Patrik Borger (27) – Student, Goolie, Spaßvogel – schon nach kurzer Zeit ist Patrik (Spitzname: Paddy, Borgo) in Hamburg (aufn Kiez) angekommen. svs-online sprach mit ihm.

SVS: Herr Borger, Patrik, Paddy oder Borgo. Wie sollen wir dich nennen?

Patrik: Für dich Herr Borger

SVS: Ok, Patrik. Nach einem Jahr in der Oberliga – Truppe gehörst Du nun zum Kader der Elite-Truppe, der Regionalliga Mannschaft des FC St. Pauli. Ist, in dieser Saison, ein großer Traum in Erfüllung gegangen? Wie hat dich die Mannschaft aufgenommen?

Patrik: Sehr gut, aber ich kannte die Mannschaft schon, da ich das Glück hatte im letzten Jahr bei der Truppe mittrainieren zu dürfen. Und natürlich ist es ein großer Traum beim FC St. Pauli zu spielen, weil der Verein einfach Kult ist!

SVS: Wie siehst Du deine Chancen auf Dauer die Nummer Eins des Kiez-Clubs zu sein?

Patrik: Trotz der Neuverpflichtung eines neuen Tortwarts stehen die Chancen bei konstanter Leistung z. Z. sehr gut.

SVS: Borgo, die große Frage die sich jeder stellt: Wie hast Du das Spiel gegen den FC Bayern München erlebt? Wann und wie hast Du erfahren, dass Du es bist, der gegen den Rekordmeister aus München zwischen den Pfosten stehen darf?

Patrik: Am morgen nach dem Vormittagstraining bat mich unser Co., Andre Trulsen, zu sich. Er verriet mir, dass ich am Abend auflaufen werde. Es war ein absoluter Traum gegen den FC Bayern zu spielen.

SVS: Was hat dich am Championsleague Sieger von 2001 am meisten beeindruckt?

Patrik: Die Schnelligkeit und die individuelle Stärke jedes einzelnen Spielers waren schon sehr beeindruckend, aber sie kochen auch nur mit Wasser.

SVS: Alles in allem: War es trotz des schmerzhaften 1:2 ein gelungener Abend für Dich?

Patrik:Weltklasse Abend, den man nie wieder vergessen wird; Positiv wie negativ…

SVS: Nach dem Spiel stand dein Handy mit Sicherheit nicht still Hat Oli Kahn dich auch schon angerufen? Wie wir wissen ist Oli – eins – deiner großen Vorbilder.

Patrik: Für mich war es schon enttäuschend das Oli nicht gespielt hat, aber angerufen hat er noch nicht – kommt noch… Aber Du hattest Recht, mein Handy stand nicht still. Viele alte Wegbegleiter haben mir zu meiner Leistung gratuliert und viele aufbauende Worte gefunden.

SVS:Das Spiel betitelst Du selbst als (sportlichen) Höhepunkt deiner Karriere. In mehreren Interviews resümiertest Du nun, dass Du dich nicht mehr fortpflanzen kannst. Du möchtest nicht, dass sich deine Kinder in der Schule für dein Fauxpas rechtfertigen müssen … Unsere Frage daher: Was sagt eigentlich deine langjährige Lebensgefährtin, Yvonne, dazu?

Patrik: Lustige Geschichte, wir konnten das intern klären und ich darf wieder im gemeinsamen Bett schlafen ;).

SVS: Wie stellst Du dir deine Zukunft beim FC St. Pauli vor?

Patrik: Erstmal soll es das Ziel sein Stammspieler zu werden und dann hoffentlich im nächsten Jahr zweite Liga spielen.

SVS: Was sind deine weiteren sportlichen & persönlichen Ziele?

Patrik: Gesund bleiben, zweite Liga spielen … Nächstes Jahr Bayern schlagen (90. Min. Kopfballtor Borger / ins Bayrische Tor)

SVS: FC St. Pauli = ein Traum in braun? Apropos Traum. War es schon immer Dein Traum Fußballer zu werden oder warst Du doch eher der „Ich werde Feuerwehrmann“ - Typ?

Patrik: Ne, schon eher der Fußballermann - Typ … Aber eigentlich war es mehr Zufall, dass ich in den bezahlten Fußball gerutscht bin. Natürlich ist es ein Traum für den FC St. Pauli zu spielen, besser als bei Holstein …

SVS: Jeder spricht vom Aufstieg in die 2. Liga. Ist das mit Eurem Team und diesem Saisonstart wirklich noch zu realisieren?

Patrik: Noch hat sich kein Team abgesetzt – es ist alles ziemlich dicht aneinander. Wir müssen nur konstanter spielen.

SVS: Soweit unsere Fragen zum deinem Kult-Club, nun komm wir zum nächsten ... unseren …

SVS: Was weist Du über den SVS Schackendorf?

Patrik: Erstens: Ihr seid zwei Mal hintereinander aufgestiegen. Zweitens: Ihr habt einen Stürmer der keine Tore schießt (damit meint er mich, Jan). Drittens: Ihr seid trinkfest. Und Viertens: Ich weiß, dass Matte bei Euch spielt, wenn er mal gerade keine „Senk-Spreiz-Plattfüße“ hat.

SVS: Also hast Du bis jetzt nur positives über den SVS zu berichten?

Patrik: Bis jetzt ja…

SVS: Wann werden wir dich denn endlich als unseren neuen Keeper der örtlichen (einschlägigen) Presse vorstellen können ;-)? Wir müssen aber auch so fair sein und sagen, dass der Konkurrenzdruck für dich hier noch größer wird.

Patrik: Na, wenn endlich mal ein Angebot bei mir ins Haus flattert.

SVS: Okay, dann lass uns so verbleiben: Wir stellen ein Freundschaftsspiel zwischen dem SVS und Pauli auf die Beine. So könntest Du schon mal SVS-Luft schnuppern, dich an die Atmosphäre gewöhnen und entscheidest dann ob wir für dich die richtige Adresse sind!?

Patrik: Da sind doch nur HSV – Fans aufm´ Dorf, oder? Aber schaun mer mal.

SVS: Zum Schluss mal eine Frage zum internationalen Fußball … Wie schätz Du die Chancen der Deutschen Teams in der Königsklasse ein?

Patrik: Zu Bayern: Werden locker die Gruppenphase überstehen und dann gehört Glück dazu wie weit man kommt.
Zu Bremen: Werden uns wahrscheinlich einige Fußballfeste bescheren, aber ich befürchte, dass sie die Gruppenphase nicht überstehen werden.
Zu Hamburg: Wird eng. Hoffe aber für den Hamburger- und Deutschen Fußball, dass sie weiter kommen.

SVS: Nochmals Besten Dank, Herr Borger, für dieses Gespräch und weiterhin alles Gute. Wir wünschen dir und deinem Club für diese Saison weiterhin viel Glück und besonders wenig Gegentore. Halt die Ohren steif.

Patrik: Recht herzlichen Dank, war nett…


Pressestimmen zu Patriks Leistung beim Pokalknaller: St. Pauli vs. Bayern

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