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Meine neue Fleischmann V 200 sollte einen Decoder bekommen aber irgendwas war mit der Schnittstelle nicht in Ordnung. Ich lötete sie also aus und baute den Decoder auf alter Weise ein (mit Gestrüpp). Mir fiel auf, dass Platz genug auf der gegenüberliegenden Lokseite war - da kam der Decoder hin. Somit blieb eine große Aussparung wo Fleischmann den Decoder vorgesehen hatte.


Decoder auf der "falschen" Seite

Hier könnte man etwas zusätzliches Gewicht  einbauen, dachte ich. Mit "Fimo" Reste machte ich eine Form. Erst pinselte ich die Aussparung mit Graphit ein und drückte dann die weiche Fimo herein. Das Stück Fimo ließ sich dank Graphit relativ leicht herausholen. Hier musste ich vorsichtig sein, das Stück nicht zu verbiegen oder platt zu drücken. Fimo kann man im Ofen hart backen, das hatte ich zuerst vor. Da fiel mir dann ein, wenn es weich ist werde ich es leichter aus der Negativ-Form bekommen. Also ließ ich es so, da könnte man dann auch einfache Knetmasse nehmen. Gips, womit man sonst (Modell-) Mauern und ähnliches gießt, wurde in ein kleines Gefäß gegossen, zirka 3mm tief. Als es etwas fester wurde konnte ich die Positiv-Form, wieder mit Graphit bestaubt, drauflegen und Gips bis zur Oberkante von der Form eingießen.  


Knetmasse in Gips - so primitiv sieht das aus!

Am nächsten Tag war das Gips hart und ich angelte das Fimo heraus. Wenn die Positiv-Form dabei zerstört wird macht das nichts, hauptsache die (Negativ-)Gipsform bleibt heil. Ich hatte eine große Platte Blei gefunden wo Monate vorher ein altes Haus abgerissen wurde - ideal. Walzblei vom Dachdecker soll auch gut sein. Blei schmilzt bei relativ niedrigem Temperatur, so dass man nur eine altes Topf und das Küchenherd braucht. Das Gips muss absolut durchgetrocknet sein, ist Feuchtigkeit vorhanden verdampft es augenblicklich bei Kontakt mit dem flüssigen Blei und Tropfen Blei werden in alle Richtungen geschleudert (Schüler-Erfahrung!). Schutzbrille tragen. Die Gipsform wurde aufgebrochen und mein Stück Blei musste noch ein wenig zurecht gefeilt werden, es sitzt fest und musste nicht mal geklebt werden. 


Gewicht draußen; 
Gewicht drinnen

Auf der Unterseite von der Lok ist eine Aussparung, hier auch ein zusätzliches Gewicht anzufertigen und einzubauen war kein Problem.

Eine Minitrix E 151, die ich äußerst günstig bekam, gefiel mir so gut (optisch) dass ich beschloss, sie zu behalten (obwohl meine Anlage keine Oberleitung hat!). Diese war eine EMS-Lok. Ich habe alle Elektronik-Teile entfernt, wobei 4 große Aussparungen frei werden. In eine Lücke baute ich einen Decoder (Beschreibung), und drei Lücken konnten mit Blei gefüllt werden. 
Diese Lok ist jetzt noch zugkräftiger, das ist zwar toll, aber sie hört sich nachwievor wie ein Diesel an!

 

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09.2004