Der Baumfalke bevorzugt Wiesen, Moore, Gewässerverlandungszonen und brütet auf Bäumen der Waldränder und Heckengehölze. Mit Ausnahme von Nordskandinavien, Sibirien und Island ist er in ganz Europa sowie im nahen Osten insbesondere zur Brutzeit anzutreffen. Bei uns erscheint er im Mai und bleibt bis ca. September. Dann fliegt er zum überwintern nach Ost- oder Südafrika. Er ist etwas schlanker als der gleich grosse Sperber. Er erinnert in seiner Färbung stark an den Wanderfalken. Der Schwanz ist kürzer als beim Turmfalken, die sichelförmigen Flügel sind allerdings viel länger. Die Oberseite ist dunkelbraun bis bläulich, der Kopf mit dunklem Bartstreif, der sich scharf von den weißen Wangen und der hellen Kehle abhebt. Die Unterseite ist hell mit kräftigen schwarzen Längsstreifen. Auffällig sind auch seine schön orangerot gefärbten Hosen. Er wird manchmal auch als Lerchenfalke oder Weissbäckchen, Lerchenstößer, Hecht-, Schmerl-, Stoßfalke bezeichnet.
Länge 32-38cm. Er ist ein ausgezeichneter Flieger, der seine Beute auch im Flug fangen kann. Der Baumfalke jagt kleine Vögel und Insekten, aber auch Mauersegler und Schwalben. Während die Insekte im Flug verzehrt werden, rupft er die Vögel auf hoher Warte, nachdem sie in der Luft mit einem Genickbiß getötet wurden.
Als Nistplatz sind alte Krähennester beliebt. Er braucht ein grosses Revier und verträgt keine Artgenossen in der Nachbarschaft.