LX-200 Anbauten

Anbau eines 4" Refraktors bzw. Fernglas 15x70 im Huckepack auf LX 200

Anbau Baader Vario-Finder 10x60 an LX 200R

Drehbarer-Adapter (kurze Bauweise) am SC-Anschluß

Übersetzung ca. 4:1 am Fokussierknopf (nur LX 200 Classic)

Selbststabilisierender Drehring für Zenitspiegel 1,25" mit 2" Aufnahme

Derotator-Anbau

Superkurzer drehbarer SC-Adapter mit Meade-Feinfokussierer-Aufnahme

Anbauten an LX 200R mit Baader-Feinfokussierer

Lacerta-Feinfokussierer an Meade Fokussierknopf


Anbau eines 4" Refraktors bzw. Fernglas 15x70 im Huckepack auf LX 200

Mein Wunsch, den mobilen 6"-Refraktor Sky-Watcher 150/750 mm ( f 5 ) im Huckepack auf dem LX 200-10" zu montieren ist wegen des zusätzlichen Gewichtes von ca. 7 kg (Refraktor 6 kg + Aufnahme 1kg ) zu schwer; ein Risiko im Dauergebrauch wäre vorhanden wegen Überbelastung des GoTo-Antriebes. Also heißt die Devise, ausweichen auf eine geringere Masse von maximal ca. 5 kg. Das ergibt im Refraktor-Bereich so ca. 4" Öffnung mit einem Gewicht, Refraktor mit Schellen und Schiene von ca. 4 kg + Aufnahme 1 kg = 5 kg. Um synchron zwischen LX-200 und aufgesetztem Refraktor beobachten zu können, habe ich eine spezielle Aufnahme konstruiert und angefertigt. Laut Meade, sollte man beim LX-200 eine max. Zusatzbelastung inkl. Gegengewichte von 10 kg nicht überschreiten. Diese Aussage wurde 11/2009 (siehe unten) widerrufen, aber viele Jahre zu spät, als alles schon fertig war.

Hierbei habe ich mich an das Aufnahmeprinzip einer Vixen GPE-Montierung angelehnt, d.h. über einen Schwalbenschwanz wird zusätzlicher 4"-Refraktor aufgenommen. Die Aufnahmeplatte ist so konzipiert, dass diese eine kardanische Einstellmöglichkeit hat, somit kann LX 200 und Refraktor auf einheitliches Objekt eingestellt werden.



Wenn einmal diese kardanische Einstellung vorgenommen wurde, kann bei jedem Abnehmen des Refraktors immer wieder beim erneuten Aufsetzen die gleiche Position gefunden werden, d.h. es muss nicht mehr eingestellt werden.

Wichtig ist es natürlich das Gesamtsystem mit dem zusätzlichen Gewicht in jeder Winkelstellung des Tubus im Gleichgewicht zu halten. Die unten angebrachten Gegengewichte gleichen das System vollkommen aus.




Ich habe mir je einen getrennten Gewichtsausgleich für Huckepack mit dem 4"-Refraktor als auch LX 200 im Solo-Betrieb mit fest montierter Aufnahme für Refraktor angefertigt.
Mit diesem ausgeglichenen System komme ich je nach Betriebszustand nie über die von Meade angegebene max. Motorbelastung von 400 mA.

Aus Sicherheitsgründen ist es empfehlenswert, die schnelle Anfahrgeschwindigkeit des GoTo-Antriebes von 8°/sec. auf 2°/sec. zu reduzieren, das schont Getriebe und Motor.

Wichtig, neuer Stand 11/2009: Nach erneuter Anfrage bei Meade wurde mir jetzt plötzlich mitgeteilt, dass das zul. Gesamtgewicht nicht mehr als 5 kg betragen darf, früher hieß es 5 kg Zusatzgewicht und das System muss durch Gegengewichte gut ausgeglichen sein Das war schon eine herbe Erkenntnis einfach Jahre danach zugesagte Angaben wieder zu korrigieren! Mein ganzer Zusatzaufbau des 4-Zöllers, aufgebaut mit viel Eigenleistung, ist somit wertlos geworden und ich kann ihn nicht mehr verwenden. Mit dem tollen 4-Zöller mit dem ausgezeichneten Ronchigramm (siehe unten) kann ich jetzt nicht mehr beobachten. Das sonst wirklich gute LX 200 ist mit dieser Einschränkung somit aus meiner Sicht bezüglich Zusatzgewichte im Huckepack auf dem Tubus als nicht ausreichend einzustufen. Dies war ein absoluter Flopp !

Ich betreibe das LX-200 azimutal montiert, also nicht polachsjustiert, hier bekomme ich an meiner Dachsternwarte Probleme beim Aufsetzen. Das schwere Gesamtsystem (weit über 30 kg) waagerecht zu halten um es außerhalb des Daches in meine Polhöhenwiege zu setzen schaffe ich nicht, hierzu bräuchte ich "Herkuleskräfte" (siehe auch Kapitel Astronomie).

                      

Mit dem 4"-Refraktor -das Gerät ist ein "Musterschnäppchen von der Teleskopschmiede in Berlin" mit Oberflächengenauigkeit bei Lambda 1/8 Strehl. 91, ein Ronchigramm liegt auch vor- will ich auch in Verbindung mit einer 2x Barlowlinse die Sonne, vorerst mittels Baaderfolie, beobachten. Später wird vielleicht auf mehr Sonnenbeobachtung ausgebaut.

Ronchigramm des 4"-Refraktors (außer einer sehr leichten Überkorrektur keine besonderen Auffälligkeiten):


Erklärung Ronchitest:

Test zur Prüfung der optischen Qualität eines Konkavspiegels. Man beobachtet Spiegel durch ein Beugungsgitter. In der Nähe des Krümmungsmittelpunktes wird der Spiegel von einer punktförmigen Lichtquelle beleuchtet. Ergeben sich auf sphärischem Spiegel regelmäßig gerade Bänder, so ist der Spiegel in Ordnung.

Strehl = interferometrische Wellenfrontanalyse, bedeutet Unebenheit der Spiegelfläche in "Lambda" ( Lichtwellenlänge).
Gesamtfehler:
brauchbar = Lambda /4
gut= Lambda /8 bis /10

Anbau des Fernglas 15x70 auf LX 200R:
Anstelle des 4-Zöllers habe ich nun ein Fernglas 15x70 aufgesetzt, das Gesamtsystem wiegt nur noch 3688 Gramm und liegt jetzt weit unter dem für mich neu definierten Meade-Limit von 5000 Gramm.

Daten Fernglas 15x70:
15x70 = relative Leistung 1050
77m auf 1000m
Gesichtsfeld = 4,4°
Augenpupille = 4,7mm





Anbau Baader Vario-Finder 10x60 an LX 200R

Anstelle
des Fernglases 15x70 - hat leider nur den geraden Einblick und bei einer Beobachtung in Richtung Zenit bekommt man hier halt erhebliche Probleme - habe ich mir einen Baader Vario-Finder 10x60 gekauft um größere Sternfelder, parallel zum Einblick ins LX 200R, angebaut.



Ich verwende den Vario-Finder mir einem Zenitprisma und meistens einem 12,5 mm Okular. Die Optik des Vario-Finders ist sehr gut und ich bin jedes Mal überrascht über dessen gute Qualität.
Das Zusatzgewicht des Vario-Finder von 840 Gramm ist durch Gegengewichte absolut gleichmäßig in jeder Winkelstellung ausgeglichen. Damit wird die „Meade-Vorschrift“, max. Zusatzbelastung 5 kg am Tubus, noch weit unterschritten.






Drehbarer-Adapter (kurze Bauweise) am SC-Anschluß

Ein Problem kann das Anbauen von Zusatzgeräten am SC-Anschluß werden, wenn die Baulänge zu groß wird. Man kommt dann beim Schwenk in Richtung Zenit-Stellung zum Anschlagen am Gabelfuß des LX 200 und dies kann im GoTo-Betrieb zu Schäden führen. Einige handelsüblichen Zusatzgeräte wie z.B. Baader-Feinfokussierer, steckbarer 2"-Zenitspiegel in Kombination mit weiterem Zubehör sind nicht mit dem LX 200 nahe Zenitstellung zu betreiben, sie schlagen vorher am Gabelfuß an.


Daher habe ich mir einen drehbaren Adapter in Kurzbauweise mit SC-Anschluß gebaut bei welchem ein Anschlagen am Gabelfuß mit allen notwendigen weiteren Anbauten nicht mehr auftreten kann und man kann den bequemen Einblick ins Okular über den drehbaren Adapter erreichen und muss nicht immer den Zenitspiegel wieder lösen, drehen und festklemmen.

Der neu entwickelte, drehbare und spielfreie, kurze Adapter ist eine feine Sache und es lohnt sich diesen nach zubauen wenn man die Möglichkeit von einfachen Dreharbeiten besitzt.

Beschreibung:
Zwei Hülsen werden über Kugeln ringsum eingelegt und gefettet zusammengefügt. Über 3 Führungsschrauben an Teil 1 je 120° versetzt angeordnet wird Teil 1 zu Teil 2 axial geführt. An Teil 2 ist daher eine kleine Rille zur Führung der 3 Schrauben einzudrehen.

Anbei eine Maßzeichnung und Bild am LX 200 angebaut:



        




Übersetzung ca. 4:1 am Fokussierknopf (nur LX 200 Classic)

Zur besseren "Feinfokusssierung" am Fokussierknopf habe ich über einen zusätzlichen Fokussierknopf ein Übersetzungs-Getriebe ca. 4:1 angebaut ohne am Original- LX 200 einzugreifen. Die notwendigen Zahnräder hierzu kann man im Spielwarenladen erwerben. Das größere Zahnrad wird über 3 Schrauben am LX 200- Fokussierknopf mittenzentriert fest geklemmt. Wegen der gleichen Drehrichtung werden 3 Zahnräder benötigt. In meinem Falle habe ich zur Untersetzung ein Kunststoff-Planetengetriebe (ohne Außenring) verwendet, welches über 2 am LX 200 aufgeklebte Leisten verschraubt wurde. Das vorgenannte Bild zeigt neben dem drehbaren Adapter nach Punkt 2.) diesen Übersetzungs- Anbau. Ich meine hiermit lässt es sich feinfühliger fokussieren.




Selbststabilisierender Drehring für Zenitspiegel 1,25" mit 2" Aufnahme

Lästig habe ich schon immer das Drehen des Okulars im Zenitspiegel empfunden zumal hier auch Klemmspuren am Steckdurchmesser des Zenitspiegels entstehen können.

Daher habe ich einen Drehring entwickelt und gebaut, welcher sich in seiner jeweiligen Drehstellung selbst stabilisiert und nur bei schweren Okularen noch zusätzlich festgeklemmt werden kann. Das Geheimnis der "Selbststabilisierung" liegt in der federgelagerten Kugel einer Madenschraube M4. Die Kugel ist leicht vorgespannt und nach Zerlegung der Kräfte (Kräfteparallelogramm) wirkt durch die angebrachte Schräge an Teil 2 eine Querkraft auf die Anlagefläche des Zenitspiegels und verursacht so die Haltestellung. Die Kugel ist nur so weit vorgespannt, dass man die beiden Drehringe (Teil 1 und 2) voneinander abziehen kann, notwendig z.B. zum Einschrauben von Filtern am Zenitspiegel.

Der Zenitspiegel wird am inneren Drehring (Teil 2) über eine kurze Madenschraube M3 festgeklemmt. Um die Gleitfähigkeit zu verbessern, habe ich zwischen Zenitspiegel und Drehring eine dünne Kunststoffscheibe eingelegt.

Zum Nachbau kann die untenstehende Zeichnung genutzt werden. Einfach aber wirkungsvoll.






Derotator-Anbau

Mein Foto-Test hat entgegen der Angaben von Meade ( 5 Minuten ) ergeben, dass schon nach ca. 2,5 Minuten im Azimutal-Modus die Bildfeldrotation sich bemerkbar macht. Aufgrund meiner baulichen Verhältnisse an meiner Dachsternwarte habe ich mich daher entschlossen einen Meade-Derotator anzuschaffen und kann nicht wie viele, das Problem Bildfeldrotation mit einer Polhöhenwiege lösen.

Wegen meines aufgesattelten 4“-Refraktors ( ca. 5 kg ) bleibt die mechanische Steifigkeit einer azimutal aufgestellten Gabelmontierung besser erhalten.

Wichtig:
Vorneweg gesagt, habe ich erfahren, dass man beim Betrieb mit und ohne GPS zwar den gleichen Derotator verwenden kann, aber darauf achten muss, dass das Innenleben der Steuerung von Meade entweder auf „ohne GPS“ oder „mit GPS“ abgestimmt sein muss. Einfach den gleichen Derotator an beiden Geräten zu verwenden, funktioniert nicht. Hiervon ist in den allgemeinen Meade-Katalogen nichts zu erfahren. Dies gilt auch für die nachfolgend beschriebene Höhenbegrenzung im GoTo-Betrieb.

Im „Go-To-Betrieb“ schwenkt ja das LX 200 aus Sicherheitsgründen ( Anschlagen von Anbauteilen am Gabelfuß ) nicht über 50° zur Horizontalen hinaus. Dies ist schon ein sehr bescheidener Bereich. Selbst wenn man den Kabel-Stecker des Derotators aus der R232-Buchse nimmt, wird das Anfahren über 50° verweigert. Laut Rückfrage bei Meade, muss man abschalten und wieder neu initialisieren um wieder über 50° ohne Derotator zu gelangen. Um mit Derotator bis max. 70° zu gelangen, habe ich folgendes ausprobiert und es hat so funktioniert: Nach neuem Einschalten das gewünschte Objekt über 50° bis max. 70° ohne Derotator über GoTo anfahren und danach erst den Derotator an R232 anschließen, 6 nachfolgende Warn-Piepstöne signalisieren, dass man über 50° ist . Ein Zurückfahren bis auf Objekte unterhalb von 50° funktioniert aus dieser Stellung.

Der Verkäufer des Derotator hat mir gesagt, dass beim LX 200 mit GPS das Teleskop bis max. 70° anfahren würde, und nur die 6 Piepstöne kommen, also auch hier ein Unterschied zum alten LX 200 Classic (ohne GPS). Ich habe mir einen Kamera-Adapter angefertigt (focal angebaut) welcher eine Höhe ohne Shapley von 78° und mit Shapley von 72° zur Horizontalen zulässt, bevor die angebaute Kamera am Gabelfuß anschlägt. Also mechanisch wäre dies kein Problem, aber die Software im Derotator macht hier nicht mit.

Ich habe Meade-Eupopa aufgefordert, hier aktiv zu werden, denn als letzter Stand der Technik kann diese Tatsache so nicht bleiben. Der Derotator in heutiger Ausführung ist eine Lösung wie ein Auto, welches nur gerade aus fahren kann. Jetzt bin ich mal gespannt, welche Aufnahmen ich mit meiner doch schon antiquierten Olympus OM 1 machen kann.

Mit der stark begrenzten Höheneinschränkung sind ja nicht viel Objekte im GoTo erfassbar, dies ist wirklich schade.

Irgendwann werde ich auch mal auf eine Digitalkamera umsteigen, aber das Problem Bildfeldrotation wird in azimutaler Ausrichtung immer bleiben und hoffentlich wird Meade bis zu diesem Zeitpunkt auch aktiver in Richtung Weiterentwicklung Derotator.

Als letztes stirbt ja immer die Hoffnung, sie ist zwar auch schon tod ( mit d geschrieben ) aber nicht wirklich tot, denn dies ist letztlich von Meade abhängig. Ich habe aber aufgrund der vielen Gespräche mit Meade, kaum noch Hoffnung, dass sich hier etwas tut.

                            





Superkurzer drehbarer SC-Adapter mit Meade-Feinfokussierer-Aufnahme

Zur weiteren Optimierung der Freigangsverhältnisse am LX 200 zum Gabelfuß habe ich mir einen weiteren „superkurzen“ drehbaren SC-Adapter mit nur noch 42mm Baulänge angefertigt (siehe Zeichnung).

Nach Gerätetausch LX 200 Classic in LX 200R-10“, habe ich nochmals den superkurzen Drehadapter etwas modifiziert. Zur Aufnahme des Meade-Feinfokussierers, habe ich vorne einen Bund angedreht (siehe Zeichnung) und somit kann die Kombination: Drehadapter, Meade-Feinfokussierer, Meade 2“-Zenitprisma unten voll auf senkrechte Lage geschwenkt werden. Der knappe Freigang zum Gabelfuß war ja immer ein Problem, besonders beim Classic.



Aufbau:

Ein gekaufter SC-Gewindering wird in einen Messingring eingeklebt. Zwei äußere zusammen geschraubte Ringe aus Aluminium spielfrei an Messingring angepasst sind die drehbare Lagerstelle. Mit 3 federnd vorgespannten kugelgelagerten Madenschrauben kann zusätzlich eine leichte Haftreibung erzeugt werden. Feststellschraube außen dient zur Klemmung des drehbaren Adapters und ermöglicht gleichzeitig die Montage auf das SC-Gewinde am LX 200. Eine kürzere Baulänge ist technisch nicht mehr möglich, da das SC-Gewinde am LX 200 schon 10mm und der Einsteckdurchmesser des 2“-Zenitspiegels 30mm lang sind.



Längenvergleiche von handelsüblichem Baader- Feinfokussierer (nachträglich etwas längenoptimiert) zu meinen beiden selbst gefertigten SC-Adaptern.






Anbauten an LX 200R mit Baader-Feinfokussierer




Mit meinem Gerätetausch auf LX 200R-10“ habe die Anbauten am SC-Gewinde nochmals überarbeiten müssen. Für mein Handling ist es mir angenehmer mit dem Baader-Feinfokussierer (Handbetätigung) anstelle des serienmäßig mitgelieferten, motorischen Meade-Feinfokussierer scharf zu stellen.

Bei Verwendung eines Derotators mit danach angebautem Meade-Feinfokussierer sitzt der Fokussierer sehr wackelig auf dem Gewinde (Gewindespiel), da ein Festschrauben nicht möglich ist. Man muss beim Derotator darauf achten, dass das danach sitzende Teil nicht am Derotator-Gehäuse zur Berührung kommt, sonst arbeitet der Derotator nicht einwandfrei (Meade-Vorschrift). Ich setze daher hinter den Derotator einen selbstgefertigten Adapter zur Aufnahme des Baader-Feinfokussierers. Damit habe ich absoluten Festsitz.

Auch habe ich die Gegengewichte neu angeordnet um mehr in die vertikale Trägheitsachse zu gelangen, dadurch sind die verschiedenen Anbauten über dem Tubus und hinten am SC-Gewinde besser ausgelotet. Zur Schonung der motorischen Antriebe sollte man bei steigenden gewichtsmäßigen Anbauten (laut Meade max. 10kg) auf gute Gleichgewichtsverhältnisse achten.




Nachstehend bildlich ein Anbau:

Derotator - Adapter - Baader-Feinfokussierer - Adapter – (Off-Axis-Guider) - Kamera








Lacerta-Feinfokussierer an Meade Fokussierknopf

Um eine feinfühligere Fokussierung am LX 200R vornehmen zu können, habe ich mir einen Lacerta-Feinfokussierer beschafft und diesen am Meade- Fokussierknopf anmontiert.



Der Feinfokussierer funktioniert nur, wenn man ein Gegenlager am Tubusboden des LX 200 anbringt. Ich habe dieses Gegenlager am Tubusboden angeklebt und über einen Stift mit dem 1:10 übersetzten drehbaren Teil des Lacertaknopfes verbunden.

Firma Meade hat mir freundlicherweise kostenlos einen LX 200 Fokussierknopf gegeben, welchen ich in der Länge gekürzt habe und mit der 1:1 Übersetzung über einen 5 mm Stift verbunden habe.
Die Kürzung war bei mir notwendig, weil ich an meinem LX 200R einen selbst entwickelten, super kurzen (nur 42 mm lang) drehbaren Adapter verwende. Somit kann ich das Zenitprisma am superkurzen Drehadapter ohne anzustoßen rundum schwenken.

Das System funktioniert sehr gut, die Feinfokussierung 1:10 ist etwas zu fein. Ich denke mal eine Übersetzung 1:5 bis 1:6 wäre ausreichend und besser.

Ich werde Firma Meade anraten, so eine Feinfokussierung auch werksseitig anzubieten.
Wenn die Fokussierung gut eingestellt ist, hat man ein nur noch kaum merkbares Shifting, das ist super.
Diese Feinfokussierung kann man natürlich auch nachbauen, wenn man die entsprechenden Fertigungsmöglichkeiten besitzt.

Den von Meade mit LX 200R angebotenen, motorischen Feinfokussierer benutze ich nicht.