Krankheiten der Aquarienfische

Ein erfahrener Aquarianer erkennt die meisten Krankheiten bereits am lebenden Fisch. Eventuell hilft eine Kotprobe oder ein Abstrich. Eine sichere exakte Diagnose der Krankheiten ist aber oft erst am getöteten Fisch möglich. Ich zeige Ihnen auf einer der folgenden Seiten, wie man Fische seziert und wie man mit Hilfe eines Mikroskops Krankheiten diagnostiziert. Mit einiger Erfahrung kann man das Töten der Fische aber oft vermeiden. Falls man Fische töten muß, soll man sie schnell und möglichst schmerzlos töten. Ein schneller Schnitt durch das Genick des Fisches ist die humanste Methode. Wenn Sie unsicher sind oder es besonders gut machen wollen, betäuben Sie den Fisch vorher mit Tricain (MS-222, 150 mg/Liter).

Die Hauptinfektionsquelle für unsere Aquarienfische sind Neuzugänge.

Ich benutze immer ein Quarantänebecken (50 bis 100 Liter) für Neuzugänge. Es ist mir viel zu gefährlich, Neuzugänge sofort in eines meiner besetzen Becken zu setzen und damit meine alteingesessenen Lieblinge zu gefährden. Besonders heimtückisch sind Darmwürmer, die man nicht sofort erkennt. Neuzugänge beobachte ich meist mehrere Wochen. Wenn ein Krankheitsverdacht besteht und ich die Krankheit an den lebenden Fischen nicht diagnostizieren kann, opfere ich einen der Neuzugänge und seziere ihn. Zu wertvollen Neuzugängen mit Wurmverdacht setze ich nach einer Wurmtherapie einige Guppies dazu. Guppies infizieren sich relativ schnell mit Darmwürmern. Nach zwei Wochen kann man Darmwürmer im Darm eines getöteten Guppies nachweisen. So kann man überprüfen, ob die Wurmkur erfolgreich war.

 

Untersuchung:

Sektion eines Fisches
Darmwürmer:

Fräskopfwurm (Camallanus cotti)

Haarwurm (Capillaria)

Hautwürmer:

Hautwurm (Gyrodactylus)

Schuppenwurm (Transversotrema sp. ???)

Tuberkulose: TB
Medikamente:

FMC

Moneol