Troja

Dieser Stadt hat der im heutigen Izmir geborene Homer mit seiner Ilias ein zeitloses Denkmal gesetzt, und die Mythologie des klassischen Altertums berichtet uns von König Priamos, der schönen Helena und von der List des Menelaos, der die unbezwingbare Stadt an der Ägäis nur mit Hilfe eines hölzernen Pferdes erobern konnte.

Heinrich Schliemann betrieb seine Ausgrabungen von 1870 an. Er fand Mauerreste und einen Goldschatz - und verkündete die Entdeckung Trojas. Bis heute wurden Reste aus neun Siedlungsschichten freigelegt, die ältesten stammen aus der Zeit um 3000 v. Chr.

Der 5. Tag beginnt mit der Besichtigung von Pergamom. Die hellinistische Handelsstadt gehört zu den meistbesuchten antiken Stätten der Türkei. Im 3. Jh. v. Chr. wurde die Stadt zu einem Zentrum der hellenistischen Welt. Der originale Zeussaltar befindet sich im Berliner Pergamommuseum. Das Theater ist noch gut erhalten.

Das uralte Ephesus wurde in griechischer Zeit zum Artemis-Heiligtum. Es war 27 v. Chr. die Hauptstadt einer römischen Provinz und unter Kaiser Augustus das bedeutenste Handelszentrum Kleinasiens. Bis zu 250 000 Menschen sollen hier gelebt haben.

Ephesus wurde nicht zuletzt dank des Apostels Paulus ein bekannter Wallfahrtsort. Heute strömen Pilger zum sogenannten Wohnhaus der Mutter Gottes, die mit Johannes nach Ephesus gekommen war und hier gestorben sein soll.

Der 6. Tag beginnt mit der Besichtigung Aphrodisias. Dieser Ort war im Altertum für seinen Fruchtbarkeitskult und seine berühmten Schulen für Bildhauer, Ärzte und Philosophen bekannt.
Kaiser Augustus sagte nach einem Besuch der Stadt: 'Aphrodisias habe ich von allen Städten Asiens als meine eigene erwählt.'
Drei Jahrhunderte blühte die Stadt unter dem Frieden Roms. Aphrodisias ist inmitten seiner Schönheit gestorben. Erdbeben und Völkerwanderung hatten seine Lebenskraft geschwächt. Die Invasion der Seldschuken und anderer Turkvölker beschleunigten den Verfall, bis es sang- und klanglos von der Bildfläche verschwand.

Einer der meistbesuchtesten Naturwunder der Türkei ist Pamukkale. Schon von weither strahlen die schneeweißen Kalksinterterrassen. Pamukkale heißt soviel wie: Baumwollschloss. Es hat Jahrtausende gedauert, bis das herabfließende Wasser aus kalkhaltigen Quellen diese Terrassen entstehen ließ.
Am letzten Tag geht die Fahrt weiter durch das Taurusgebirge. Dort leben vereinzelt noch Nomaden in ihren karg ausgestatteten Zelten. Der Rückflug geht von Antalya aus. Dadurch bleibt uns der lange Weg einer 'Rundreise' zurück nach Istanbul erspart.