DataBox

Hagenuk.jpg (26569 Byte)

T – Online PPP Zugang unter Linux 2.0  (Speed Dragon & Speed Viper)


Voraussetzungen

Um PPP verwenden zu können, müssen unter LINUX die entsprechenden Netzwerkfunktionen installiert sein. Hier sei ausdrücklich auf die entsprechenden man und HOWTO Dateien verwiesen. Hier sind lediglich in Kürze die erforderlichen Schritte dargestellt.


Zusammenfassung der Einstellungen

Diese Einstellungen sind außer für LINUX auch für DOS, WINDOWS, WINDOWS NT und OS/2 gültig.

Titel

Eintrag

.
T-Online Einwahlnummer 0191011  
Server TCP/IP mit Softwarekomprimierung  
IP Adressierung Nur dynamisch  
Anwendername s.u.  
Passwort ******** T-Online Kennwort
DNS 194.25.2.129 Dynamisch
SMTP mailto.btx.dtag.de  
POP pop.btx.dtag.de Anmeldung mit eMail Adresse ohne @t-online.de und "." als Passwort.
NEWS news.btx.dtag.de  
T-Online Proxies www-proxy.btx.dtag.de 80
  ftp-proxy.btx.dtag.de 80
(Die Verwendung der Proxies sei unbedingt empfohlen) wais-proxy.btx.dtag.de 80
  gopher-proxy.btx.dtag.de 80
  sec-proxy.btx.dtag.de 80
  Socks: 1080
Kein Proxy t-online.de  
Anwendername:

UUUUUUUUUUUUTTTTTTTTTTTT#MMMM

  U = T-Online Anschlußkennung.
  T = Die eigene Anschlußnummer incl. Vorwahl.
  # = Trennung, wenn T weniger als 12 Zeichen lang ist.
  M = Mitbenutzernummer, i.A. 0000 oder 0001

Alle oben genannten Einstellungen sind wie gesagt allgemein gültig. Damit kann auch unter Windows und Windows NT ein T-Online PPP Zugang erreicht werden. Eine hervorragende Adresse ist http://home.t-online.de/home/Albert.Rommel. Hier findet sich alles, was das "Herz höher schlagen" lässt.

Hier seien speziell die Zugänge zu T-Online unter LINUX dargestellt.


LINUX (und UNIX) Skripte


Das Standard LINUX Verzeichnis, wo die Skripte zu finden sind lautet /etc/ppp

'chat.T' - CHAT Steuerung. Keine Kommentare eintragen !

TIMEOUT 30
'' ATZ
OK AT&FB8X0            
OK &E1 [MSN] 
OK ATD0191011
CONNECT ''
 

[MSN]: Die eigene Telefonnummer, Beispiel: OK &E1 12345678
B8: Die Hagenuk DataBox wandelt speziell für PPP den für den analogen Zugang verwendeten asynchronen Modus in den synchronen ISDN Modus um.
X0: CONNECT Ausgabe auf eine einfache CONNECT Meldung umgeschalten, damit CHAT richtig reagieren kann.

Die chat.T Datei sieht etwas anders aus, als der Literatur angegeben. Grund ist das Verhalten der DataBox, die sich leicht unterschiedlich zum Hayes - Standard für Modems verhält. Mit dem normalen Skript aus der Literatur funktionierte es jedenfalls nicht.

Einträge in der 'options' Datei

# /etc/ppp/options
# Christoph Petermann 11.4.1998
asyncmap 0
crtscts
lock
debug
noipdefault
modem
defaultroute
lcp-echo-interval 30
lcp-echo-failure 4
netmask 255.255.255.0
ipcp-accept-remote
ipcp-accept-local
 

'pap-secrets', die Passwortdatei !

 
# 'Anwendernummer s.o.' IP 'Passwort'
# Die Hochkommata sind WICHTIG !!!
'UUUUUUUUUUUUTTTTTTTTTT#MMMM' * 'xyxyxyx' *
 

Nameserver eintragen

In der Datei /etc/resolv.conf muss noch der Nameserver eingetragen werden. Das gilt für RedHat LINUX. Bei anderen Distributionen wird dies in die Datei /etc/rc.config eingetragen.

#  /etc/resolv.conf
# Der T-Online DNS Server
nameserver 194.25.2.129

Hier folgen jetzt die eigentlichen Einwahl- und Abwahlskripte "T.on" und "T.off".

T.on, Anwaehlen !

#!/bin/sh
# /etc/ppp/T.on
#
# script         cpe 12.04.1998
# erweitert      cpe 06.10.1998 'deluxe' Version 
#
#
# Christoph Petermann, D24229 Schwedeneck

# Aufbau der USER Nummer
#
#     +--------------------------   Benutzer Nummer
#     |           +--------------   Telefon Nummer
#     |           |          +---   Separator #
#     |           |          |+--   Mitbenutzer Nummer
USER='UUUUUUUUUUUUTTTTTTTTTTT#0001'

# password in /etc/ppp/pap-secrets !

echo -ne "USER "$USER"\n"
echo -ne "\n"

localip=0.0.0.0
remoteip=0.0.0.0
device=/dev/cua0                    # entspricht COM1 bei DOS
PPPDIR=/etc/ppp                     # allgemein der Ort der ppp Skripte
pppflags="debug 115200 user $USER"  # alle anderen flags sind in /etc/ppp/options

# starte

/usr/sbin/pppd lock \
  connect "/usr/sbin/chat -v -r /etc/ppp/chat.T.rprt -f /etc/ppp/chat.T" \
  $device $pppflags $localip:$remoteip &

i=0
while [ $i -lt 30 ]; do                # teste ppp fuer 30 sec
   if [ -r /var/run/ppp0.pid ] ; then  # Verbindung, wenn die Datei existiert
      echo -ne "ppp: verbunden !\n"
      break                            # Ja ? Verlasse durch die Hintertuer
   else
      echo -ne "."                     # Zeige alle Sekunden einen Punkt
      i=$[i+1]                         # increment Zaehler
      sleep 1                          # gib mir eine Sekunde Ruhe
   fi
done
echo -ne "\n"

if [ -r /var/run/ppp0.pid ] ; then 

   echo -ne "ppp: KANN LOSGEHEN !\n\a"           # Info mit Piep (\a)

# --- optional fuer Luxusversion ------------

   date '+%d.%m.%y %X' > $PPPDIR/uptime.ppp.tmp  # Datum und Zeit wird gespeichert
   date '+%s' > $PPPDIR/startsec.ppp.tmp         # einen Sekundenwert speichern
   exec wish "$PPPDIR/./tpppup";                 # Tcl/Tk Datei starten und ruft ./T.off auf !
                                                 # Nur bei X-Windows oder KDE
# --- Ende ----------------------------------

else
   echo -ne "ppp: KEINE VERBINDUNG !\n"
fi

T.off, die Abwahl

#!/bin/sh
# /etc/ppp/T.off
#
# CPE 14.4.1998
# CPE 06.10.1998 Neue 'deluxe' Version
#
# Christoph Petermann, D24229 Schwedeneck

INTERFACE=ppp0
PPPDIR=/etc/ppp                                 # ppp Verzeichnis lokal definieren

if [ -r /var/run/$INTERFACE.pid ]; then         # wenn es existiert
   t1=$(cat /var/run/$INTERFACE.pid)            # speichere den INHALT zwischen
   kill $t1                                     # der Inhalt ist die Prozess ID, KILL !!
   sleep 1                                      # warte 1 sec     
                     
   if [ ! "$?" = "0" ]; then                    # was ? immer noch da ?
      echo -ne "loesche $INTERFACE pid Datei ...\n" # loesche die Datei
      rm -f /var/run/$INTERFACE.pid
      exit 1;
   else
      echo -ne "ppp Verbindung beendet !\n"     # Abgesang
#      exit 0                                   # verlassen
   fi
# ----- Diese Abteilung ist optional und macht so einiges 'deluxe'

                                                # Logdatei aktualisieren
   lt1=$(cat $PPPDIR/uptime.ppp.tmp)            # Startwert in Variable
   ldx1=$(cat $PPPDIR/startsec.ppp.tmp)         # Sekundenstartwert laden
   ldx2=$(date '+%s')                           # Sekundenstoppzeit messen
   lt2=$(date '+%X')                            # Stopzeit ermitteln
   ldt=$[$ldx2-$ldx1]                           # Einwahldauer berechnen in Sekunden
   lgeld=$[(($ldx2-$ldx1)/60+1)*5]              # T-Online Gebuehren bei 5 Pf / min
   ldm=$[$lgeld/100]                            # in Mark
   lpf=$[$lgeld-($ldm*100)]                     # und Pfennig

   if [ -r $PPPDIR/ppp.log~ ]; then             # wenn es sie gibt, muss sie weg
      rm -f $PPPDIR/ppp.log~
   fi
   mv $PPPDIR/ppp.log $PPPDIR/ppp.log~

                                                # schreibe alle Info nach vorne
   echo $lt1 - $lt2 : $ldt sec - $ldm DM $lpf Pf > $PPPDIR/ppp.lg

   cat $PPPDIR/ppp.lg $PPPDIR/ppp.log~ > $PPPDIR/ppp.log
   rm -f $PPPDIR/ppp.lg                         # loesche die temporaere Datei
   rm -f $PPPDIR/uptime.ppp.tmp                 # "

# ---- Ende des optionalen Teils -------------------------------------

else
   echo -ne "Es gibt keine aktive Verbindung zu beenden !\n"
   exit 1
fi

tpppup, das kleine Tcl/Tk Programm

# /etc/ppp/tpppup
#
# Tcl/Tk Programm
# 
# CPE 06.10.1998 
#
# Christoph Petermann, D24229 Schwedeneck

   message .info -text "ppp-Verbindung steht !"
   frame .buttons
   button .buttons.b1 -text "ppp-Verbindung beenden" -command program_end
   
   pack .info .buttons
   pack .buttons.b1 -side left
   proc program_end {} { 
     exec /etc/ppp/./T.off;     # ACHTUNG
     exit
   }   

einfach, aber wirkungsvoll ...

Das sind die notwendigen Einträge, die zumindest bei meiner DataBox zum Erfolg geführt haben.


Arbeiten mit den Skripten

Die Skripte mit chmod a+x [name] ausführbar machen

Wechsle in das Verzeichnis: /etc/ppp

T-Online PPP starten:

./T.on

T-Online PPP beenden:

./T.off

Alternativ kann auch ein ICON auf dem Desktop unter X-Windows, KDE et al. eingerichtet werden. Man erhält allerdings keine Mitteilung, ob die Verbindung steht.
Abhilfe schafft die komfortablere Variante, die im nächsten Abschnitt beschrieben wird.


Komfortable Einwahl (auch unter X-Windows und KDE)

In den Skripten T.on und T.off gibt es je einen markierten Abschnitt, der eine komfortablere Einwahl ermöglicht:


T-Online unter KDE mit kppp

Ich habe lange Versuche gemacht, kppp mit der Hagenuk DataBox an T-Online anzubinden. Leider war die Arbeit bisher nicht von Erfolg gekrönt.


LINUX Distributionen

Es gibt eine Reihe von LINUX Distributionen, die sich im Wesentlichen aber nicht voneinander unterscheiden.
Bei mir selbst ist RedHat LINUX 5.1 (Manhattan) im Einsatz. Ich habe allerdings Rückmeldungen, daß die Skripte auch problemlos mit anderen Distributionen funktionieren.
KDE (K Desktop Environment) hat etwas von X-Windows und Windows 95 ...


LINKS


Das DataBox-Team von Hagenuk bedankt sich für den o.a. Textbeitrag bei dem Kollegen

Christoph Petermann