ã 1999 hagenuk GmbH
Änderungen vorbehalten
Letzte Änderung am 17.11.99
Die DataBox
Die DataBox ist die perfekte Verbindung zwischen dem ISDN, der digitalen Computerwelt und
der analogen Telefonwelt. Einerseits beherrscht sie alle Datenprotokolle, die über das
ISDN zur Verbindung von Computern untereinander genutzt werden. Andererseits ermöglicht
sie als Telefonanlage den Anschluß mehrerer Telefone. Zusätzlich zu den üblichen
Möglichkeiten einer Telefonanlage nutzen Sie über das Display den vollen ISDN-Komfort
mit Informationen über Anrufer, gerufene Nummer und einer Anrufliste.
Das Steuerprogramm (die Firmware) der DataBox wird in einem Flash-Eprom gespeichert.
Dadurch kann es bei Erweiterungen des Leistungsumfangs (neue Datenprotokolle, neue ISDN
Leistungsmerkmale) komfortabel ohne Eingriffe von Ihrem Rechner aus geändert werden.
AT-Modus und CAPI-Modus
Der Anschluß an Ihren Rechner erfolgt über eine serielle Schnittstelle. Die
Kommunikation über diese Schnittstelle kann in zwei verschiedenen Betriebsarten erfolgen:
Im AT-Modus oder im CAPI-Modus. Der CAPI-Modus ist eine spezielle Betriebsart, die auf der
Rechnerseite einen geeigneten Treiber voraussetzt. Solche Treiber sind für Windows-PCs
verfügbar. Sie bieten eine Standardschnittstelle für Applikationsprogramme, denen der
volle ISDN Leistungsumfang (gleichzeitige Kommunikation mit verschiedenen Gegenstellen,
Signalisierung von Verbindungsdaten wie z.B. Gebühreneinheiten) zur Verfügung steht.
Im AT-Modus hingegen verhält sich die DataBox wie ein konventionelles, externes Modem mit
Hayes-Befehlssatz. Auf allen Rechnerplattformen gibt es bereits eine Vielzahl von
Programmen, die mit einem analogen Modem zusammenarbeiten und dieses mit sogenannten
AT-Befehlen steuern. Um diese Programme auch in der digitalen ISDN-Welt verwenden zu
können, findet in der DataBox die erforderliche Umsetzung der analogen in digitale
Kommunikationsprotokolle statt. Die prinzipbedingte Einschränkung des AT-Modus ist, daß
nur eine Verbindung zur Zeit aufgebaut werden kann.
Diese Anleitung
Diese Anleitung beschreibt den Betrieb der DataBox im AT-Modus an einem beliebigen
Rechner. Nach einem Kapitel zur Inbetriebnahme der DataBox findet sich im Hauptteil eine
Beschreibung aller AT-Befehle, die Sie benötigen, um Datenanrufe auszuführen,
entgegenzunehmen und die passenden Datenprotokolle einzustellen.
Weitere Kapitel beschreiben spezielle Befehle zur Konfiguration der DataBox und zur
Einspielung neuer Betriebssoftware. Im Anhang sind sämtliche AT-Befehle und die
benötigten Parameter tabellarisch zusammengefaßt.
Installation als Telefonanlage
Im ersten Schritt schließen Sie die DataBox an Ihren ISDN-Anschluß (S0-Bus) an und stellen über das
mitgelieferte Netzgerät den Stromanschluß her. Analoge Telefone oder Nebengeräte werden
mit Hilfe der beiliegenden TAE-Adapter an die kleinen Westernbuchsen (Port 1 bis 3)
angeschlossen. Diese Schritte sind in der allgemeinen Anleitung zur DataBox ausführlich
beschrieben.
Wenn Sie die DataBox mit einem Rechner verbinden wollen, der Windows 95/98/NT oder Windows
für Workgroups (WfW 3.11) verwendet, können Sie später die komfortable Einrichtsoftware
benutzen, um die Telefonanlagen-Funktionen der DataBox einzurichten. Andernfalls können
Sie bereits jetzt über ein angeschlossenes Telefon (mit Tonwahl und Flash-Taste) die
Anlage konfigurieren.
Rechner-Anschluß
Mit dem beiliegenden, seriellen Anschlußkabel können Sie Ihren Computer mit dem RS
232-Anschluß (Port 4) der DataBox verbinden. Ihr Rechner muß dazu über eine freie
serielle Schnittstelle mit 9- oder 25-poligem Sub-D-Stecker verfügen.
Serielle Schnittstelle mit FIFO!
Um den hohen Datendurchsatz zu bewältigen, den Ihr neuer ISDN-Adapter erlaubt, sollte
diese Schnittstelle unbedingt mit einer FIFO-Funktion (Pufferspeicher; UART Typ 16550 oder
vergleichbar) ausgestattet sein. Mit einem solchen UART sind mit Standard-PCs
Übertragungsraten bis 115200 Bit/s möglich; die DataBox unterstützt darüber hinaus
230400 Bit/s, die jedoch nur mit speziellen Hochgeschwindigkeits-Schnittstellen im PC
erreichbar sind.
Falls Ihr Rechner im Betrieb mit 115200 Bit/s Schwierigkeiten hat, können Sie die
Übertragungsrate auf 57600 Bit/s reduzieren. Die maximale ISDN-Übertragungsrate von
64000 Bit/s wird dann allerdings u.U. nicht mehr voll ausgeschöpft.
Plug & Play (Windows 95/98)
Die DataBox unterstützt das serielle Plug & Play-Verfahren. An einem Windows
95-/98-Rechner meldet sich die DataBox automatisch an, wenn der Rechner nach dem Anschluß
der DataBox das nächste Mal gestartet wird.
Nach der Plug & Play-Erkennung ist die DataBox unter Windows 95/98 als Modem bekannt
und kann mit allen entsprechenden Programmen genutzt werden. Wenn Sie die DataBox
zusätzlich auch im CAPI-Modus nutzen wollen, starten Sie bitte anschließend das
entsprechende Setup-Programm (setup.exe) auf der CD-ROM.
Gemischter AT- und CAPI-Betrieb
Auf Windows-Rechnern kann die DataBox wahlweise im CAPI- oder im AT-Modus verwendet
werden. Allerdings ist es nicht möglich, gleichzeitig CAPI- und AT-Anwendungen auf die
DataBox zugreifen zu lassen: Der CAPI-Treiber oder die AT-Anwendung hat jeweils exklusiven
Zugriff auf die serielle Schnittstelle und die DataBox. Mittels CAPI View kann
zwischen CAPI-Modus (CAPI Aktiv) und AT-Modus (CAPI nicht Aktiv)
ohne Neustart des Rechners umgeschaltet werden.
Baudrate einstellen
Bevor Sie die erste Datenverbindung mit Ihrer DataBox aufbauen können, ist noch ein
letzter Schritt erforderlich: Rechner und DataBox müssen auf die gleiche
Übertragungsgeschwindigkeit (Baudrate) eingestellt werden.
Unter Windows für Workgroups (WfW 3.11) oder Windows 95/98/NT können Sie dazu das
mitgelieferte Einstell-Programm "DataBox Systemsteuerung" verwenden, das Sie
nach Installation der Windows-Software in der DataBox-Programmgruppe (unter Windows
95/98/NT auch in der Systemsteuerung) finden. Verwenden Sie ein anderes Betriebssystem,
gehen Sie bitte folgendermaßen vor:
Baudrate per Terminalprogramm einstellen
Starten Sie ein Terminalprogramm. Wählen Sie die serielle Schnittstelle aus, an der
die DataBox angeschlossen ist, und stellen Sie die Schnittstellenparameter auf 9600 Baud,
8 Datenbits, 1 Stopbit, keine Parität (Betriebsart der DataBox im Auslieferungszustand).
Setzen Sie die neue Übertragungsrate der DataBox mit dem Befehl
AT &HX nnn¿ , z.B. für 115200 Bit/s AT
&HX 115200¿
(Dabei bezeichnet ¿ die Return- oder Enter-Taste.) Die
DataBox unterstützt die Übertragungsraten 300, 600, 1200, 2400, 4800, 9600, 19200,
38400, 57600, 115200 und 230400 Bit/s.
Damit ist die DataBox permanent auf die neue Übertragungsrate eingestellt; die
Einstellung bleibt auch beim Unterbrechen der Versorgungsspannung erhalten. Sie können
jetzt auch Ihr Terminalprogramm auf die neue Geschwindigkeit umstellen.
Der AT-Befehlssatz hat sich als weltweiter Standard für
die Ansteuerung von Modems und ISDN-Datenadaptern etabliert. Viele Anwendungsprogramme
sind darauf vorbereitet, konventionelle Modems (für das analoge Telefonnetz) über diese
AT-Befehle zu steuern. Im AT-Modus kann die DataBox mit diesen Programmen
zusammenarbeiten.
Um die DataBox mit solchen Anwendungsprogrammen zu nutzen, müssen Sie nicht alle Details
des AT-Befehlssatzes kennen. Im allgemeinen genügt es, in den Anwahl- oder
Initialisierungs-Sequenzen, die Sie in diesen Programmen einstellen können, einen Befehl
zur Auswahl des richtigen Datenprotokolls einzufügen. Informationen dazu finden Sie im
nächsten Kapitel. Wenn Sie die DataBox dagegen für Ihre ganz spezielle Anwendung
einrichten oder direkt von einem Terminal-Programm steuern wollen, finden Sie in den
folgenden Kapiteln alle notwendigen Schritte beschrieben.
Kommando- und Datenmodus
Nach dem Einschalten ist die DataBox im "Kommandomodus". Der
Computer kann Befehle des AT-Kommandosatzes an die DataBox übermitteln und empfängt
daraufhin Antworten von der DataBox.
Ist eine Datenverbindung mit einer Gegenstelle zustandegekommen, so wechselt die DataBox
in den "Datenmodus". Jetzt werden alle vom Computer gesendeten Zeichen als Daten
an die Gegenstelle übertragen. Um weitere Kommandos an die DataBox zu geben, muß
zunächst aus dem Datenmodus zurück in den Kommandomodus gewechselt werden. Dazu dient
die unten beschriebene Escape-Sequenz.
AT-Befehlssyntax
Alle Befehle, die Sie der DataBox im Kommandomodus übermitteln, beginnen mit der
Zeichenfolge AT (oder at Groß- und Kleinschreibung werden
grundsätzlich nicht unterschieden). Dann folgt der Befehlscode, der meist aus einem
Buchstaben oder dem Zeichen & und einem Buchstaben besteht. Viele Befehle
erwarten anschließend eine Ziffer oder Ziffernfolge als Parameter. Die Eingabe wird durch
die Return- oder Enter-Taste ¿ abgeschlossen.
Leerzeichen können nach der AT-Folge an beliebiger Stelle eingefügt werden; sie
werden ignoriert. In dieser Beschreibung werden der Übersicht halber häufig zusätzliche
Leerzeichen verwendet.
Beispiele:
AT A¿
AT B0¿
AT &D1¿
AT D01910¿
Sie können auch mehrere Befehle aneinanderreihen:
AT B0 &D1 D01910¿
Notation in dieser Beschreibung
Das Return-Zeichen ¿ , das jede Eingabezeile abschließt,
wird im folgenden Text im allgemeinen nicht mehr explizit dargestellt.
Wenn ein AT-Befehl weitere Parameter erwartet, wird in dieser Beschreibung als Platzhalter
für eine einzelne Ziffer ein n oder i verwendet. Die Folge nnn dient
als Platzhalter für eine Folge von Ziffern, deren maximale Länge je nach Zusammenhang
variieren kann. Beispiele:
AT Zn steht z.B. für AT Z1
AT Dnnn steht z.B. für AT D01910
AT Si=nnn steht z.B. für AT S0=10
Escape-Sequenz
Die Escape-Sequenz ist eine spezielle Zeichenfolge, die die DataBox im Datenmodus
erkennt. Durch Eingabe dieser Folge können Sie die DataBox in den Kommandomodus bringen,
um weitere Befehle (z.B. zum Beenden der Verbindung) zu übermitteln.
Die Escape-Sequenz besteht aus einer Folge von drei Escape-Zeichen (Voreinstellung +++).
Damit diese Folge nicht zufällig in den zu übermittelnden Daten erkannt wird, muß sie
zeitlich deutlich abgesetzt sein: Nach der Escape-Sequenz dürfen für einige Zeit keine
weiteren Zeichen folgen. Die DataBox verwendet ein adaptives Verfahren, um aus der
Geschwindigkeit, mit der Sie die drei Escape-Zeichen eingeben, die Dauer dieser Schutzzeit
zu bestimmen.
Wird eine gültige Escape-Sequenz erkannt, bestätigt die DataBox den Wechsel in den
Kommandomodus durch Ausgabe der Meldung "OK". Falls eine begonnene
Escape-Sequenz ungültig wird (weniger als drei aufeinanderfolgende Escape-Zeichen, oder
Eingabe weiterer Zeichen in Folge), so bleibt die DataBox im Datenmodus; alle bereits
eingegebenen Zeichen werden an die Gegenstelle übertragen.
Echo: AT E0 und AT E1
Alle Zeichen, die Sie im Kommandomodus an die DataBox senden, werden in der
Standardeinstellung noch einmal an den Computer zurückgesendet. Dieses "Echo"
dient als Bestätigung, daß die DataBox die Zeichen korrekt empfangen hat. Im Datenmodus
gibt es keine Echofunktion; hier werden ja stets die von der Gegenstelle empfangenen
Zeichen an den Computer gesendet.
Das Echo kann über den Befehl AT E0 abgeschaltet werden, über AT E1 läßt sich das Echo
wieder einschalten (Standardeinstellung).
Antwort-Meldungen
Im Kommandomodus reagiert die DataBox auf die Eingabe jeder Kommandozeile mit einer
Rückmeldung. Weitere Meldungen beschreiben den Fortgang des Verbindungsauf- und Abbaus.
Die Meldungen sind unten in einer Tabelle zusammengefaßt.
Numerische Meldungen: AT V0 und AT V1
In der Standardeinstellung werden kurze Meldungstexte ausgegeben. Um die Rückmeldungen
mit einem Computerprogramm leichter auswerten zu können, kann die DataBox alternativ auf
die Ausgabe numerischer Meldungen umgestellt werden.
Mit dem Befehl ATV0 wählen Sie numerische Meldungen.
ATV1 schaltet Meldungen in Textform ein (Standardeinstellung).
Meldungen unterdrücken: AT Q1
Sie können die Ausgabe von Meldungen auch vollständig unterdrücken.
Der Befehl ATQ1 schaltet alle Meldungen aus (quiet);
ATQ0 schaltet die Meldungen wieder ein (Standardeinstellung).
Was sind S-Register?
Eine Reihe selten benötigter Einstellungen der DataBox sind über S-Register
zugänglich. S-Register sind interne Speicher (Variablen), in denen die DataBox
verschiedene Parameter speichert. Viele AT-Befehle werden in ihrer Funktion vom Wert
bestimmter S-Register beeinflußt, oder verändern selber bestimmte Register. Die
einzelnen S-Register werden mit laufenden Nummern bezeichnet.
Die Funktionen aller S-Register, die für den Benutzer von Interesse sein können, finden
Sie in einer Tabelle im Anhang. Hier wird allgemein erläutert, wie Sie den Inhalt von
S-Registern lesen und verändern können.
S-Register lesen: AT Si ? und AT Si.j?
Mit dem Befehl AT Si ? lassen Sie den Inhalt des S-Registers i anzeigen,
mit dem Befehl AT Si.j? läßt sich gezielt ein Bit abfragen. Setzen Sie für i
die Nummer des Registers ein. ATS0? zeigt z.B. an, wieviele Klingel-Signale die DataBox
abwartet, bevor sie einen eingehenden Anruf entgegennimmt. Nummer und Wert des Registers
werden als Dezimalzahl angegeben.
S-Register setzen: AT Si =nnn und AT Si.j = n
Alle S-Register können Sie gezielt verändern mit dem Befehl AT Si =nnn,
z.B. ATS0=2. Nummer i und Wert nnn des Registers werden als Dezimalzahl
angegeben.
Manche S-Register enthalten Zahlenwerte, bei denen jedes Bit (in der Binärdarstellung der
Zahl) eine bestimmte Funktion steuert. Um diese Bits gezielt zu manipulieren, können Sie
den Befehl AT Si.j = n verwenden er setzt Bit j des Registers i
auf den Wert n (der natürlich nur 0 oder 1 sein kann). Beispiel: AT S107.4 =
1.
Willkürliche Änderungen der Werte können unerwartetes Verhalten der DataBox zur Folge
haben. Bitte ändern Sie nur S-Register, deren Funktion sie kennen! Mit dem Befehl
AT&F können Sie nach ungewollten Veränderungen die Standardeinstellungen
wiederherstellen.
String-Register: AT &Si ? und AT &Si
= nnn
Neben den regulären S-Registern, die jeweils eine natürliche Zahl enthalten, gibt es
eine Reihe von String-Registern. Diese Register können Folgen von mehreren Bytes
enthalten. Der Inhalt der String-Register wird hexadezimal ein- und ausgegeben! Ihre
Funktion ist in Kapitel 2.2 beschrieben.
Die Befehle zum Setzen und Ändern der String-Register sind
AT &Si ? Liest Wert des String-Registers i
AT &Si = nnn Setzt String-Register i auf Wert nnn
(hexadezimal).
Die DataBox sendet im allgemeinen nicht nur die Daten ins
ISDN, die ihr vom angeschlossenen Computer übermittelt werden. Zusätzlich können die
ISDN-Adapter auf beiden Seiten der Leitung Informationen zur Erkennung und Korrektur von
Übertragungsfehlern und zur Steuerung der Übertragungsgeschwindigkeit austauschen. Dazu
haben sich eine Reihe von Datenprotokollen etabliert.
Damit eine Datenübertragung zwischen zwei ISDN-Adaptern zustande kommt, müssen beide
Seiten das gleiche Protokoll verwenden. Sie sollten daher das passende Protokoll
einstellen, bevor Sie eine Datenverbindung selbst aufbauen oder Ihre DataBox
empfangsbereit machen, um Datenverbindungen entgegenzunehmen.
AT Bn-Befehle
Die am weitesten verbreiteten Protokoll-Stapel können Sie in der DataBox jeweils mit
einem einfachen AT Bn-Befehl einstellen. Dieser Abschnitt beschreibt diese
vordefinierten Protokolle und ihre häufigsten Anwendungen.
ISDN-Mailboxen (X.75): AT B0
Fast alle Mailboxen, die über ISDN erreichbar sind, verwenden
das X.75-Protokoll. Dieses Protokoll bietet die Erkennung und Korrektur von
Übertragungsfehlern. Ein effizientes Quittungsverfahren gewährleistet hohe
Datenübertragungsraten.
Mit dem Befehl ATB0 wählen Sie das X.75-Protokoll mit den allgemein verbreiteten
Einstellungen (Blockgröße 2048 Byte, Fenstergröße 2).
Online-Dienste (V.110): AT B1 und AT B2
Das V.110-Protokoll wurde ursprünglich zur Anpassung älterer Endgeräte mit einer
seriellen Schnittstelle an das ISDN eingeführt. Es bietet keine Fehlerkorrektur und
bedingt durch die umfangreichen Zusatzinformationen, die übertragen werden
beschränkte Übertragungsraten. Einige Online-Dienste bieten noch Zugänge im
V.110-Betrieb an; nach Möglichkeit sollten Sie aber X.75- oder PPP-Zugänge vorziehen.
Der Befehl ATB1 wählt V.110 mit 38400 Baud, 8 Datenbits, kein Paritätsbit.
Der Befehl ATB2 wählt V.110 mit 19200 Baud, 8 Datenbits, kein Paritätsbit.
Andere Baudraten und Übertragungsformate können Sie einstellen, indem Sie die
entsprechenden S-Register gezielt ändern (s. nächstes Kapitel, "Protokollauswahl
für Experten").
T-Online: AT B5
Der Online-Dienst T-Online der Deutschen Telekom verwendet eine spezielle Variante des
X.75-Verfahrens, die Sie mit dem Befehl ATB5 direkt einstellen können.
In dieser Einstellung kann die DataBox Bildschirmseiten im CEPT- und KIT-Format
übertragen. Auch der Empfang und Versand von e-mails und der Zugang zum Internet via
T-Online werden unterstützt, soweit der Software-Decoder, den Sie auf Ihrem Computer
verwenden, diese Funktionen bietet.
Internet-Provider (PPP): AT B8
Fast alle Anbieter von Internet-Zugängen
("Internet-Provider") bieten Ihnen einen Zugang im Point-to-Point-Protocol (PPP)
an. Dieses Zugangsprotokoll bietet neben einer fehlergesicherten Übertragung u. a. die
automatische Aushandlung von Protokollparametern und die Authentisierung mit Benutzernamen
und Passwort.
Dazu benötigen Sie in Ihrem Computer ein Programm, das das PPP-Protokoll unterstützt
(z.B. das integrierte DFÜ-Netzwerk in Windows 95/98/NT, oder das Shareware-Programm
"Trumpet Winsock" für Windows 3.x). Geeignete Programme kann Ihnen meist Ihr
Internet Provider zur Verfügung stellen.
Die DataBox übernimmt in der PPP-Betriebsart die Umwandlung zwischen dem von diesen
Programmen verwendeten "asynchronen PPP" und dem "synchronen PPP", das
im ISDN üblich ist. Der PPP-Betrieb wird mit dem Befehl ATB8 eingestellt.
Sprache und Fax (transparente Übertragung): AT B7
Mit geeigneten Applikationsprogrammen können Sie über Ihren Computer auch
Fax-Mitteilungen (Gruppe 3) versenden und empfangen oder telefonieren. (Derartige
Programme für den AT-Modus sind nicht im Lieferumfang enthalten.)
Dazu überträgt die DataBox alle Daten unverändert zwischen dem ISDN und Ihrem PC, der
die weitere Verarbeitung übernimmt. Diese "transparente" Betriebsart wählen
Sie mit dem Kommando AT B7.
Detaillierte Protokolleinstellung
Nicht für alle speziellen Anwendungen stehen vordefinierte
ATB-Befehle zur Verfügung. Dieser Abschnitt beschreibt, wie Sie sich Ihre eigenen
Protokolleinstellungen "maßschneidern" können. Dazu können Sie alle Parameter
der Datenprotokolle gezielt über die Einstellung der zugehörigen S-Register verändern.
Dieser Abschnitt setzt Grundkenntnisse über die im ISDN eingesetzten Datenprotokolle
voraus.
Speichern als Profil
Um einen "maßgeschneiderten" Protokollstapel später leicht wieder einstellen
zu können, können Sie die komplette Konfiguration als Profil speichern (vgl.
Kapitel 2.6, Profile).
Protokoll-Stapel
Die DataBox behandelt im ISDN B-Kanal die Protokolle
der OSI-Schichten 1 bis 3. Sie können über die S-Register 100 bis 102 die Protokolle
dieser Schichten einzeln festlegen. Natürlich sind nicht alle Kombinationen von
Protokollen sinnvoll!
S-Reg |
Protokoll-Auswahl: Bedeutung |
Standard |
100 |
B1 Protokoll 0 64 kBit/s, HDLC framing 1 64 kBit/s, Bit-transparent 2 V.110 asynchron |
0 |
101 |
B2 Protokoll 0 ISO 7776 (X.75 SLP) 1 Transparent 15 Point to Point Protocol (PPP) async/sync Umsetzung |
0 |
102 |
B3 Protokoll 0 Transparent 1 T.90NL, kompatibel mit T.70NL 2 ISO 8208 (X.25 DTE-DTE) 3 X.25 DCE 15 BTX/T-Online |
0 |
Konfiguration der Protokolle
Einige der unterstützten Protokollschichten namentlich V.110 (Schicht 1), X.75
(Schicht 2) und X.25, ISO 8208 und T.90 (Schicht 3) können über Gruppen von
S-Registern detailliert konfiguriert werden. Die folgenden Tabellen stellen diese
S-Register zusammen.
S-Reg |
Konfiguration der B1-Schicht: Bedeutung |
Standard |
103 |
B1 Protokoll
V.110: Übertragungsrate |
19200 |
104 |
B1 Protokoll V.110: Bits pro Zeichen |
8 |
105 |
B1 Protokoll
V.110: Paritätsbit |
0 |
106 |
B1 Protokoll
V.110: Anzahl Stop-Bits |
0 |
S-Reg |
Konfiguration der B2-Schicht: Bedeutung |
Standard |
23 |
B2 Protokoll X.75: Link-Adresse A |
3 |
24 |
B2 Protokoll X.75: Link-Adresse B |
1 |
25 |
B2 Protokoll X.75: Modulus 8 oder 128 |
8 |
26 |
B2 Protokoll X.75: Fenstergröße |
7 |
28 |
B2 Protokoll: maximale Blocklänge |
2048 |
S-Reg |
Konfiguration der B3-Schicht: Bedeutung |
Standard |
30 |
B3 Protokoll X.25/ISO 8208: Lowest Incoming Channel |
0 |
31 |
B3 Protokoll X.25/ISO 8208: Highest Incoming Channel |
0 |
32 |
B3 Protokoll X.25/ISO 8208: Lowest Two-way Channel |
1 |
33 |
B3 Protokoll X.25/ISO 8208: Highest Two-way Channel |
1 |
34 |
B3 Protokoll X.25/ISO 8208: Lowest Outgoing Channel |
0 |
35 |
B3 Protokoll X.25/ISO 8208: Highest Outgoing Channel |
0 |
36 |
B3 Protokoll X.25/ISO 8208: Modulus 8 oder 128 |
8 |
37 |
B3 Protokoll X.25/ISO 8208: Fenstergröße |
2 |
Protokoll einstellen
Bevor Sie eine Gegenstelle anrufen, müssen Sie wissen, welches Datenprotokoll die
Gegenstelle verwendet. Allgemeine Informationen zu verbreiteten Datenprotokollen und zur
Einstellung des Protokolls in der DataBox finden Sie im vorangehenden Kapitel. Falls zu
einer Gegenstelle keine Verbindung aufgebaut werden kann, lassen Sie sich bitte die
Details des dort eingesetzten Protokolls mitteilen.
Nummer wählen: AT D nnn, AT DP nnn und AT
DT nnn
Um eine ISDN-Nummer anzuwählen, verwenden Sie den Befehl ATD nnn, z.B. ATD 01910.
Die DataBox versucht, eine Datenverbindung zur angegebenen Gegenstelle aufzubauen. Bitte
beachten Sie, daß Sie in Nebenstellenanlagen der Nummer ggf. eine zusätzliche Null
voranstellen müssen. Eine Auswahl des Wahlverfahrens (Ton- oder Pulswahl), wie sie im
analogen Telefonnetz erforderlich war, ist nicht notwendig. Um mit älteren
Anwendungsprogrammen kompatibel zu bleiben, erlaubt die DataBox aber auch die Wahl mit den
Befehlen ATDT oder ATDP.
Rückmeldungen
Wenn eine Verbindung zustandekommt, meldet die DataBox "CONNECT" und
wechselt in den Datenmodus. Die CONNECT-Meldung gibt normalerweise ausführlich an, mit
welcher Übertragungsrate und welchem Protokoll die Verbindung aufgebaut wurde, z.B.
CONNECT 64000 HDLC/X.75.
Format der Connect-Meldung: AT Xn
Einige Programme können diese ausführlichen Meldungen nicht verarbeiten. Mit dem Befehl
ATXn können Sie daher vereinfachte CONNECT-Meldungen wählen:
ATX0 Meldung kurz: CONNECT
ATX1 Meldung mit Baudrate, z.B. CONNECT 64000
ATX2 Meldung ausführlich, z.B. CONNECT 64000 HDLC/X.75
Aus verschiedenen Gründen kann der Verbindungsaufbau scheitern. Die möglichen
Fehlermeldungen und ihre Bedeutung finden Sie in der Tabelle im Kapitel "Der
AT-Befehlssatz".
Eigene Rufnummer: AT &E nnn, AT &E* und
AT &E?
Ihrem ISDN-Anschluß sind mehrere Rufnummern (MSNs)
zugeordnet. Sie können einstellen, welche dieser Nummern der ISDN-Gegenstelle als
Rufernummer übermittelt werden soll.
In der Standardeinstellung wird die MSN übermittelt, die Sie bei der Einrichtung der
DataBox-Telefonanlage (mit dem Einrichtprogramm unter Windows, oder über ein
angeschlossenes Telefon) dem Datenanschluß zugewiesen haben. Sie können eine andere mit
dem Kommando AT &E<nummer> festlegen. Die MSN wird ohne Vorwahl eingegeben, z.B.
AT &E 123456
Gültig sind nur die MSNs, die von der Telekom Ihrem Anschluß zugeordnet sind. Wenn Sie
eine andere Rufnummer angeben, wird stattdessen die Haupt-MSN Ihres Anschlusses
übermittelt.
Das Kommando AT&E? zeigt die aktuell eingestellte eigene Rufnummer an. Mit dem
Kommando AT&E* können Sie den Nummernspeicher löschen.
Dienstekennung: S 111
Bei allen Anrufen im ISDN wird der Gegenstelle eine
"Dienstekennung" mitgeteilt. So kann die Gegenstelle z.B. erkennen, ob eine
Daten- oder eine Sprachverbindung gewünscht wird. Durch die Auswertung der Dienstekennung
können mehrere Dienste eine gemeinsame MSN nutzen.
Sie können die Dienstekennung eines Anrufs, der von der DataBox ausgeht,gezielt
beeinflussen, indem Sie das S-Register S111 setzen. In der Standardeinstellung wird ein
allgemeiner Datenanruf signalisiert (unrestricted digital information). Nur für
spezielle Anwendungen wie Faxversand oder computergestützte Telefonie (jeweils mit einem
geeigneten Anwendungsprogramm im PC) kann es notwendig werden, diese Kennung zu ändern.
Im S-Register 111 wird dazu ein sog. CIP-Wert (compatibility information profile)
eingetragen. Die CIP-Werte stellen Abkürzungen für gängige ISDN-Dienstekennungen dar,
da die vollständige Beschreibung der Dienste im ISDN sehr komplex ist (vgl. folgender
Abschnitt). Eine Tabelle der vordefinierten CIP-Werte finden Sie im Anhang.
Detaillierte Einstellung: String-Register
In ganz speziellen Fällen kann es hilfreich sein, die
Dienstekennung noch genauer zu definieren, als es mit den CIP-Werten möglich ist. Über
drei spezielle String-Register können die ISDN-Parameter BC, LLC und HLC festgelegt
werden. Diese detaillierten Einstellungen dürften nur für ISDN-Experten von Interesse
sein; für die Bedeutung und zulässige Werte der Register sei auf die technische
ISDN-Literatur verwiesen.
String-Register:
&S0 Bearer Capability, BC (14 Byte)
&S1 Low Level Compatibility, LLC (17 Byte)
&S2 High Level Compatibility, HLC (5 Byte)
Befehle zum Manipulieren der String-Register:
AT &Si=nnn setzt das String-Register i auf den Wert nnn
(hexadezimal),
AT &Si? gibt den Inhalt des String-Registers aus.
Anwendungen
Ihre DataBox kann eingehende Anrufe automatisch oder unter der Kontrolle eines
Computer-Programms entgegennehmen. So können Sie z.B. selber eine Mailbox betreiben oder,
mit geeigneten Anwendungsprogrammen, die DataBox als Anrufbeantworter oder Faxgerät
einsetzen.
Dieses Kapitel beschreibt, mit welchen Einstellungen Sie die DataBox auf die Annahme von
Anrufen vorbereiten und wie Sie auf einen eingehenden Anruf reagieren können.
Protokoll
Zunächst legen Sie wie bei ausgehenden Anrufen das gewünschte
Datenprotokoll fest. Dazu dienen die ATBn-Befehle, die im vorigen Kapitel
beschrieben sind.
Rufnummern
In einem zweiten Schritt können Sie vorgeben, auf welchen Rufnummern Datenanrufe
akzeptiert werden sollen. Eine erste Vorauswahl haben Sie bereits bei der Einrichtung der
Telefonanlagen-Funktionen der DataBox getroffen: Der Daten-Port der DataBox bekommt nur
Anrufe auf den Rufnummern (MSNs) signalisiert, die
explizit dem Daten-Port (Port 4) zugeordnet wurden;
dem Sammelruf zugeordnet wurden, wenn der Daten-Port im Sammelruf eingetragen ist;
einem der analogen Anschlüsse zugeordnet wurden. Die parallele Signalisierung an den Daten-Port erlaubt es, z.B. einen Anrufbeantworter für die analogen Anschlüsse zu realisieren.
In den meisten Fällen genügt diese Vorauswahl der MSN, um gezielt Rufe anzunehmen die Unterscheidung der Dienstekennung (s.u.) vermeidet, daß z.B. unbeabsichtigt Anrufe für ein analoges Telefon beantwortet werden. Für spezielle Fälle können Sie die DataBox jedoch anweisen, nur auf bestimmte MSNs zu reagieren:
Rufnummer vorgeben: AT &Lnnn, AT &L* und
AT &L?
AT&Lnnn
Die DataBox beachtet nur Anrufe auf MSN nnn. Wenn Sie keine vollständige MSN angeben,
werden alle Anrufe beachtet, bei denen die Endziffern der MSN mit den angegebenen Ziffern
übereinstimmen. Die aktuell eingestellte Rufnummer können Sie mit AT&L? anzeigen
lassen.
AT&L*
Dieser Befehl löscht den Rufnummernspeicher des AT&L-Befehls. Die DataBox reagiert
jetzt auf alle MSNs, die (wie oben beschrieben) dem Daten-Port signalisiert werden
(Standardeinstellung).
Dienstekennung
Schließlich können Sie noch festlegen, für welche Dienstekennungen die DataBox
Anrufe entgegennehmen soll. Die Funktion der Dienstekennung wurde im vorigen Kapitel
beschrieben. In der Standardeinstellung nimmt die DataBox alle digitalen Datenanrufe
entgegen. In den meisten Fällen ist keine Änderung dieser Einstellung notwendig; dieser
Abschnitt wendet sich daher hauptsächlich an die Experten:
Es kann sinnvoll sein, gleichzeitig Anrufe mit einer Reihe verschiedener Dienstekennungen
entgegenzunehmen. Daher werden als Filter für die anzunehmenden Anrufe zwar wieder die
oben eingeführten CIP-Werte verwendet (Tabelle im Anhang). Sie können jedoch nicht nur
einen, sondern eine beliebige Auswahl von CIP-Werten in der sog. CIP-Maske vorgeben.
CIP-Maske: S107, S108
Die CIP-Maske ist in den S-Registern 107 und 108 (jeweils 16 Bit) enthalten. Jedem
CIP-Wert entspricht ein Bit in diesen Registern CIP 1..15 in S107, CIP 16..31 in
S108. Das Bit wird auf 1 gesetzt, wenn Anrufe mit dem jeweiligen CIP-Wert angenommen
werden sollen.
Die CIP-Werte und ihre Bedeutung sind im Anhang (3.4) aufgelistet. Sie können entweder
die S-Register bitweise setzen, oder direkt die Werte, die den einzelnen Bits entsprechen,
in die S-Register schreiben (s. Anhang 3.4):
Beispiel 1:
Anrufannahme für Telefonie (CIP 16, Bit 0 in S108) und Fax Gruppe 3 (CIP 17, Bit 1 in
S108):
AT S107 = 0 S108 = 0
AT S108.0 = 1 S108.1 = 1
Beispiel 2:
Anrufannahme für 3.1 kHz Audio (CIP 4, Wert 16 in S107) und 7 kHz Audio (CIP 5, Wert 32
in S107); also S107 = 16 + 32 = 48:
AT S107=48
AT S108=0
Anzeige eines Anrufs
Wenn ein eingehender Anruf sowohl das Rufnummern- als auch das Dienstekennungs-Filter der
DataBox passiert, wird er dem angeschlossenen Rechner auf zwei Weisen angezeigt:
RING-Meldung
Auf der Daten-Ausgangsleitung gibt die DataBox die Meldung "RING" aus. Diese
Meldung wird periodisch wiederholt, bis der Anruf angenommen oder abgewiesen wird, oder
der Anrufer den Verbindungsversuch abbricht.
Wenn der Anrufer die Anzeige nicht unterdrückt hat, folgt hinter der ersten RING-Meldung
die Rufnummer des Anrufers.
RING-INDICATOR Signal
Gleichzeitig wird das RING-INDICATOR-Signal eine spezielle Leitung der seriellen
Verbindung zwischen Rechner und DataBox geschaltet. Es wechselt, synchron zur
Ausgabe der RING-Meldungen, seinen Zustand. Anwendungsprogramme im Computer können sowohl
auf das RING INDICATOR-Signal als auch auf die Ausgabe der RING-Meldung reagieren.
Anruf annehmen: AT A
Wenn der eingehende Anruf angenommen werden soll, geben Sie
das Kommando ATA. Die DataBox gibt eine CONNECT-Meldung aus und wechselt in den
Datenmodus.
Anruf ablehnen: AT H1
Alternativ können Sie den Anruf ablehnen, indem Sie ATH1
eingeben. Dem Anrufer wird signalisiert, daß sein Anruf abgelehnt wurde, aber es
entstehen keine Gebühren. Abhängig vom Endgerät, das der Anrufer verwendet, erhält er
eine Meldung über die Ablehnung oder das Besetzt-Zeichen.
Anrufe automatisch annehmen: S0
Sie können die DataBox auch so einrichten, daß sie Anrufe
auf Wunsch nach einer gewissen Wartezeit automatisch entgegennimmt. Dazu
setzen Sie das S-Register S0 auf die Anzahl der RING-Meldungen, die vor der Annahme des
Anrufs abgewartet werden sollen:
AT S0=n Anruf nach n mal RING annehmen (n > 0)
AT S0=0 Anrufe nicht automatisch annehmen (Standardeinstellung)
Gegenstelle legt auf
Wird eine bestehende Verbindung durch die Gegenseite oder die Vermittlungsstelle getrennt,
gibt die DataBox die Meldung "NO CARRIER #nn" aus. Der Zahlenwert nn gibt
den Grund für das Verbindungsende gemäß der Euro-ISDN-Norm an. Im Normalfall wird #16
(Normaler Verbindungsabbau) gemeldet.
Wechsel in den Kommandomodus
Wollen Sie selbst die Verbindung beenden, so muß die DataBox zunächst vom Daten- in den
Kommandomodus gebracht werden. Dies geschieht durch Eingabe der Escape-Sequenz (vgl.
Kapitel 2.1). In der Standardeinstellung kann die DataBox auch durch das DTR-Signal in den
Kommandomodus versetzt werden. Beachten Sie aber, daß die Funktion dieses Signals auch
verändert werden kann (vgl. Kapitel 2.7, Funktion der Steuerleitungen).
Auflegen: AT H0 und AT H
Im Kommandomodus geben Sie das Kommando ATH0 (abgekürzt auch
ATH) ein. Die DataBox trennt die Verbindung und bestätigt dies mit der Meldung "NO
CARRIER".
Auflegen durch DTR-Signal
Sie können wahlweise die Funktion des DTR-Signals so definieren, daß die Verbindung
getrennt wird, sobald der Computer die DTR-Leitung inaktiv setzt. Da beim Ausschalten des
Rechners DTR stets inaktiv wird, bietet diese Einstellung die Gewähr, daß die
ISDN-Verbindung nicht versehentlich bestehen bleibt (vgl. Kapitel 2.7, Funktion der
Steuerleitungen).
Wozu Profile?
Für viele Anwendungsfälle kann die DataBox durch wenige, einfache AT-Kommandos
konfiguriert werden. Einige Anwendungen erfordern es aber, eine ganze Reihe von
Einstellungen einzeln festzulegen. Um auf diese Einstellungen später bequem
zurückgreifen zu können, speichern Sie die komplette Konfiguration der DataBox als ein Profil.
Sie können drei verschiedene Profile (Nummer 0,1,2) speichern. Gespeicherte Profile
bleiben auch bei einem Stromausfall erhalten. Nur ein "Urstart" der DataBox
(vgl. Kapitel 2.8, Konfiguration) löscht die Profile.
Profil speichern: AT &Wn
Der Befehl AT &Wn (write profile) speichert die aktuelle Konfiguration
im Profil Nr. n. n kann die Werte 0, 1, 2 annehmen. Einstellungen, die evtl.
vorher in diesem Profil gespeichert waren, werden überschrieben.
Profil anzeigen: AT &Vn
Der Befehl AT &Vn (view profile) zeigt die
Konfiguration an, die im Profil n gespeichert ist. Die Werte aller S-Register, die
in diesem Profil gespeichert sind, werden aufgelistet. Zusätzlich werden alle davon abweichenden
S-Register der aktuellen Konfiguration, die gerade von der DataBox benutzt wird,
angezeigt.
Profil laden: AT Zn
Um ein gespeichertes Profil als aktuelle Konfiguration
zurückzuholen, verwenden Sie den Befehl AT Zn. Die aktuellen Einstellungen werden
durch die gespeicherten Werte ersetzt!
Werkseinstellung laden: AT &F
Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, die aktuelle
Konfiguration auf die Werkseinstellung (Standardwerte) zurückzusetzen.
Dieser Befehl löscht nicht die gespeicherten Profile. Die aktuell verwendete
Baudrate bleibt ebenfalls erhalten (vgl. Kapitel 2.8, Konfiguration).
Steuerleitungen
Neben den eigentlichen Datenleitungen weist die serielle Verbindung zwischen der DataBox
und Ihrem Rechner noch einige zusätzliche Steuerleitungen auf, die den Verbindungsaufbau
und den Datenfluß zwischen Rechner und DataBox steuern. Zum Teil können Sie die Funktion
und das Verhalten dieser Leitungen unterschiedlichen Bedürfnissen anpassen.
RTS/CTS Flußkontrolle
Mit dem Leitungspaar RTS/CTS (request to send/clear to send) steuern Rechner und DataBox
den Datenverkehr. Kann eine Seite die empfangenen Daten nicht schnell genug weiterreichen,
so bremst sie weitere Datenübertragung von der Gegenseite. Dieses, auch als "hardware
handshake" bezeichnete Verfahren ist in der DataBox stets aktiv.
RING INDICATOR
Die RING INDICATOR-Leitung wird von der DataBox bei eingehenden Anrufen zyklisch ein- und
ausgeschaltet. Anwendungsprogramme im Computer können Anrufe entweder an diesem Signal
erkennen, oder an der "RING"-Meldung, die auf der Datenleitung ausgegeben wird.
CARRIER DETECT: AT &Cn
In der Standardeinstellung setzt die DataBox diese Leitung,
solange eine Datenverbindung besteht. In einigen Anwendungen kann es erforderlich sein,
daß das CARRIER DETECT-Signal stets aktiv bleibt, solange die DataBox betriebsbereit ist.
Daher ist seine Funktion wählbar:
AT &C0
CARRIER DETECT ist stets aktiv
AT &C1
CARRIER DETECT ist nur bei bestehenden Datenverbindungen aktiv (Standardeinstellung)
DTR: AT &Dn
Die DTR-Leitung (data terminal ready) ist eine Ausgangsleitung
des Computers. Im allgemeinen zeigt der Computer dort an, daß er betriebsbereit bzw.
bereit für eine Datenverbindung ist. Die Reaktion der DataBox auf das DTR-Signal ist
konfigurierbar:
AT &D0
DataBox ignoriert das DTR-Signal
AT &D1
DTR inaktiv wechselt in den Kommandomodus, Verbindung bleibt bestehen
(Standardeinstellung)
AT &D2
DTR inaktiv beendet die Verbindung.
In dieser Einstellung wird die Verbindung beim Ausschalten des Computers automatisch
beendet.
AT &D3
Wie &D2. Zusätzlich wird das mit AT &Yn (n = 0..2) eingestellte Profil geladen
(es wird also praktisch ein Reset wie durch ATZn ausgelöst).
Firmware-Update
Die Betriebssoftware (Firmware) der DataBox ist in einem Flash-EPROM
gespeichert einem nichtflüchtigen Speicher, der in der DataBox selbst, ohne
zusätzliches Programmiergerät, neu programmiert werden kann. Dadurch können Sie
Software-Updates, die z.B. neue ISDN-Leistungsmerkmale oder weitere
Datenübertragungsprotokolle zur Verfügung stellen, selbst in die DataBox laden.
Aktualisierte Firmware-Dateien werden Ihnen bei technischen Weiterentwicklungen durch die
Hagenuk GmbH oder Ihren Fachhändler zur Verfügung gestellt. Firmware-Dateien sind an der
Namensendung ".BIN" zu erkennen. Vollständige Firmware-Dateien für die DataBox
sind etwa 460 bis 500 kByte lang.
Firmware-Information: AT I0 und AT I4 die Firmware für Ihre DataBox-Version geeignet ist, die neue Firmware-Version tatsächlich aktueller ist als die derzeit
verwendete, und daß Sie eine Kopie der derzeit verwendeten Firmware als Datei besitzen. Eine
solche Datei haben Sie auf den Installationsdisketten erhalten. Sollte es beim Update
Schwierigkeiten geben, so bleibt stets ein Notlade-Programm in der DataBox, mit dem Sie
auf eine vorhandene Firmware-Kopie zurückgreifen können. Das Kommando ATI0 zeigt die Versionsnummer der aktuellen Firmware in der
DataBox an.
Vor einem Firmware-Update sollten Sie sich überzeugen, daß
Mit ATI4 können Sie die vollständige Produktbezeichnung anzeigen lassen und mit den
Angaben zum Firmware-Update vergleichen.
Vorbereitungen
Um den Firmware-Update durchzuführen, benötigen Sie ein Terminal-Programm, das Dateien
mit dem XModem-Protokoll übertragen kann. (Alternativ können Sie das spezielle
Flash-Update-Programm unter Windows für Workgroups (WfW 3.11) oder Windows 95/98/NT
verwenden. Dieses Programm führt Sie Schritt für Schritt durch den Update-Vorgang und
wird hier nicht beschrieben.)
Während der Update-Prozedur sollten Sie keine Telefonate über die DataBox führen, da
diese unterbrochen werden! Bei grundlegenden Änderungen der Firmware können die
Einrichtungsdaten (MSNs, Gebührenstände etc.) verlorengehen. Achten Sie bitte auf
entsprechende Hinweise zu der neuen Firmware-Datei, und notieren Sie ggf. die
Einrichtungsdaten vor dem Update. In der Regel bleiben aber alle Einstellungen erhalten.
XModem-Übertragung: AT UPX
Geben Sie den Befehl ATUPX ein. Nach kurzer Zeit erscheint eine Sicherheitsabfrage. Nur
wenn Sie innerhalb von ca. 20 s ein y eingeben, beginnt der Update-Vorgang.
Andernfalls läuft die DataBox mit der bestehenden Firmware neu an, wie unten in diesem
Abschnitt beschrieben.
Die DataBox wartet nun auf eine XModem-Übertragung mit der aktuell verwendeten Baudrate.
Starten Sie in Ihrem Terminalprogramm die XModem-Übertragung der Firmware-Datei. Sie
können das Standard-XModem-Protokoll oder das deutlich schnellere "XModem 1K"
verwenden. Die Übertragung der Datei dauert dann bei 115200 Bit/s etwa eine Minute, bei
geringeren Baudraten entsprechend länger.
Nach erfolgreicher Übertragung wird die DataBox automatisch neu anlaufen:
Das LC-Display wird für einige Sekunden schwarz (Selbsttest), dann erscheint die Angabe
der neuen Firmware-Version, anschließend beginnt der normale Anzeigezyklus. Jetzt ist
auch der AT-Interpreter wieder betriebsbereit und erwartet Eingaben mit der letzten vor
dem Update festeingestellten Baudrate. (Ausnahme: Falls die Einrichtungsdaten gelöscht
wurden, wie oben beschrieben, beginnt die Übertragung bei 9600 Bit/s.)
Was tun bei Fehlern?
In seltenen Fällen kann es vorkommen, daß die Übertragung der Firmware-Datei mißlingt
(beschädigte Datei, nicht korrigierbare Übertragungsfehler). Eine CRC-Prüfung
verhindert in jedem Fall, daß die DataBox mit beschädigter Firmware in Betrieb geht.
Nach einem gescheiterten Update ist die DataBox daher zunächst nicht betriebsbereit
i. a. bleibt das LC-Display nach dem Ende oder Abbruch der Übertragung dauerhaft
schwarz.
Ein Notprogramm in der DataBox, das auch bei Ladefehlern nicht zerstört werden kann,
sorgt jedoch dafür, daß Sie eine neue, intakte Firmware-Datei übertragen können. Dazu
gehen Sie wie folgt vor:
Stellen Sie Ihr Terminalprogramm auf 38400 Bit/s, 8 Datenbits, 1 Stopbit, keine Parität.
Trennen Sie für einige Sekunden die Stromversorgung der DataBox. Nachdem Sie das Netzteil
wieder eingesteckt haben, vergehen ca. 30 Sekunden, bis Sie aufgefordert werden, erneut
eine XModem-Übertragung (mit 38400 Baud) zu beginnen.
Nach einer erfolgreichen Übertragung läuft das System (mit der zuletzt fest
eingestellten Baudrate) wie oben beschrieben an.
Konfigurations-Kommandos
Dieser Abschnitt beschreibt einige spezielle AT-Kommandos, die zur Konfiguration der
DataBox dienen. Diese Kommandos werden Sie nach der Ersteinrichtung der DataBox vermutlich
nur selten benötigen.
Baudrate einstellen: AT &HXnnn
Die Übertragungsrate (Baudrate), mit der die DataBox mit dem
angeschlossenen Rechner kommuniziert, können Sie über das Kommando AT &HXnnn
verändern (z.B. AT &HX 57600 für 57600 Bit/s). Die möglichen Baudraten sind 300,
600, 1200, 2400, 4800, 9600, 19200, 38400, 57600, 115200 und 230400 Bit/s.
Die so fixierte Baudrate bleibt selbst bei Stromausfall erhalten. Nur ein Urstart der
DataBox, der alle Werte auf ihren Auslieferungszustand zurücksetzt, stellt die Baudrate
wieder auf 9600 Bit/s ein.
Sollten Sie die Baudrate einmal versehentlich auf einen Wert verstellt haben, der von
Ihrem Rechner nicht unterstützt wird, so können Sie einen Urstart auch von einem an die
DataBox angeschlossenen, tonwahlfähigen Telefon (mit Flash-Taste) einstellen. Wählen Sie
dazu vom Telefon aus die Sequenz
R 98 R 15069623 R.
R bezeichnet die Flash-Taste Ihres Telefons. Bitte beachten Sie, daß bei einem
Urstart sämtliche Einrichtdaten der DataBox (MSNs, Gebührensummen etc.) zurückgesetzt
werden!
Auf Windows-Rechnern können Sie die aktuelle Baudrate mit der "DataBox
Systemsteuerung" (in der DataBox-Programmgruppe, unter Windows 95/98/NT auch in der
Systemsteuerung) automatisch ermitteln und verändern.
Sprache einstellen: AT &HSn
Die Texte im LC-Display der DataBox können in verschiedenen
Sprachen angezeigt werden. Unterstützt werden zur Zeit
AT &HS0 deutsch,
AT &HS1 englisch,
AT &HS2 französisch,
AT &HS3 italienisch,
AT &HS4 flämisch,
AT &HS5 dänisch,
AT &HS6 norwegisch,
AT &HS7 slowenisch.
Urstart: AT &HU
Das Urstart-Kommando AT &HU setzt die DataBox in den
Auslieferungszustand zurück: Alle gespeicherten Telefonanlagen-Einstellungen und die
Profile des AT-Modus werden gelöscht. Die Baudrate der Schnittstelle zum Rechner wird auf
9600 Bit/s zurückgesetzt.
Allgemeines
Die Anrufliste der DataBox kann ab SW-Version 3.2 bis zu 25 Einträge (vorher 10) aufnehmen. Außerdem lassen sich diese Einträge nun auch in die Anrufliste des Hagenuk Wahlhilfeprogramms per Menü übernehmen.
Ab SW-Version 3.2a ist es auch möglich, mit AT-Befehlen die Anrufliste der DataBox auszulesen und die Einträge zu löschen.
Auslesen der Anrufliste: AT &A und AT &A1
Mit dem Kommando AT &A werden die Einträge der Anrufliste ausgegeben. Das nachfolgende Beispiel zeigt das hierbei verwendete Format:
AT &A
0815 -> 4711
0814 -> 4712
OK
Bedeutung:
der Teilnehmer mit der Rufnummer 0815 hat die MSN 4711 angerufen, und
der Teilnehmer mit der Rufnummer 0814 hat die MSN 4712 angerufen.
Diejenigen, die sich beispielsweise eine eigene Software zum Auslesen der Anrufliste erstellen wollen, können auch den Befehl AT &A1 verwenden, um eine detailliertere Ausgabe zu erhalten. Auch hierfür soll das nachfolgende Beispiel das verwendete Format aufzeigen:
AT &A1
4711,0815,61981,1014,2
4712,0814,61981,60000,1
OK
Bedeutung:
gerufene MSN, anrufender Teilnehmer, Laufzeit der DataBox in Sekunden, Zeitpunkt des
Anrufs nach Start der DataBox in Sekunden, Anzahl der Anrufe
Somit kann die erste Zeile des obigen Beispiels wie folgt
interpretiert werden:
- der Teilnehmer mit der Rufnummer 0815 hat die MSN 4711 zweimal angerufen;
- die DataBox war zu diesem Zeitpunkt seit 61981 Sekunden in Betrieb (letzter Neustart);
- der letzte der beiden Anrufe erfolgte, als die DataBox 1014 Sekunden in Betrieb war.
Die Uhrzeit eines Anrufs läßt sich somit sehr einfach
berechnen:
Anrufzeit = aktuelle PC-Zeit - Laufzeit der DataBox + Zeitpunkt des Anrufs nach Start der
DataBox
Löschen der Anrufliste: AT &A2
Mit dem Kommando AT &A2 werden sämtliche Einträge der
Anrufliste in der DataBox gelöscht.
| Befehl | Funktion |
| AT A | Ankommenden Anruf annehmen |
| AT B0 AT B1 AT B2 AT B3 AT B4 AT B5 AT B7 AT B8 AT B12 |
Protokoll X.75 Protokoll V.110 async., 38400 Baud, 8n1 Protokoll V.110 async., 19200 Baud, 8n1 Protokoll HDLC (Schicht 2 und 3 transparent) Protokoll X.75 Elink-Modus (Blockgröße 256 Byte) Protokoll BTX/T-Online Protokoll 64 kBit/s transparent Protokoll PPP, async/sync Umsetzung Protokoll V.120 |
| AT Dnnn AT DPnnn AT DTnnn |
Wähle Telefonnumer nnn |
| AT DL | Wiederhole letzte Wahl |
| AT DSn | Wähle gespeicherte Nummer |
| AT E0 AT E1 |
Echo aus (im Kommandomodus) Echo ein |
| AT H0 AT H1 |
Auflegen, aktive Verbindung
beenden Ankommenden Ruf ablehnen |
| AT I0 AT I4 |
Information ausgeben: Hersteller,
Seriennr. und Firmwareversion Information ausgeben: Produktname |
| AT O | Online-Betrieb: Wechselt aus Kommando- in Datenmodus |
| AT Q0 AT Q1 |
Meldungen ausgeben Meldungen unterdrücken |
| AT Si? AT Si.j? |
Wert des S-Registers i ausgeben Wert des Bits j im S-Register i ausgeben |
| AT Si = nnn AT SiH = nnn AT SiL = nnn AT Si.j = n |
Setzt S-Register i gleich nnn
Setzt High-Byte des S-Registers i gleich nnn Setzt Low-Byte des S-Registers i gleich nnn Setzt Bit j des S-Registers i auf n = 0 oder 1 |
| AT UPX | Leitet den Update der Anlagensoftware ein (XModem-Übertragung) |
| AT V0 AT V1 |
Meldungen in numerischer Form Meldungen in Textform |
| AT X0 AT X1 AT X2 |
Connect-Meldung kurz: CONNECT Connect-Meldung mit Baudrate, z.B. CONNECT 64000 Connect-Meldung mit Protokoll, z.B. CONNECT 64000 HDLC/X.75 |
| AT Zn | Gespeichertes Profil Nummer n laden (n = 0, 1, 2) |
| AT &A AT &A1 AT &A2 |
Anrufliste auslesen (einfaches
Format) Anrufliste auslesen (erweitertes Format) Anrufliste löschen |
| AT &C0 AT &C1 |
Carrier Detect immer gesetzt Carrier Detect gesetzt, solange Verbindung |
| AT &D0 AT &D1 AT &D2 AT &D3 |
Data Terminal Ready (DTR)
ignorieren DTR inaktiv ® Kommandomodus; Verbindung bleibt bestehen DTR inaktiv ® Kommandomodus; Verbindung abbrechen Wie &D2, zusätzlich das mit AT&Yn eingestellte Profil laden |
| AT &Ennn AT &E* AT &E? |
Bei gehenden Anrufen MSN nnn als
Rufer angeben. Bei gehenden Anrufen Standard-MSN des Datenports angeben. Eingestellte Rufer-MSN für gehende Anrufe anzeigen. |
| AT &F | Aktuelle Einstellungen
zurücksetzen auf Standardwerte (mit AT&HX oder AT&W gespeicherte Baudrate bleibt erhalten!) |
| AT &HBnnn | Setzt Baudrate temporär (bis zum nächsten Reset) auf nnn Baud. |
| AT &HS0 AT &HS1 AT &HS2 AT &HS3 AT &HS4 AT &HS5 AT &HS6 AT &HS7 |
Sprache im DataBox-Display:
Deutsch Englisch Französisch Italienisch Flämisch Dänisch Norwegisch Slowenisch |
| AT &HU | Urstart: Anlage in Auslieferungszustand bringen |
| AT &HXnnn | Setzt Baudrate reset-fest auf den Wert nnn Baud. |
| AT &Lnnn AT &L* AT &L? |
Kommende Anrufe nur für MSN nnn
annehmen. Kommende Anrufe für alle MSNs annehmen, die in der Anlagenkonfiguration für den Datenport eingerichtet sind. Eingestellte MSN für kommende Anrufe anzeigen. |
| AT &Si = nnn | Setzt das angegebene String-Register i auf die Bytefolge nnn |
| AT &Vn | View Profile:
Gespeichertes S-Register-Profil anzeigen n (n = 0, 1, 2). Zeigt außerdem alle Abweichungen der aktuellen Konfiguration an. |
| AT &Wn | Write profile: Aktuelles
Profil unter Nummer n speichern (n = 0, 1, 2). Auch die aktuelle Baudrate wird resetfest abgelegt. |
| AT &Yn | Beim Einschalten Profil n laden
(n = 0, 1, 2) Zusätzlich (wenn AT&D3 eingestellt ist) bei DTR-Wechsel aktiv -> inaktiv das Profil n laden. |
| AT \Tn | Inaktivitätstimer (n = 0...255). Wenn n * 10 Sekunden lang nichts gesendet wurde, wird automatisch die Verbindung getrennt. |
Num. |
Textform |
Bedeutung |
0 |
OK |
Kommando ausgeführt |
1 |
CONNECT |
Verbindung besteht, Wechsel in den Datenmodus |
2 |
RING |
Klingelsignal, ankommender Anruf |
3 |
NO CARRIER |
Datenverbindung beendet oder gescheitert |
4 |
ERROR |
Fehlerhaftes Kommando |
5 |
(nicht verwendet) |
|
6 |
NO DIALTONE |
Keine Amtsleitung, kein freier B-Kanal |
7 |
BUSY |
Gegenstelle ist besetzt |
8 |
NO ANSWER |
Gegenstelle meldet sich nicht |
9 |
(nicht verwendet) |
|
10 |
(nicht verwendet) |
|
11 |
RINGING |
Wartet auf Annahme des Anrufs durch die Gegenstelle |
12 |
NOT IMPLEMENTED |
Funktion nicht implementiert |
Bei Einstellung von ATX2" (erweiterte CONNECT-Nachrichten) wird nach der Textausgabe eine Zahl ausgegeben. Dieser Wert wird von der Vermittlungsstelle an die DataBox gemeldet.
Beispiele:
NO CARRIER #16: Normales Verbindungsende
BUSY #17: Zielrufnummer ist besetzt
NO ANSWER #18: Keine Antwort
NO ANSWER #21: Anruf wurde abgelehnt
NO CARRIER #88: Ziel nicht kompatibel
NO DIALTONE #128: Es handelt sich hier um einen Sonderfall:
dieser Wert wird in der DataBox erzeugt und bedeutet, daß für den entsprechenden Anruf
die Amtsberechtigung nicht ausreicht.
Abhilfe: die Einrichtsoftware starten und für den PC-Port PC" die
Amtsberechtigung anpassen.
S-Reg |
Bedeutung | Standard-Wert |
0 |
Anzahl der RING-Meldungen, bis
die DataBox abhebt (0 = keine automatische Anruf-Annahme). |
0 |
1 |
RING-Zähler: Anzahl der RINGs des aktuell eingehenden Anrufs | 0 |
2 |
Escape-Zeichen | + |
3 |
ASCII Carriage Return (definiert das Ende einer Kommando-Eingabe) | 13 |
4 |
ASCII Line Feed (in Kommando-Eingaben) | 10 |
5 |
ASCII Backspace | 8 |
23 |
B2 Protokoll X.75: Link-Adresse A | 3 |
24 |
B2 Protokoll X.75: Link-Adresse B | 1 |
25 |
B2 Protokoll X.75: Modulus 8 oder 128 | 8 |
26 |
B2 Protokoll X.75: Fenstergröße | 7 |
28 |
B2 Protokoll: maximale Blocklänge | 2048 |
30 |
B3 Protokoll X.25/ISO 8208: Lowest Incoming Channel | 0 |
31 |
B3 Protokoll X.25/ISO 8208: Highest Incoming Channel | 0 |
32 |
B3 Protokoll X.25/ISO 8208: Lowest Two-way Channel | 1 |
33 |
B3 Protokoll X.25/ISO 8208: Highest Two-way Channel | 1 |
34 |
B3 Protokoll X.25/ISO 8208: Lowest Outgoing Channel | 0 |
35 |
B3 Protokoll X.25/ISO 8208: Highest Outgoing Channel | 0 |
36 |
B3 Protokoll X.25/ISO 8208: Modulus 8 oder 128 | 8 |
37 |
B3 Protokoll X.25/ISO 8208: Fenstergröße | 2 |
50 |
Konfigurationsregister: Bit 0 = 1: Tastenabfrage bei AT&Vn = 0: Abfrage ein Bit 1 = 1: Ergebniscodes beim Wählen wieder oktal wie in Firmware < 2.05 = 0: Werte dezimal Bit 4 = 1: die RING-Leitung der seriellen Schnittstelle wird bei kommenden Rufen für 2 Sek. gesetzt (um z.B. den PC aus dem Stromspar-Modus zu erwecken). Alle anderen Bits sind reserviert und sollten nicht verändert werden ! |
0 |
100 |
B1 Protokoll 0 64 kBit/s, HDLC framing 1 64 kBit/s, Bit-transparent 2 V.110 asynchron |
0 |
101 |
B2 Protokoll 0 ISO 7776 (X.75 SLP) 1 Transparent 15 Point to Point Protocol (PPP) async/sync Umsetzung |
0 |
102 |
B3 Protokoll 0 Transparent 1 T.90NL, kompatibel mit T.70NL 2 ISO 8208 (X.25 DTE-DTE) 3 X.25 DCE 15 BTX/T-Online |
0 |
103 |
B1 Protokoll V.110:
Übertragungsrate Unterstützte Baudraten: 4800, 9600, 19200, 38400 Bit/s |
19200 |
104 |
B1 Protokoll V.110: Bits pro Zeichen | 8 |
105 |
B1 Protokoll
V.110: Paritätsbit |
0 |
106 |
B1 Protokoll
V.110: Anzahl Stop-Bits |
0 |
107 |
CIP-Maske
(Low-Byte): Dienstekennung für Anrufannahme |
4 |
108 |
CIP-Maske
(High-Byte): Dienstekennung für Anrufannahme |
0 |
111 |
CIP-Wert für
ausgehende Anrufe |
2 |
String S-Reg |
Bedeutung |
Länge (Byte) |
0 |
Bearer Capability (BC) |
14 |
1 |
Low Level Compatibility (LLC ) |
17 |
2 |
High Level Compatibility (HLC) |
5 |
CIP-Wert |
CIP-Maske |
Bedeutung (ISDN Dienstekennung) |
||
S111 |
S107 |
S107 |
||
0 |
0 |
1 |
reserved speech unrestricted digital information restricted digital information 3.1 kHz audio 7 kHz audio video packet mode 56 kBit/s rate adaption unrestricted digital info with tones reserved |
|
S111 |
S108 |
S108 |
||
16 |
0 |
1 |
telephony FAX group 2/3 FAX group 4, class 1 teletex, basic & mixed mode teletex, basic & processable mode teletex, basic mode international interworking for videotex telex X.400 X.200 7 kHz telephony video telephony, first connection video telephony, second connection reserved |
|
Windowsâ ist ein eingetragenes Warenzeichen der Microsoft
Corporation.
Die Nennung hier nicht aufgeführter Warenzeichen ist kein Hinweis auf deren freie
Verfügbarkeit.
Software-Version 3.
4Copyright ã 199
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