(alle Texte Copyright by Margrit Storl)
Im Oktober 2005 ist "Mein lyrischer Gartenkalender" als Buch erschienen:
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Des Winters Freud´
Das Jahr wird heut vier Wochen alt und draußen ist es bitterkalt Die Schneekristalle glitzern, funkeln. Von neuem Schneefall sie gar munkeln.
Der wunderbare Sonnenschein lädt uns zur Winterwandrung ein. Die Huskie-Hunde tummeln sich im Schnee herum und freuen sich.
Ein Schneemann lacht mit Möhrennase. Die frißt jetzt bald der kleine Hase. Die Kinder, die sich grad noch stritten, fahrn fröhlich nun mit ihren Schlitten.
Die Welt glänzt wie im Märchen heute, weil niemand nirgendwo was streute Die Bäume stehn mit weißer Pracht, darunter tobt ne Schneeballschlacht.
Der Sieger geht vergnügt nach Hause und macht jetzt eine Mittagspause. Ich koche eine heiße Suppe und näh ein Kleid für Sarahs Puppe. |
Des Winters Leid
Das Jahr wird heut vier Wochen alt und draußen ist es bitterkalt. Drei schwarzeRaben streiten sich um etwas Brot ganz fürchterlich.
Die Mäuse frieren unterm Schnee und haben davon Magenweh. Auch Regenwürmer kriechen tiefer und treffen dort manch Ungeziefer.
Der Maulwurf wartet nur darauf, schließt seine Speisekammer auf. Der Goldfisch schnappt umsonst nach Luft Kein Kuckuck aus dem Wald mehr ruft.
Vom Frost kriegt mancher Mensch jetzt Beulen, Dem Eisverkäufer ist zum Heulen. Die Straßen sind jetzt spiegelglatt. Wohl dem, der da kein Auto hat.
Ich stricke eine rote Mütze und komme dabei sehr in Hitze. Das wird wohl eine Grippe werden, ich stöhne schon vor den Beschwerden.
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Du hast gedacht, im Februar
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Der Frühling kommt auch dieses Jahr
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Mit etwas Verspätung zeigt uns April
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Es ist noch einmal kalt geworden.
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Schon
wieder ist Vergangenheit
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Herbst
im Garten und
in meinem Leben. Wie
viele Früchte hab’
ich wohl gegeben? Manchmal
steck’
ich jetzt in
einem „Tief“, weil
Sommer zu schnell davon mir lief. Septembertage
mit goldner Farbe, spür’
Traurigkeiten nur als Narbe. Seh’
dankbar unsern Erntesegen, will
Sorgen schnell zur Seite legen, genießen
diese Herbstgerüche und
Pilze sammeln für die Küche. Der
Wald steckt heute voller Wunder und
wird mit jedem Tage bunter.
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Noch immer blüht es in meinem
Garten.
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