Arwens Sterbe- & Requiemkleid
Material:
3,00 Meter schwarzer Samt & 1,90 m roter Samt für die
Ärmel für das Sterbekleid. (Beim Requiemkleid sind es 3,00 Meter
violetter Samt und 1,90 m silberner Samt oder silberner Chiffon.)
rot goldener Brokat für den oberen Ärmelteil und den Ausschnitt
ein schwarzer Reißverschluss, 50 cm lang
Borte (für Ausschnitt & Ärmel)
Kreide zum Aufzeichnen

Anleitung:
Die Vorbereitung:
Dieses Elbenkleid besteht aus einem Trägerüberkleid und einem Oberteil
mit Elbenärmeln, welches unter dem Überkleid getragen wird. Das
Kleid ist die kompliziertere Variante unseres Arwen Elbenkleides. Für
das Kleid benötigen wir allerdings nicht so viel Stoff wie beim Arwen
Elbenkleid, da es eher A-förmig geschnitten ist. für die seeehr
weiten Ärmel benötigt man aber genauso viel Stoff. Wobei die Weite
der Ärmel natürlich jedem selbst überlassen bleibt. Ich liebe
super weite Ärmel und da das Kleid ja ein Arwenkleid werden sollte, müssen
die Ärmel schon recht weit sein.
Bei Pannésamt müßt Ihr wieder die Webrichtung bedenken.
Bevor Ihr beginnt müßt Ihr Eure Maße nehmen und zwar Schulterbreite,
den Umfang von Taille und noch den Hüft- und Poumfang .
Dann legt Ihr noch die Gesamtlänge Eures Kleides fest. (Je länger
das Kleid desto mehr Stoff benötigt Ihr natürlich)
Hier sind einmal meine Maße:
Gesamtlänge 1,50 m
Taillenumfang 64 cm
Hüftumfang 70 cm
Po 92 cm
Rockweite 3,00 m
Schulterbreite 36 cm
Armlänge bis Fingerspitzen 72 cm
Ärmelweite am Saum 105 cm
Ärmellänge des glockigen Teils 52 cm
Das Oberteil:
Wir beginnen mit dem Oberteil.
Zeichnet das Vorder- und das Rückteil mit weißer Kreide auf den
Stoff auf und schneidet sie aus. Den Stoffbruch beachten! Ihr erhaltet also
2 Teile (1 Vorderteil und 1 Rückteil)
Vorderteil

Rückteil

Zusammenstecken und nähen:
Je taillierter Ihr Euer Muster aufzeichnet desto enger sitzt
das Oberteil später. Bei Entwürfen die besonders figurbetont sind
empfehle ich auf jeden Fall einen stretchenden Stoff zu nehmen, dann sitzt
es hinterher besser. Um die passende Weite Eures Oberteiles festzulegen steckt
es an den Seiten- und Schulternähten zusammen und probiert es an.
Wenn Alles gut sitzt könnt Ihr die Schulternähte schließen,
versäubern und dann den den Ausschnitt versäubern bzw. den rot goldenen
Brokat verstürzen siehe gestrichelte linien). Danach aber auf keinen
Fall voreilig die Seitennähte schließen, da Euch ja noch die Ärmel
fehlen. Zum Brokatausschnitt, sollte ich noch ein paar Worte sagen, damit
man es sich besser vorstellen kann. Ihr schneidet 2 Teile Brokat aus und zwar
ein Vorderteil und ein Rückteil, welche mit dem Ausschnitt völlig
deckungsgleich sind. Diese beiden Teile legt Ihr mit den äußeren
gemusterten Seiten aufeinander und näht sie aneinander so daß Ihr
später eine Art schlauchartigen Ring habt den Ihr dann hinterher auf
rechts zieht (so daß das Muster wieder Außen ist und die Nähte
schön sauber Innen liegen) und auf Euren Ausschnitt aufnäht.
Ärmel:

Ihr zeichnet die oberen beiden Teile des Ärmel 2 mal auf und schneidet sie aus. Es ist wichtig, daß Ihr den oberen Ärmelteil so breit macht, wie Euer Oberarmumfang ihn vorgibt, sonst sind Euch hinterher die Ärmel zu eng. Bei mir sind es mindestens 24 cm + Nahtzugabe. Am besten probiert Ihr das Ganze nach dem Feststecken noch mal an und prüft, ob alles richtig sitzt. Ja, ich weiß das ständige An- und Ausziehen ist ganz schön nervig, aber es erspart einem ärgerliche Überraschungen. Den oberen Ärmelteil näht Ihr an und versäubert die Naht. Dann bringt Ihr den glockigen unteren Teil an, dessen Ärmelsaum Ihr vorher gesäumt habt. Jetzt könnt Ihr auch noch mal die Ärmellänge richtig anpassen. Sind die Ärmel angenäht, näht Ihr die Borte am Übergang zwischen dem oberen Ärmelteil und dem unteren glockigen Ärmelteil an. Zum Schluß könnt Ihr die Seitennaht des Oberteils schließen und den unteren Saum versäubern. Fertig ist das Oberteil! Puh!
Das Überkleid:
Zeichnet den Schnitt (ohne den eingezeichneten Träger) 2 mal mit weißer Kreide auf den Stoff auf und schneidet die beiden Teile aus. Den Stoffbruch beachten! Ihr erhaltet also 2 Teile (1 Vorderteil und 1 Rückteil). Die Träger des Kleides bestehen ebenfalls aus rot goldenem Brokat. Ihr näht zuerst einen Brokat-Tunnel und bringt diesen, wie auf der Skizze eingezeichnet, am Überkleid an. Ihr müßt den Tunnel, genau wie beim stürzen eines Ausschnittes, völlig deckungsgleich zeichnen. Sonst steht er später recht merkwürdig ab.

Um die passende Weite Eures Kleides festzulegen steckt es an
den Seiten- und Schulternähten sowie auch an der Rücknaht zusammen
und probiert es an. Bedenkt aber auch, daß später noch ein paar
cm durch das Einnähen des Reißverschlusses wegfallen. Normalerweise
dürftet Ihr bei der weiter fallenderen A-Form des Kleides aber keine
Probleme bekommen.
Zuerst stellt Ihr an Eurer Nähmaschine die Stichbreite etwas breiter
ein und näht so die oberen 50 cm der Rücknaht. Dann stellt Ihr die
Stichbreite wieder
kleiner ein und näht den Rest der Naht bis unten hin. Die Rücknaht
sollte allerdings mit einer etwas großzügigeren Nahtzugabe bedacht
werden.
Nun klappt Ihr die Naht auseinander und steckt den Reißverschluß
fest und näht ihn mit hilfe des Reißverschlußnähfußes
ein.
Danach wird der Rest der Rücknaht noch mit einem Zickzack-Stich versäubert.
Schon habt Ihr den Rückteil Eures Kleides.
Um den Reißverschluß öffnen zu können trennt Ihr die
Naht, die Ihr mit der breiteren Stichlänge gemacht habt bis zum Ende
des Reißverschlusses wieder auf.
Dabei aber gut aufpassen, daß Ihr nicht in den Stoff schneidet!
Nun müßt Ihr nur noch den Rocksaum versäubern und könnt Euer elbische Kleid ausführen.
Probleme & Schwierigkeitsgrad:
Das Kleid ist schon komplizierter durch die Details am Ausschnitt und den
Trägern des Überkleides. Ein wenig Näherfahrung wäre empfehlenswert.
Schwierigkeitsgrad ++++