Unsere Burg
Wir Messdiener von St. Laurentius verfügen über kleine, aber
eigene Räumlichkeiten. Nicht ohne Stolz dürfen wir sagen,
dass sich unser Gruppenraum in dem wohl ältesten Gebäude Odenkirchens befindet. Der Burgturm
ist das Überbleibsel einer kompletten Burganlage aus dem
Mittelalter. Er bietet uns im Erdgeschoss einen Raum von ca. 30 qm. Er
dient hauptsächlich als Versammlungsort für unsere
Leiterrunden, als abendlicher Treff für Gesellschaftsspiele und
Ähnlichem und natürlich für Feten. Gruppenstunden werden
nur mit den älteren hier abgehalten, da der Raum für
Kinderspiele zu klein ist.Falls es sein Terminplan zulässt, ist auch Pfarrer Nienkerke ein gern gesehener Gast, der sich freut mit uns einen gemütlichen Abend zu verbringen. Und auch die Weihbischöfe Karl Reger & Karl Borsch haben uns schon einen Besuch abgestattet.
Etwas zur Geschichte: Die einstige aus Holz und später aus Steinen errichtete Wasserburg, deren Bauzeit nicht eindeutig deffinierbar ist, wurde bei einem Brand am 24. Mai 1701 völlig zerstört. Aus Geldmangel ließen sich nur die Wirtschaftsgebäude wieder aufbauen. Damals war die Burg im Besitz der Familie von Merode. Diese entschloss sich 1734 zur Errichtung eines Torgebäudes (dem heutigen Burgturm). Noch heute kann man die geschmiedeten Jahreszahlen auf dem Burgturm bewundern. Der Unterbau des Torgebäudes wurde aus Liedberger Sandstein errichtet. Das Gebäude war früher unterkellert. Bei dem Wiederaufbau 1951 (Der Turm wurde beim Luftangriff am 31.08.1943 zerstört) kamen die Ansätze des Kellergewölbes zutage. Legenden sagen, dass es einen unterirdischen Tunnel vom Burgturm zur Laurentiuskirche geben würde !?! Im Mauerwerk über dem Torbogen sind noch heute die eisernen Rollen sichtbar, über die früher die Ketten der Zugbrücke liefen. Die noch vorhandenen Schießscharten sind die einzigen Erinnerungen an die frühere Wehrhaftigkeit der Burganlage. Heute dient uns einer davon als Briefkasten.
Seit 1920 ist der Burgturm im Besitz der Kirche. Die oberen Räume wurden Anfang der 80er Jahre an den Heimatverein verpachtet. Die unteren Räume dienten bis heute diversen Jugendgruppen als Aufenthaltsmöglichkeit. Schon Pfarrer Franz Rixen sagte im Laurentiusboten Nr. 27:" Das Torgebäude enthält für die Zwecke der Jugendpflege im Erdgeschoß zwei Gruppenzimmer und einen größeren Raum im Obergeschoß. Es soll ein Symbol sein für den ungebrochenen Mut und die Zuversicht, mit der unsere Generation, auch die Jugend, die schweren Aufgaben der Gegenwart anfasst."
Etwa seit Mitte der 80er Jahre durften wir Messdiener zunächst einen der unteren Räume unser Eigen nennen. In liebevoller Eigenarbeit machten wir aus der Rumpelkammer einen gemütlichen Gruppenraum. Anfangs dienten alte Matratzen als Sitzgelegenheit. Später wurden diese dann gegen gebrauchte Sofagarnituren getauscht. Unsere Raumnachbarn, die KSJ, löste sich 1994 auf und wir konnten auch den zweiten Raum für uns gewinnen. Wiederum in akribischer Eigenarbeit nahmen wir einen Umbau vor. Wir haben die beiden Zimmer mit einem Türdurchbruch verbunden und die Wände komplett mit Holz vertäfelt. Mit einem großen Fest haben wir den neuen, vergrößerten Raum am 15.09.1995 eingeweiht.

