Tuberkulose (TB)

Im Gewebe von manchen Aquarienfischen findet man gelblich braune Knötchen, die durch Gewebe des Fisches umschlossen und abgekapselt sind. In gesund gehaltenen Fischen sind diese Knötchen nicht zu finden. Eine Ausnahme sind möglicherweise Regenbogenfische, die auch bei guter Haltung  TB-Knötchen aufweisen können. Wenn die Fische durch ungünstige Lebensbedingungen gestresst werden, kann sich TB im begrenzten Lebensraum des Aquariums schnell ausbreiten. Es sterben immer wieder Fische, meist ohne dass die Ursache entdeckt wird. Eine Therapie mit Antibiotika ist meines Erachtens im Aquarium nicht durchführbar. Man sollte die Fische möglichst optimal halten und keine Neuzugänge dazu setzen.

Solche abgekapselte Knoten lassen Tuberkulose vermuten. Diese Mikroskop-Foto zeigt ein Leberquetschpräparat aus einem Regenbogenfisch.

Den Nachweis auf Mycobakterien, zu denen die Tuberkulose-Erreger gehören, führt man mit einer Färbemethode nach Ziehl-Neelsen.

Die Ziehl-Neelsen-Färbung:

Das mikroskopische Präparat wird mit Carbol-Fuchsin angefärbt. Danach wird mit einem Gemisch aus Salzsäure und Alkohol wieder entfärbt. Die Wachse in den Zellwänden der Mycobakterien halten die Farbe trotz dieser rabiaten Entfärbemethode fest.

Auf diesem Foto sieht man, dass die Mycobakterien im inneren Teil des Knötchens sind. Sie sind rot gefärbt. Außen darum herum befinden sich Zellen des Fischgewebes, das entfärbt wurden.

 

Bei noch stärkerer Vergrößerung (ca. 1000fach) sieht man die einzelnen Bakterien, die die Farbe auch nach der Entfärbung behalten haben.
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