FREIWILLIGE FEUERWEHR VILLMAR - SEELBACH

Historisches

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Seelbach

Die Freiwillige Feuerwehr Seelbach ist eine noch sehr junge Einrichtung. Denn in den Jahren vor 1932 gab es nur die Pflichtfeuerwehr. Der Bürgermeister, bzw. der Gemeindevorstand bestimmte bis dahin Männer aus der Gemeinde, den Brandschutz zu sichern.

 

Am 1. Dezember 1932 gründeten 25 Seelbacher im Lokal von Emil Huth die Freiwillige Feuerwehr. Sie machten es sich zur Aufgabe den Brandschutz zu gewährleisten und die Kameradschaft zu pflegen. Auf der Gründungsversammlung wurden Emil Huth zum 1. Kommandanten, Wilhelm Wolf zum 2. Kommandanten, Hermann Göbel  zum Schriftführer und Heinrich Stahl zum Kassenführer gewählt. Einen Grundstock zur Kasse legte die Gemeinde mit 10 Reichsmark.

 

Gründungsmitglieder waren:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schon im Gründungsjahr traten die Kameraden geschlossen der im Kreis Oberlahn geführten Sterbekasse bei. Die Sterbekasse Oberlahn besteht auf Gegenseitigkeit und dient zur finanziellen Unterstützung der Hinterbliebenen eines verstorbenen Feuerwehrkameraden. Bis zum Jahre 1937 wurde der Beitrag der Sterbekasse folgendermaßen erhoben: Für jeden verstorbenen Kameraden wurde von allen Mitgliedern ein Beitrag von 20 Pfennig geleistet. Diese Art der Bemessung wurde im Jahre 1937 aufgegeben und auf einen monatlichen Beitrag umgestellt. Die Sterbekasse Oberlahn besteht noch heute und ein Großteil der aktiven und passiven Seelbacher Feuerwehrangehörigen sind  dort Mitglied.

 

Schon früh erkannte man, dass die angeschafften Geräte einer besonderen Wartung und Pflege bedurften. Daher erweiterte man bereits 1934 den Vorstand um den Posten des Gerätewartes.

 

Die Auswirkungen des Krieges machten sich auch in der Seelbacher Wehr bemerkbar. Verschiedene Kameraden zog man zum Wehrdienst ein und die Feuerwehr wurde der Militär- und SS-Gerichtsbarkeit unterstellt.

Nähere Angaben über Feuerwehrtätigkeiten in den Kriegsjahren liegen uns leider nicht vor.

 

Führung der Freiwilligen Feuerwehr Seelbach von damals bis heute

Aus den alten Büchern der Wehr und zum Teil durch Berichte von noch lebenden Zeitzeugen konnten wir folgende Ortsbrandmeister und Wehrführer feststellen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leistungsübung

Die erstmalige Teilnahme an einem Wettkampf in Aumenau wurde im Jahr 1964 protokolliert. Nach einer über 30-jährigen Wettkampfabstinenz bereitete sich eine Gruppe der Feuerwehr Seelbach auf ihre erstmalige Teilnahme am Kreisleistungswettkampf im Mai 1991 in Hadamar vor. Nach einer mehrmonatigen harten Vorbereitungszeit in Theorie und Praxis und einer misslungenen Generalprobe belegten sie punktgleich (994 von 1.000 zu erreichenden Punkten) mit vier wettkampferfahrenen Mannschaften den "Ersten Platz". Erst im Stechen wurden sie auf einen guten fünften Platz von 16 teilnehmenden Mannschaften verwiesen.  1992 wurde der Kreisleistungswettkampf erstmalig  in Villmar durchgeführt. Hier belegte unsere Mannschaft den sechsten Platz.

Bei der dritten Teilnahme an den Kreisleistungswettkämpfen 1993, ebenfalls in Villmar, konnte unsere Wehr punktgleich mit der erstplatzierten Wehr Werschau den zweiten Platz belegen. 1994 erreichte die Leistungsgruppe den ersten Platz und qualifizierte sich dadurch für die Teilnahme beim Bezirkswettkampf des Regierungsbezirkes Gießen. Dieser wurde in Homberg/Ohm ausgetragen. Hier konnte die Gruppe den fünften Platz belegen.

1995 fand der Kreisleistungswettkampf in Seelbach statt. Unsere Mannschaft konnte den Erfolg des Vorjahres wiederholen und erneut als Sieger zum Bezirksentscheid nach Schlüchtern fahren. Dort belegte die Gruppe den sechsten Platz. Zum dritten Mal in Folge konnte sich unsere Leistungsgruppe 1996 durch den Sieg auf Kreisebene für den Wettkampf auf Bezirksebene in Cappel qualifizieren. Nur die Gewalten der Natur konnten unsere in Theorie und Praxis fehlerfreie Gruppe von der Teilnahme am Landesentscheid fernhalten. Durch den während unserer Übung herrschenden starken Wind war es nicht möglich mit dem eingesetzten Schaumstrahlrohr die Klappfallscheiben mit dem Wasserstrahl zu erreichen. Hierdurch kam es zu einer Zeitüberschreitung der vorgegebenen Gesamtübungszeit, die unsere Gruppe nur den siebten Platz erreichen ließ.

Der vierte Sieg in Folge wurde 1997 auf Kreisebene errungen. Bei der darauf folgenden Teilnahme am Bezirkswettkampf in Antrifttal-Ruhlkirchen belegte die Gruppe einen hervorragenden vierten Platz. Auch im Jahr 1995 erreichten wir mit 1.000 Punkten den ersten Platz auf Kreisebene, und qualifizierten uns erneut für den Bezirksentscheid in Grünberg. Dort sahen die fachkundigen Zuschauer eine fehlerfreie praktische Übung und auch der theoretische Teil wurde ohne Fehlerpunkte absolviert. Doch die Schiedsrichter notierten einen Fehler, den es bei dieser Übung als Bewertungskriterium überhaupt nicht gab. Mit zwei weiteren Mannschaften mussten wir deshalb ins Stechen und belegten schließlich einen enttäuschenden vierten Platz. Unsere Leistungsgruppe sowie die Mannschaft aus Marburg-Michelbach, reichten daraufhin offiziell beim Regierungspräsident in Gießen eine Beschwerde über die Bewertung des praktischen Übungsteils ein. Völlig überraschend wurden daraufhin beide Mannschaften für den Landesentscheid nachnominiert. Dort hat unsere Mannschaft eine sehr gute und fehlerfreie praktische Übung gezeigt. Lediglich der Fragebogen bereitete den Teilnehmern Schwierigkeiten. 1999 belegten wir mit einer neu formierten Wettkampfgruppe auf dem Kreisentscheid den sechsten Platz.

 

 

· Ernst Anschütz

· Karl Anschütz

· Hermann Ebel

· Otto Fink

· Hermann Freitag

· Hermann Göbel

· Richard Göbel

· Richard Höhler

· Emil Huth

· Ernst Huth

· Richard Kalheber

· Hermann Kaulbach

· Hermann Keller

· Albert Knuth

· Adam Lenz III

· Ernst Löber

· Ewald Remy

· Otto Schäfer

 

· Willi Sommer

· Heinrich Stahl

· Otto Stahl

· Oswald Stamm

· August Völker

· Wilhelm Wolf

· Karl Zanger

 

1932 bis 1942

Emil Huth

Ortsbrandmeister

1942 bis 1946

Hermann Keller

Ortsbrandmeister

1946 bis 1947

Richard Kalheber

Ortsbrandmeister

1947 bis 1967

Hermann Keller

Ortsbrandmeister

1967 bis 1971

Richard Nickel

Ortsbrandmeister

1971 bis 1981

Edgar Göbel

Wehrführer

1981 bis 1989

Karl Huth

Wehrführer

1989 bis 1999

Benno Stahl

Wehrführer

1999 bis heute

Andreas Huth

Wehrführer