmal fix Maße nehmen und zwar Schulterbreite, die Gesamtlänge
Eures Kleides festlegen und los gehts. (Je länger das Kleid desto mehr
Stoff benötigt Ihr natürlich) Wir beginnen als erstes mit dem Oberteil.
Die Vorderseite des Oberteils besteht aus einem Teil im Stoffbruch die Rückseite
besteht aus 2 Teilen. Die Länge des Oberteils entspricht der Länge
zwischen Schulter und Hüftknochen. Bei mir sind das 45 cm. Die 3 Teile
für das Oberteil aufzeichnen, ausschneiden, zusammenstecken und erst
mal anprobieren ob das Oberteil gut sitzt. Dann gegebenfalls die Maße
korrigieren und noch mal anprobieren, schon mal die Schulternähte zusammennähen
und den Ausschnitt verstürzen.
Vorn:

Der Ärmel von Eowyns Kleid besteht aus einem Stück und ist nicht so extrem weit und lang wie ein Elbenkleidärmel. Auf dem Bild ist das etwas schlecht getroffen. Ihr zeichnet den Ärmel 2 mal auf und schneidet die beiden Teile aus. Es ist wichtig, daß Ihr den oberen Ärmelteil noch ein wenig breiter macht, als Euren Oberarmumfang, da er ja noch geschnürt und gerafft wird. Bei mir sind es mindestens 30 cm + Nahtzugabe. Der obere Ärmelteil geht ungefähr bis zum Ellenbogen ca. 35 cm und wird ab dem Ellenbogen dann trompetenförmig. Am besten probiert Ihr das Ganze nach dem Feststecken noch mal an und prüft, ob alles richtig sitzt. Ja, ich weiß das ständige An- und Ausziehen ist ganz schön nervig, aber es erspart einem ärgerliche Überraschungen. Nun könnt Ihr den Ärmel auch schon an das Oberteil nähen. Sind die Ärmel angenäht, könnt Ihr endlich die Seitennaht des Oberteils schließen. Die hintere Naht bleibt natürlich noch offen, dort wollen wir ja später noch den Reißverschluß einbauen.
Jetzt gehen wir erst einmal zum Rockteil über. Ihr könnt
entweder 4 Teile ausschneiden, oder aber das Vorderteil des Rockes wieder
im Stoffbruch aufzeichnen. So erspart Ihr Euch eine Naht und es sieht auch
besser aus. Die Rückseite besteht aus 2 Teilen. Ich habe sie so aufgezeichnet,
daß sie in der hinteren Mitte eine leichte Schleppe bilden. Falls Ihr
keine Schleppe haben möchtet, zeichnet Ihr einfach die Rückteile
genauso auf wie die beiden Vorderteile. Wichtig ist überigens, daß
die obere Kante der Rockteile genau den Umfang des unteren Saumes des Oberteils
ergeben. Nun näht Ihr die Teile des Rocks erst einmal zusammen. Die hintere
Naht bleibt hier ebenfalls noch offen. Der Rockteil wird mit Stecknadeln an
das Oberteil geheftet und angenäht. Ihr habt also schon eine Art Kleid
was hinten noch offen ist. Jetzt überprüft ihr am besten einfach
noch einmal die Länge des Kleides. Dann geht es an die kniffelige Arbeit:
Der Reißverschluß!
Zuerst stellt Ihr an Eurer Nähmaschine die Stichbreite etwas breiter
ein und näht so die oberen 50 cm der Rücknaht. Dann stellt Ihr die
Stichbreite wieder
kleiner ein und näht den Rest der Naht bis unten hin. Die Rücknaht
sollte allerdings mit einer etwas großzügigeren Nahtzugabe bedacht
werden.
Nun klappt Ihr die Naht auseinander und steckt den Reißverschluß
fest und näht ihn mit hilfe des Reißverschlußnähfußes
ein.
Danach wird der Rest der Rücknaht noch mit einem Zickzack-Stich versäubert.
Um den Reißverschluß öffnen zu können trennt Ihr die
Naht, die Ihr mit der breiteren Stichlänge gemacht habt bis zum Ende
des Reißverschlusses wieder auf.
Dabei aber gut aufpassen, daß Ihr nicht in den Stoff schneidet!
Jetzt fehlt nur noch der Rocksaum. Den schlagt Ihr am besten doppelt ein,
damit der Stoff nicht mehr ausfransen kann. Also doppelt einschlagen, mit
Nadeln feststecken und danach fix drübernähen. Das Kleid ist nun
im Prinzip fertig. Es fehlen allerdings noch die Verzierungen. An den Ärmeln
müßt Ihr kleine Satinschlaufen für die Schnürung anbringen,
an Ausschnitt und Ärmeln muß noch die Borte angenäht werden.
Sieht schon gut aus, oder? Aber da fehlt doch noch etwas... Was ein richtiges
Eowyn Kleid sein will, braucht auch noch einen Gürtel ; )

Für den Gürtel benötigt Ihr eine rechteckige Stoffbahn mit den Maßen 8 cm * 250 cm (+ Nahtzugabe).

Das Ganze auf den Stoff aufzeichnen und ausschneiden. Die Längenangabe gilt überigens für eine etwa 1,70 m große Person. Sie kann natürlich individuell verändert werden. Stoffbahn entlang der Bruchkante (gestrichelte Linie) falten, so daß die Stoffaußenseite innen liegt, und mit Nadeln feststecken. Den Stofftunnel entlang der offenen Seite zusammennähen (ähnlich wie bei einem rockbund). Den Stofftunnel auf rechts ziehen, so daß unsere Naht nun innen liegt. An beiden Enden des Gürtels die Stoffkannten doppelt einschlagen und festnähen, damit der Stoff an den Enden nicht mehr ausfransen kann. Der Gürtel kann nun mit der Borte, die wir schon am Ausschnitt des Kleides verwendet haben, verziert werden. Jetzt solltet Ihr den Gürtel "anprobieren". Legt ihn Euch um die Taille und markiert die Stelle mit einer Nadel, an der sich die beiden Stoffbahnen später kreuzen sollen. Anschließend wird an diesen Stellen der Druckknopf oder Klettverschluß so angebracht, daß er beim Tragen verdeckt ist.
Eine ganze Menge Arbeit, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen!
Probleme & Schwierigkeitsgrad:
Schwierigkeitsgrad ++ bis +++