Stephan Braun legt SPD-Kreisvorsitz nieder
Kreisvorstand bittet einstimmig Felix Rapp um seine Kandidatur

Der Sindelfinger Landtagsabgeordnete Stephan Braun legt bei der Kreisdelegiertenkonferenz (KDK) am 14. März in Waldenbuch aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als SPD-Kreisvorsitzender nieder. Dies hat er jetzt dem SPD-Kreisvorstand und weiteren Funktionsträgern seiner Partei mitgeteilt.

Der Kreisvorstand hat daraufhin einstimmig Felix Rapp gebeten, für den Vorsitz zu kandidieren.

„Im vergangenen Jahr hat mir mein Körper seine Grenzen gezeigt. Auf ärztlichen Rat hin hätte ich den Vorsitz schon länger niederlegen sollen. Ich habe das abgelehnt, weil ich Euch die Verantwortung, die Ihr mir übertragen habt, nicht einfach vor die Füße werfen wollte. Ich wollte das Wort halten, das ich Euch vor einem Jahr gegeben habe: Meine Kraft einzusetzen, um Richtung, Strukturen und Personen für einen Neuanfang der SPD in unserem Kreis Böblingen zu finden“, heißt es in dem Schreiben wörtlich. Mit der KDK am 14. März sei in seinen Augen der richtige Zeitpunkt zur Wahl eines neuen Kreisvorsitzenden gekommen.

Der neue Kreisvorstand habe erstaunlich rasch zu einer konzentrierten und konstruktiven Arbeit gefunden. Das öffentliche Bild der SPD im Kreis Böblingen sei nicht mehr von Personalquerelen bestimmt und die Partei sei auf gutem Wege, die Ortsvereine wieder zu beleben. Das gelte für den Ortsverein Grafenau, der vergangene Woche mit viel Schwung und einer neuen Mannschaft aus erfahrenen und jungen Kräften wieder an den Start gegangen ist. Das gelte auch für den OV Schönbuchlichtung, der sich noch diese Woche aus den Ortsvereinen Altdorf, Hildrizhausen und Weil im Schönbuch gründet und die Chance biete, die örtlichen Gliederungen von Formalien zu entlasten, Kräfte zu bündeln und verbindende Themen gemeinsam anzugehen.

Stephan Braun verweist darüber hinaus auf die in seiner Amtszeit erfolgte Gründung von „SPD ve biz“. Damit biete die SPD als erste Partei im Kreis und als eine der ersten im Land ein Forum für Migrantinnen und Migranten. Überdies sei man in der Findungskommission zuversichtlich, dem Kreisvorstand in den nächster Zeit einen überzeugenden Vorschlag zur Bundestagskandidatur unterbreiten zu können.

„Damit sind der Abwärtstrend und die Zerstrittenheit überwunden, aufgrund derer der alte Kreisvorstand vor einem Jahr zurückgetreten war. Wir sind auf gutem Wege, aber noch nicht vollends über dem Berg. Die Chancen, die inzwischen wieder vor uns liegen, müssen wir noch ergreifen“, so Braun wörtlich.

Er bitte deshalb die Mitglieder seiner Partei diesen Kurs unvermindert fortsetzen, um die Chancen der SPD für das Superwahljahr 2009 auch tatsächlich zu nutzen und verspreche als Abgeordneter im Landtag nach Kräften dabei mitzuwirken.

 
 
 
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