- Rolf Engelhardt - Marburg (die ersten 30 Lebensjahre), nun Kassel -

Ich habe gedient, selbstverständlich, 18 Monate, und auch gelebt und gelacht und gefeiert, trotz anfänglichem Tagessold von 3,00 DM.

Ich denke gerne an diese Zeit zurück. Und ich bin froh, diese Kameraden getroffen zu haben, mit denen ich mich auch heute noch herzlich und ehrlich verbunden fühle, wie zuletzt bei den Treffen in Miltenberg, Klingenberg, Alsfeld und Marburg.

01.07.1968 - 30.09.1968:
7. TSLw2 (Ausbildungsstaffel Lagerlechfeld)

01.10.1968 - 31.10.1968:
6. TSLw2 (Schülerstaffel Lagerlechfeld)
(412L und Conny-Radar)

01.11.1968 - 31.12.1969:
7. und 3./FmRgt32 (Lauda/Baden)
(Scandalice - Rooter - Batman -  etc.)

Bericht 2011

Die “Silver Stallion” brachten uns im 42. Jahr nach unserer Bundeswehrentlassung wieder zusammen. Und wieder war es ein sehr harmonisches Treffen. Die Kameraden HF und RE begannen schon einen Tag früher in Kassel (mit gemeindschaftlichem Kneipenbesuch im Hänsel&Gretel) und reisten am Samstag dann gemeinsam nach Kirchhain, wo sie nach mobiltelefonischem Kontakt mit HH am nördlichen Stadttor empfangen und zur Wochenendunterkunft, der Sonne, geleitet wurden. Kamerad WF war am Samstag noch voll mit tennissportlichen Aufgaben in Immenhausen befasst und reiste erst zum sonntäglichen Frühstück an.

Der Samstagabend in Rauschenberg (wir fuhren bereits um 16.30 Uhr zum Festgelände, erlebten den Soundcheck, hatten zwischenzeitlich eine Audienz bei der 92jährigen “Außenministerin” von Rauschenberg, Elisabeth Hamel, probierten am Festgelände auch schon mal das für den Abend vorgesehene Bier, befanden es in Ordnung und blieben dabei) war ein gelungener. Auch HZ alias Ramses gefiel die Musik, ja, durchaus schon mal, aber nicht allszus, meinte er. Begeistert aber waren wir alle von den Line-Dancern, die in überwiegender Gleichheit ihre Tanzfiguren auf den Boden zauberten. Späte Versuche des Kameraden RE, auch nur "im Ansatz" ähnliche Tanzfiguren zu präsentieren, mussten schiefgehen. Aber dass ihm niemand aufs Maul gehauen hat, spricht einfach für die friedliche Atmosphäre.

Am Sonntag gesellte sich WF zu uns. Und nach dem nun stattgefundenen Fünferfrühstück marschier- (nein, spazier-) ten wir auf die Amöneburg und erfreuten uns unterwegs hin und wieder an den am Wegesrand reichlich zur Verfügung stehenden Pflaumen. Das Mittagessen im Hotel Greib-Weber, einem fast 250 Jahre alten Fachwerkhaus, war köstlich. Der Rückweg nach Kirchhain endete jäh an einem Kirchlein wegen drohendem Unwetter. Aber die Gattin des Kleinseelheimer Kameraden erlöste uns aus der Not, kam und chauffierte uns just zur Kaffezeit ins Cafe Noll. Wir taten dort, wie es sich gehört (okay, einer fraß zwei Schwarzwälder) und schauten anschließend mal beim “Stern” vorbei. Die Kneipe war auf und “Stern’s Anni” anwesend, der Stammtischaschenbecher wurde auf den Tisch gestellt, und das in 04er Gläsern präsentierte Licher-Bier (alternativ auch Weizen aus dem Bairischen) mundete und ließ uns dann auch eine Zeit lang den Abendessenhunger vergessen.

Doch mussten wir letztlich doch dem Kohldampf Tribut zollen und waren dankbar, dass uns ein "Italiener" (auch dessen Tochter Nadja verdankte HH ihre Bildung, wie so viele, die wir in Kirchhain kennenlernen konnten) Einlass gewährte und nach dem Essen und Biertrinken noch einen Ramazotti ausgab. Aber bereits so gegen Mitternacht waren wir bettfertig. Nach dem folgenden Frühstück, mehr oder weniger reichhaltig eingenommen, besahen wir uns nochmal und nahmen Abschied.