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| Niederlausitzer Eisenbahn | |
Die Niederlausitzer Eisenbahn ist eine endlos lange Nebenbahn (113 Km immerhin), deren letztes Stündlein schon einmal geschlagen hatte. Sie verband einst den Eisenbahnknoten Falkenberg mit Beeskow bei Frankfurt (Oder). War der Personenverkehr eher mager auf dieser Verbindung, wurde sie zu DDR-Zeiten aufgewertet. Die Verbindung hatte für die DDR strategischen Wert, denn in der Niederlausitz gab es zahlreiche Anlagen von NVA (Nationale Volksarmee) und der Roten Armee - außerdem wurde der Nachteil für den Personenverkehr, dass die Strecke an Berlin vorbei führt, zum Vorteil, denn so konnte man sie als strategische Umgehung nutzen. Mit dem Zusammenbruch der DDR brach auch der verbliebene Personenverkehr vollständig zusammen, und so war es wenig verwunderlich, dass zwischen 1995 und 1998 der schienengebundene Nahverkehr eingestellt wurde. Der letzte verbliebene Stummel war übrigens Falkenberg - Herzberg Stadt, hier fuhr am 18. April 1998 der letzte Zug. Um so mehr wundert es, dass sich eine private Bahngesellschaft, die Deutsche Regionaleisenbahn GmbH (DRE), dieser Strecke angenommen hat. Das ehrgeizige Ziel, auf der gesamten Strecke Personenverkehr anzubieten, ist zwar (noch?) nicht erreicht, wegen Bauarbeiten (...) ist momentan das Streckenstück Alt Herzberg (dies ist der provisorische Endpunkt des DRE-Betriebes gewesen, gelegen an einem Bahnübergang, bestand aus einer Zweistufentreppe, welche im Zug mitgeführt wurde...) - Uckro Süd und Groß Leuthen - Beeskow außer Betrieb. Außerdem ist zwischen Falkenberg und Alt Herzberg kein Verkehr möglich, da die Strecke bis Herzberg Stadt weiterhin DB Netz gehört, und sich so ein Zugbetrieb wohl nicht lohnen würde. Abzuwarten bleibt, wie es weiter geht, der Fahrbetrieb 2003 wurde eingestellt, im Jahr 2004 soll der Verkehr zwischen Uckro Süd und Groß Leuthen wieder aufgenommen werden.