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Anhang. Um den Forschern und Künstlern, welche ohne lange
Vorbereitung sich mit der Beschaffenheit und den Beziehungen der
wohlgeordnetere (genormten) Gesamtheit aller Farben oder des Farbkörpers
bekannt machen wollen, den Weg dahin abzukürzen, sind sowohl Tafelwerke zum
Anschauen wie Farborgeln zum Malen hergestellt worden, über welche
nachstehende Übersicht gegeben wird. A.
Tafelwerke. Der Farbkörper. Es ist dies ein Farbenatlas, welcher
die zwölf Hauptschnitte des Farbkörpers vollständig zur Anschauung bringt.
Jede Tafel, 22 X 32 cm groß, enthält zwei gegenfarbige farbtongleiche Dreiecke
nach den Stufen a c e g i l n p, und zwischen ihnen die unbunten Normen. Es
ist dies der kürzeste und schönste Weg zur Kenntnis der Farbgesamtheit. Insbesondere
hat der Künstler hier die Schattenreihen, Weiß- und Schwarzgleichen jedes
Farbtons unmittelbar vor Augen . und
die durchgreifende Gesetzlichkeit aller beteiligten Farben (64 auf jeder
Tafel) gewährt dem Auge einen hohen, bisher nicht gekannten Genuß. Ein erklärender Text ist beigelegt. Verlag Unesma, Leipzig, Preis in schöner Mappe 60,- M. Die wertgleichen Kreise.
Statt in 12 Hauptschnitte kann man den Farbkörper auch in 28 wertgleiche
Kreise zerlegen, was hier geschehen ist. Die 24 Farben jedes der 28 Kreise
von ca bis pn sind auf je
einer Tafel angebracht und man kann ihnen unmittelbar die Bestandteile der bunten, farbtonverschiedenen, aber wertgleichen
Harmonien entnehmen. Verlag Unesma, Leipzig. Preis
in Mappe 60,- M. Der Farbatlas mit Übersichtstafel. Während die beiden ersten
Farbnormsammlungen eine größere Anzahl zusammengehöriger Farben auf jeder
Tafel enthalten, ist hier jede einzelne Farbe auf einer Karte von 40 X 56 mm
Größe vorhanden. Man kann diese daher einzeln herausnehmen, etwa zu
Vergleichszwecken neben einen farbigen Gegenstand legen oder als Vorlage für
die Ausführungen von Anstrichen, Färbungen u. dgl. benutzen. Die Nonnen
reichen von a bis p und die 728 Karten sind in vier Kästchen untergebracht.
Man kann sie nach Wunsch in wertgleichen Kreisen, farbtongleichen Dreiecken
usw. ordnen. Verlag Unesma, Leipzig. Preis 100,- M. Dazu eine Übersichtstafel, welche sämtliche
Nonnen in Quadraten von 10 mm auf einmal übersehen läßt,
in praktischer Einschiebmappe. Preis 40,- M. Die Farbtonleitern. Nach Art der Grauleiter, jedoch in doppelter Reihe von
je zwölf Farben sind die Farben der 28 wertgleichen Kreise auf Rähmchen mit
Zwischenräumen angebracht. Durch Auflegen der passenden Leiter auf eine
Fläche, deren Farbe zu bestimmen ist, kann man in kürzester Frist das
Farbzeichen derselben bestimmen. Aus diesem lassen sich u. a. die harmonisch
dazu passenden Farben nach bekannten Regeln ableiten. Ein Gerät, das
insbesondere dem Farbenforscher |
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willkommen sein wird.
Man kann es bequem in der Tasche mit sich führen. Verlag Unesma,
Leipzig. Preis 60,- M. Der kleine Farbkörper. Zur ersten Einführung in die
Farbnormen dient diese Blatt, welches- eine Wiederholung der Tafeln III und
IV dieses Buches ist. Es. enthält also nur die aus
a, e, i, n sich ergebenden Normen in den acht Hauptfarben
Gelb, Kreß, Rot, Veil, Ublau, Eisblau, Seegrün, Laubgrün. Verlag Unesma. Preis 1,- M. Die kleine Grauleiter: Zehnstufig. a-t.
Verlag Unesma. 1,- M. B. Farborgeln. Die Pulverorgel: Am unbeschränktesten kann man malen,
wenn man sich eingestellter Farbpulver bedient. Diese ergeben die
Farbnormen, wenn sie als Deckwassertünchen mit Alaunleim (7%) oder Sichelleim
(7%) angemacht und deckend auf weißen Grund gestrichen werden.
Werden sie mit Mallack angemacht, so werden die Farben verhältnismäßig
tiefer, indem auf je zwei Schritte mit Leim je drei Schritte mit Mallack
entfallen. Da aber die gegenseitigen Verhältnisse unverändert bleiben,
gelten die gleichen Harmoniegesetze; die Farben sind gleichsam auf eine
längere Skala transponiert. Die
eingestellten Farbpulver haben Litopon zur
Grundlage und sind mit den lichtechtesten Farbstoffen hergestellt, welche
die Industrie liefern kann. Sie sind
zunächst in gewünschten Mengen (nicht unter 10 g) lose in Papierbeuteln
erhältlich. Der Preis beträgt für die Kreise ca bis
li 10 Pf. je 10 g,
für die Kreise na bis nl 15 Pf., für pa bis pn 20 Pf. je 10 g. Um aber
bequem bei der Arbeit alle Mischungen zur Hand zu haben, kann man sie wohlgeordnet
in einem Schränkchen beziehen, welches 28 „Register"
von je 24 wertgleichen Farben aus den Kreisen ca; ea, ec; ga,
gc, ge; usw. nebst zwei Registern unbunter Farben enthält. Die
Pulver befinden sich in Näpfchen etwas zusammengepreßt,
so daß sie nicht schütten, und die 24 Näpfchen
jedes Registers sind zu
4 X 6 auf einem Sperrholzbrett angebracht,
das in ein Fach des Schränkchens geschoben werden kann. Die Register tragen
bequem sichtbar, die Zeichen ca. bis pn. Beim Malen hat man sich die Farben
bemerkt, welche man zu brauchen gedenkt, zieht das entsprechende
Register heraus, entnimmt dem Näpfchen mit der Spitze eines schmalen
Spatels die benötigte Pulvermenge und mischt diese auf einer Glas- oder
Porzellanplatte mit dem Bindemittel, das man aus einem Tropfröhrchen zusetzt.
Man lernt sehr bald die nötigen Mengen so gut schätzen, daß
man erstaunlich wenig Reste hat und daher äußerst sparsam arbeitet. Ich habe
bei fast täglicher Arbeit erst nach etwa anderthalb Jahren die einmalige
Füllung der meistgebrauchten Farbe (ein trübes Laubgrün) erneuern müssen.
Das Anmachen der Tünche geht so schnell, daß man
keinen Zeitaufwand empfindet. Die vollständige Farborgel im Schränkchen
kostet 150,- M. Näher an die
gewohnte Arbeitsweise des Künstlers schließt sich die Fladenorgel an. Sie
enthält die gleichen Mischungen wie die Pulverorgel; diese sind aber mit
einem Bindemittel aus Dextrin und Zucker zu festen Stückchen geformt, ähnlich
wie die gewöhnlichen Aquarellfarben; doch sollen sie durchaus als Decktünchen |
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dienen. Unter dem nassen Pinsel geben
sie sehr leicht ab und lassen sich äußerst willig auftragen. Als Malgrund
dient am einfachsten ein passendes Normalgrau, das mit Alaunleim oder
Sichelleim aufgestrichen ist; man kann es sich nach den im Text gegebenen
Anweisungen selbst herstellen. Da her das Bindemittel umkehrbar sein muß, malt es sich nicht so bequem wie mit dem
nichtumkehrbaren der Pulverorgel, doch lassen sich die höheren Ansprüche an
die Technik des Künstlers leicht befriedigen. Ferner hat die Praxis erwiesen, daß hier die Ordnung nach farbtongleichen Dreiecken und
Hauptschnitten für den Künstler am bequemsten ist. Die „Register" sind daher
nach dem Schema von Bild 10, S. 131 geordnet, so daß
alle Farben in zwölf Registern mit
je zwei farbtongleichen Dreiecken untergebracht sind. Die hierdurch
bedingte Anwesenheit der unbunten Farben in jedem Register hat sich den
Künstlern als besonders willkommen erwiesen. Der Preis der vollständigen Fladenorgel
im Schränkchen ist 150,-
M. Die einzelnen Fladen wiegen durchschnittlich 8g. Sie halten
erstaunlich lange vor und können zum Preise von 20 Pf. nachbezogen
werden. Aus den Fladen der vollständigen
Orgel lassen sich vereinfachte Zusammenstellungen machen. Am günstigsten hat
sich das „Farbharmonium“ erwiesen. Es ist aus den Normen a e i n nach der Art
der Tafeln III und IV aufgebaut, enthält aber alle 24 Farbtöne,
also zwölf Hauptschnitte mit je 16 Fladen, übersichtlich auf vier Tafeln
geordnet. Preis (ohne Schränkchen) 40,- M. Ebenso können beliebige andere
Zusammenstellungen der Normen hergestellt werden, wobei jede Farbe als Fladen
mit 10 Pf berechnet wird. Wegen des Bezugs dieser
Arbeitsmittel wende man sich an das Laboratorium W. Ostwald, Groß-Bothen,
Sachsen. |
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