Anlage 3
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Gleisplan

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Birkental III

Und so kommen wir zur aktuellen Anlage. Etwa ein Drittel eines Kellerraumes stand zur Verfügung (zu wenig), nach Abzug von dem Platz, den der "Operator" braucht, bleibt eine Fläche von ca. 4,5 qm für die Anlage.

Allein die Planung hat ewig gedauert, soll heißen, mir zu lange. Ich machte Versuche mit einem Planungs-Programm, musste aber feststellen, es konnte das nicht, was ich wollte. Man konnte zwar Flexgleise damit biegen, aber es konnte mir nicht ausrechnen, welchen Radius ich benötige, um zwei vorher festgelegte Punkte zu verbinden. So plante ich erst auf A4 und anschließend auf Tapetenrückseiten 1 zu 1. Als Hilfe wurden Peco Weichenschablonen aus dem Katalog fotokopiert und ausgeschnitten. 

Die Anlage ist in zwei Ebenen: Oben ist fast die gesamte Fläche von einem Durchgangsbahnhof eingenommen, unten ist ein Schattenbahnhof, der auf verschlungenen Wegen mittels Gleiswendel erreicht wird. Als die Planung praktisch fertig war, hängte ich eine Paradestrecke noch an der Vorderkante dran. Das verlängerte die sichtbare Strecke und half die eine Steigung zu entschärfen. Geografisch gesehen wäre so eine Streckenführung undenkbar, aber Kompromisse müssen sein. Jetzt kann man die Züge aus nächster Nähe unbehindert beobachten, wie sie eine Strecke von ca. 3m fahren. Oben im Bahnhof ist die Strecke vom Tunnel links bis in den Tunnel rechts bestimmt 4,50m lang, aber eben durch den Bahnhof. Das Ganze besteht praktisch aus vier Teilstücken - links 1m x 1m, rechts 1m x 1,30m und dazwischen oben 2,20m x 1m und unten 2,20m x 0,90m. Somit ist die Anlage 4,20m lang und bis zu 1,30m tief. 

Diese Anlage sollte erstmals digital gesteuert werden. Ich will nicht, dass alles automatisch abläuft, aber ein paar Annehmlichkeiten wollte ich schon; ganze Fahrstraßen schalten können, Belegtmeldung im Schattenbahnhof. Vielleicht auch, dass Züge zumindest in einer Richtung automatisch kreiseln, dann kann ich rangieren, ohne dass alles andere steht. Aus der Firma bekam ich einen 486er Rechner geschenkt, investiert wurde in Railroad & Co.. In diesem Jahr konnte ich aus der Firma einen Pentium 2 Rechner und 17 Zoll Monitor ergattern - kostenlos, sonst wäre es nichts erwähnenswertes - damit bin ich technisch gut versorgt. Ein Intellibox sorgt dafür, dass ich DCC und Selectrix Lokdecoder verwenden kann. Weichen werden mit Lenz und Littfinski Decoder geschaltet. Es wird nicht mit Digital-Strom geschaltet, die Decoder haben getrennte Eingänge für Digital-Strom und Schalt-Strom. Dumm ist nur: Das, was hinten rauskommt ist nicht soviel, wie vorne vom AC-Trafo reingeht! Die Peco Weichenantriebe benötigen richtig Power - mein Trafo hat genug Kraft um, direkt angeschlossen, zwei Peco Weichenantriebe gleichzeitig zu schalten. Einer dieser Weichenantriebe ist schon für die Littfinski Decoder manchmal zu viel - die ICs brennen durch. Lenz Decoder schaffen einen Antrieb, aber leider nicht zwei gleichzeitig. Inzwischen gibt es Peco Antriebe die weniger Strom brauchen - das geht besser.

Im sichtbaren Bereich habe ich Peco Code 55 Gleise und Weichen verlegt. Von "Birkental II" hatte ich noch einige Peco Code 80 Weichen mit Elektrofrog und diese wurden auch mitverwendet. Mit glänzenden Schienen sind Code 55 und 80 gut zu unterscheiden, aber "rostig" fällt der Unterschied kaum auf. Vielleicht hätte ich Code 55 gar nicht kaufen brauchen? Wegen Platzmangel (wie immer) konnte ich meine Ideen aber nicht ganz umsetzen. Um ein schönes BW doch möglich zu machen, griff ich auf Arnold Weichen zurück; sie sind extrem platzsparend und ich hatte ja Vorrat. Alle Schienen im sichtbaren Bereich wurden "rostig" bemalt; nach kurzer Zeit hatte ich die Nase voll und habe die Schienen nur auf der Seite, die zum Betrachter hingewandt ist, bemalt. Auch sind sie mir im Nachhinein zu rot, ich würde "nächstes Mal" die Farbe selber mischen, und zwar mehr in Richtung grau-braun. Im Untergrund verwendete ich Arnold Weichen und die preiswerten Roco Flexgleise.

   

 

11.2002/09.2003