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Was sind Emissionen ?

Allgemein bedeutet Emission soviel wie Abstrahlung, Energieausstrahlung (Physik), Ausgabe von (z.B. Wertpapieren ... in der Wirtschaft).

In Chemie und Ökologie ist mit Emission der Austoß von Gasen(Autoabgasen...) und anderen meist umweltschädlichen Stoffen (Staub, Ruß) oder Strahlungen (UV-Strahlen, Wärmeabstrahlung) gemeint.
 
 

Welche Emissionen gelangen in die Atmosphäre ?

Neben Stäuben, Wärmestrahlung und Radioaktivität wird die Luft vor allen Dingen mit Gasen und Dämpfen belastet.

Zu diesen luftverschmutzenden Schadstoffen gehören u.a. die folgenden Gase:

Kohlenstoffdioxid CO2

Kohlenstoffmonoxid CO

Stickoxide NOx (Lachgas, Stickstoffdioxid...)

Schwefeloxide SO2,SO3 und Schwefelwasserstoff H2S

Ammoniak NH3

Kohlenwasserstoffe CHx (Methan, Propan, Butan...)

Fluorchlorkohlenwasserstoffe FCKW

Halogene F2, Cl2

Ozon O3
 
 

Der Treibhauseffekt

Eine Reihe von Gasen sind am sogenannten Treibhauseffekt beteiligt. An erster Stelle steht hier das Kohlenstoffdioxid CO2, das bei allen Verbrennungsvorgängen entsteht. Die emittierten Gase bleiben in der Atmosphäre gefangen und sorgen wie in einem Treibhaus für die Erwärmung der Luft. Eine langfristige Emission von Treibhausgasen durch eine wachsende Bevölkerung bei anhaltender Zunahme von Verbrennungen muss zu Veränderung im Klima führen, mit Zunahme von Überschwemmungen, Dürrekatastrophen und Wirbelstürmen.
 
 

Quelle: Statistisches Bundesamt
 
 

Die Entstehung des SMOG

SMOG kommt aus dem Englischen und bedeutet smoke (Rauch) und fog (Nebel).
Durch Industrie- oder Kraftfahrzeugabgase bedingte Luftverunreinigung in Ballungsgebieten,
die bevorzugt an windstillen Tagen bei Inversionswetterlagen (Temperaturumkehr: oben warm -
am Boden kalt) auftritt, die einen Luftaustausch zwischen erdbodennahen und oberen
Luftschichten verhindert. Der Smog hat gesundheitliche Auswirkungen auf die Bevölkerung,
die bis zum Tod führen können.  Es gab 1952 in London mehrere Hundert Smog-Tote
innerhalb von 14 Tagen.
 

1.  Normale Wetterlage am Tag

 Der Boden erwärmt sich, oberhalb in der Atmosphäre bleibt es kalt.
 Somit bildet sich ein warmer Luftstrom nach oben  und der Rauch kann abziehen.

2.  Normale Wetterlage bei Nacht

 Der Boden kühlt sich ab, die Atmosphäre ist noch kälter, 
 es bildet sich wieder ein nach oben führender Luftstrom  der den Rauch abführt.

3. Inversion

 Bei Inversion kehren sich die Temperaturverhältnisse um.
 Am Boden ist es kalt und in der Höhe warm. 
 Nun gibt es keinen nach oben führenden Luftstrom,  es bildet sich eine riesige Dunstglocke, der      Rauch kann nicht mehr abziehen.

4.  SMOG

 Die Sonnenstrahlen können nun die Dunstglocke nicht mehr durchdringen.
 Es bleibt am Boden kalt und es herrscht SMOG.
 


Man unterscheidet Wintersmog  (London, Peking, Böhmen) und Sommersmog (Los Angeles, Stuttgart). Der Sommersmog wird auch als photochemischer Smog bezeichnet, dabei entsteht durch eine photochemische Reaktion mit Hilfe der Autoabgase (Stickoxid NOx ) aus normalem Sauerstoff O2 das dreiatomige  Sauerstoffmolekül Ozon O3.

Maßnahmen gegen den Smog
bestehen häufig in einer Reduzierung des KfZ-Verkehrs, Tempolimits, auch in der
Einführung von Abgasfilteranlagen und Katalysatoren in Industrie und Verkehr.