Turmfalke
Falco tinnunculus
 

Die Oberseite des Männchen ist rotbraun und schwach gefleckt. Der Oberkopf, Hinterrücken und Schwanz ist grau. Die Weibchen sind oben völlig braun und stark dunkel gefleckt sowie quergefleckt und gebändert. Der braune Schwanz ist mit mehreren dunklen Bändern durchzogen. Größe ca. 31-38 cm. Die Spannweite beträgt ca. 75cm.

Den Turmfalken findet man sowohl auf dem Land als auch in der Stadt. Als Kulturfolger brütet er auch inmitten unserer Großstädte. Er ist in der Brutplatzwahl sehr flexibel; Gebäudenischen und größere Mauerlöcher bilden willkommenen Ersatz für Felsspalten. Beliebte Nistplätze sind auch Hochhäuser, Kirchtürme, Fabrikgebäude.Im übrigen brüten sie in Steinbrüchen und Felswänden und besetzen auch mal Nester anderer Vogelarten, wie verlassene Elster- oder Krähennnester. Ihre Hauptnahrung, die Feldmäuse, holen sie sich aus dem Umland; in der Stadt gehören auch Sperlinge und andere Kleinvögel zu seiner Beute.

Der Turmfalke schwebt wie ein Wachposten in der Luft. Er schlägt dabei mit den Flügeln. Visiert eine Beute an, läßt sich auch stufenweis tiefer sinken und schiesst auf einmal pfeilschnell mit angelegten Flügeln auf die Erde hinab, um eine Maus zu erfassen und ins Nest zu schleppen. Der Turmfalke greift auch wie anderen Falkenarten keine Vögel im Flug an, sondern sucht seine Beute auf dem Boden.

Die Brutzeit beginnt im Mai/Juni und besteht aus 4-5 Eiern und dauert ca 28-30 Tage. Während der Brut füttert das Mannchen das allein brütende Weibchen. Die Jungen verlassen nach ca. 30 Tagen das Nest, werden aber noch ein paar Wochen von den Elterntieren mit Futter versorgt.

Der Turmfalke ist nicht so scheu wie viele andere Greifvögel. In meiner Wohngegend findet man ihn sehr oft auf Bäumen, direkt neben einer vielbefahrenen Bundesstrasse.
Fotos: H.Como    Zur Unterart : Falco tinnunculus rupicolus

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