Linux really sucks.doc 

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Weshalb Linux nicht automatisch das bessere Windows-Betriebssystem ist:

Bis zu 90% aller PCs laufen weltweit mit einem Betriebssystem der Firma Microsoft unter der entsprechenden Windows-Benutzeroberfläche. Das hat den "Erfinder" dieser Plattform (der allseits bekannte Bill Gates) zum reichsten Menschen unserer Erde gemacht. Sein Privatvermögen belief sich schon auf bis zu 80 Mrd. US-Dollar (abhängig vom Börsenkurs der Aktien). Wer würde demgegenüber nicht neidisch sein? Wer würde sich den Fängen dieses Software-Monopols nicht gerne entziehen wollen? Wer hat seine Software überhaupt schon ordentlich lizenziert (= bezahlt)?

Super-Linux schickt sich jetzt an, diese Welt zu revolutionieren: es schreibt nämlich zukünftig für mich die Hausarbeiten, kümmert sich um meine dreckige Wäsche und erledigt obendrein noch den Abwasch. Und das beste: Linux ist eine vollkommen frei verfügbare Softwareplattform. Kostenlos, aber nicht für umme! Denn wahlweise zu einem schier endlosen Download per Internet, kann der nötige Code auch gleich auf CDs zum "Unkostenpreis" erworben werden (erhältlich u.a. an jeder besseren Tankstelle) und der zugehörige Support dann über 0190er-Hotlines. Außerdem ist Super-Linux nicht einfach bloß frei verfügbare Software, sondern zugleich auch Bestandteil einer ganz bestimmten Philosophie. "Glaubenssache" wäre vielleicht ein noch treffenderer Ausdruck, wie sich gleich zeigen soll…

Denn eines muss ich an dieser Stelle einmal ganz unmissverständlich klarstellen: Linux ist vielleicht im Vergleich zu (M$-) DOS das bessere Betriebssystem, aber welcher Computernutzer kann sich heutzutage überhaupt noch an schwarzen Eingabe-Prompts aufgeilen (= typische DOS-Oberfläche)? Und beim Stichwort "Multimedia" fängt das Problem schon an: nichts leichter, als eine Soundkarte zu installieren? Denkste! Während "Windoof"-Nutzer wenigstens noch an den Segen der "Plug and Pray"-Technologie glauben dürfen, sollten Linux-Einsteiger ihr ach so verhasstes "Windows-Betriebssystem" keinesfalls vorschnell von der Platte putzen. Andernfalls dürfte es nämlich äußerst schwierig werden, Standard-Hardware wie CD-ROM-Laufwerke oder Soundkarten überhaupt zum Laufen zu bringen* ...

Und dann fängt der Spaß erst so richtig an: was die Windows-Oberfläche angeht, stehen einem unter Linux tatsächlich zig verschiedene Desktops (zu deutsch: "Schreibtischoberflächen") zur Verfügung. Aber der geneigte Anwender wird sich verwundert die Augen reiben, wenn er hinter den bunten Fassaden keine entsprechend geeigneten Anwendungsprogramme entdecken kann (vermutlich ist dies der Grund dafür, dass Star Office, "Made in Germany", sich anmaßte, gleich den gesamten Desktop zu vereinnahmen). Für echte Microsoft-Fans also, die auch auf den für ihre wahre Benutzerfreundlichkeit berühmten Apple-Computern Texte am liebsten mit M$ Word verfassen, hört spätestens hier der Spaß schon wieder auf. Schließlich gibt es auch eine Menge "kostenlose" Software für die Windows-Plattform aus Redmond: z.B. den Sambar- oder Apache-Webserver (man höre und staune!), Ghostview (leider nur als Shareware) oder die TCL-Entwicklungsumgebung und last but not least selbstverständlich auch OpenOffice (wer's denn unbedingt mag :-(.

Richtig unheimlich wird es dann, wenn man jetzt einen echten Linux-Guru um Abhilfe bittet. Schließlich muss auch die schlechteste Software irgendwann erst mal geschrieben werden. Aber das ist unter Linux überhaupt nicht das Problem: die unermüdlichen Linux-Freaks sind nämlich Tag und Nacht mit der Korrektur von Programmfehlern (Bugs) genauso beschäftigt wie mit der Weiterentwicklung "ihrer" Plattform. Wahre "Götter" also, die ihr System in- und auswendig kennen (sollte man glauben :-))). Tja, keiner von uns hat den lieben Gott wohl schon jemals zu Gesicht bekommen. Aber im Zeitalter der modernen Technik ist das auch überhaupt nicht mehr nötig. Wozu hat Mensch schließlich einen Email-Anschluss!? Schafft man es also, sein Problem in Form eines Gebets zu tippen, ist einem Antwort vom "Tastengott" gewiss. Aber Vorsicht: Mist rein, Mist raus (wie meine liebe Mutti mich immer so schön zu warnen pflegt)!

Wenn sich der "gute Bill" jetzt dagegen wirklich anschickt, "sein" Vermögen unter den Armen dieser Welt zu verteilen (wie tatsächlich bereits schon angekündigt!), sollte er nicht vergessen, vielleicht auch mir die weit über 1000 € zurückzuerstatten, die ich bislang schon in die Weiterentwicklung seiner Produkte investiert habe. An dieser Stelle sei übrigens auch vermerkt, dass ich mit dem Unix-Derivat Windows 2000 (W2K) derzeit mehr als glücklich und zufrieden bin!

Felix :-)

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* Anmerkung des Autors: Das galt so vor allem noch im Jahr 1999, als dieses Essay ursprünglich verfasst wurde. Aber auch 2002 ist es mir nicht gelungen, eine Nonamesoundkarte unter Linux einzubinden (mit der aktuellen Distribution selbstverständlich!). Heutzutage liegen die Probleme jedoch eher in der mehr als ärmlichen Unterstützung von USB-Peripherie begründet, z.B. Hauppauge WinTV USB, Siemens Gigaset M105 data u.ä.. Nach wie vor aktuelles Stichwort: "faxen über die CAPI" (sh. dazu auch das vollmundige Werbeschreiben der SuSE Linux AG zum Erscheinen von SuSE Linux 8.1 vom Oktober 2002). Im Jahre 2004 hatte ich dann vor allem noch Probleme mit der automatischen Erkennung meines USB-Sticks und der Konfiguration einer VPN-Verbindung über WLAN...


Feedback

Die folgenden anonymen Reaktionen aus meinem Gästebuch auf dieses provokante Essay möchte ich dem geneigten Leser nicht vorenthalten:

Man muss schon ein schlichter Vollidiot sein, um dies über Linux zu schreiben. Hast du eigentlich schon mal irgendein Buch gelesen oder bist du auch zu blöd dazu`?
Linuxanwender
- Monday, May 26, 2003 at 15:45:53 (METDST) - 217.84.56.135 - Mozilla/5.0 (X11; U; Linux i686; en-US; rv:1.2.1) Gecko/20021204

deine linux seite ist echt peinlich, platteste vorurteile.. :(
jham
Deutschland - October 21, 2002 at 23:28:50 (MET)

Hier noch eine Reaktion, die mich per Email erreicht hat (netterweise steht der Schreiber dazu ausnahmsweise auch mit seinem Namen):

Datum: Mon, 02 Jun 2003 19:14:06 +0200 
Bill Gates makes his money with dum suckers like you! -- Best regards - Marco.
Marco Schmidt - Kyalami South Africa.

Offenbar spricht dieser Stil ja auch Bände über die Umgangsformen in der Linux-Community (man beachte dazu noch meinen Thread aus der UUGRN vom Dezember 1998). Denkst Du etwa genauso???


Auch noch lesenswert:

Der absolute Linuxfreak - ein Phantom?

(diese Stellenanzeige lief über mehrere Monate bei Stepstone; offenbar erfolglos!?)

Man beachte hierbei neben der katastrophalen Rechtschreibung vor allem auch die Tatsache, dass der Mailto-Link mein Pegasus Mail 3.12c DE unter Windows 2000 gnadenlos zum Absturz bringt. Ist das nicht irgendwie bezeichnend???

CHECKLISTE FÜR LINUXUSER 

(das spricht mir aus tiefstem Herzen ;-)

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