Verbreitung: fast auf der ganzen Welt
Habitat: verschieden, oft in Bergen und an steilen Felsküsten
Länge: 38-51 cm
Der Wanderfalke gehört zu den am weitesten verbreiteten Vogelarten der Erde. Man findet ihn in Europa, in Nord- und Südamerika, in fast ganz Asien sowie in vielen Teilen Afrikas und Australiens. Die insgesamt 19 Unterarten des Wanderfalken variieren sehr stark in der Färbung. Die Flügel laufen spitz zu, der Schwanz ist kurz und schmal. In Geschwindigkeit und Zielsicherheit seines Fluges ist der Wanderfalke kaum zu übertreffen. Seine Hauptbeute sind Vögel. Er erbeutet sie mit einem eindrucksvollen, schnellen Stoß und tötet sie entweder sofort mit den Krallen oder bringt sie vorher auf den Boden. Teilweise streift er seine Beute auch um sie aus der Flugbahn zu werfen und anschließend mit seinen kräftigen Fängen in der Luft zu binden. Er erreichte bei seinen Sturzflügen Geschwindigkeiten von 280 - 340 Stundenkilomter. Teilweise wird sogar angenommen, daß er noch eine weit größere Geschwindigkeit ereichen kann. Allerdings gibt es nach meinem Kenntnisstand bisher keine exakte wissenschftliche Messungen hierüber. Als Vergleich hierzu, ein Fallschirmspringer ereicht, abhängig von der Ausrüstung, Größe und Gewicht und Absprughöhe eine Geschwindigkeit von ca 200-220 Std./Kmca. Der Wanderfalke verfolgt Vögel auch in der Luft, wobei er auch mühelos seine Richtung ändern kann.Diese Flugfertigkeit hat ihn zu einem begehrten Beizvogel gemacht. Auch seine Balzflüge zu Beginn der Brutzeit sind sehr eindrucksvoll. Die Brutzeit ist in unseren Bereichen in der Zeit von März bis Mai. Das Gelege besteht aus 2-6 Eier und wird oft auf einem Felsvorsprung, auf dem Boden oder sogar auf dem Dach eines Gebäudes in der Stadt angelegt. Das Weibchen brütet die meiste Zeit. Das Männchen schafft unterdessen Nahrung heran. Wenn die Jungen 2 Wochen alt sind, läßt das Weibchen sie alleine und hilft dem Männchen bei der Nahrungssuche. Nach ca. 40 Tagen sind die Jungen flügge. Der Name Wanderfalke trift eigentlich nur auf die in nordischen Regionen heimischen Vögel zu. Diese wandern im Herbst von ihren Brutgebieten in tropische Winterquartiere und legen dabei manchmal mehrere 1000 Kilometer zurück. Die Unterart Falco peregrinus calidus zieht hierbei von der Arktis bis nach Südafrika. Ein Wanderfalke aus dem nordwesten Kanadas flog ca 15.000 Km bis nach Argentinien.
Der Wanderfalkenbestand ist in Deutschland wieder sehr gewachsen. Zu verdanken ist dieser Erfolg teilweise einem speziellen Artenhilfsprogramm von veschiedenen Verbänden. wie dem LBV, der Aktion Wanderfalke und Uhuschutz sowie der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz (AWG). Der Bestand soll im Jahr 2000 auf 660 Brutpaare in Deutschland angewachsen sein.. In den 60er Jahren drohte diese Greifvogelart in Mitteleuropa auszusterben. Auch in Schottland soll ihre Zahl wieder zugenommen haben, nachdem der Falke dort ebenfalls Ende der 60er Jahre als Brutvogel fast ausgestorben war.
Der Weißwangige Wanderfalke (Falco peregrinus
leucogenys) bevorzugt die asiatische Tundra
und nistet vorwiegend auf dem Boden.
Zum Black Shaheen (Falco peregrinus
peregrinator)
Zu den Unterartenverzeichnis des Wanderfalken
Foto des Wanderfalkenterzels von Ingo Silkenath.