Einsätze
NACH DER
GRÜNDUNG DER FREIWILLIGEN FEUERWEHR GAB ES FOLGENDE NENNENSWERTE BRÄNDE UND
EREIGNISSE
1876 24. Juni beim Wohnungsbrand Familie Kaltofen Nr. 134 (heute Dorfstraße 116) musste die junge Wehr ihre Feuertaufe bestehen
Blitzschlag im Gut Nr. 26 - zwei Kühe im Stall vom Blitz erschlagen
Ebenso im Gut Nr. 10 – dort wurden ein Bulle und ein Kalb getötet
1878 brannte die Öl – und Wahlmühle Nr. 39 ab.
1881 dem 4. Mai brannte das Gut Nr.28 a ab.
1884 Friedrich Wolfs Wohnhaus Nr. 28 brennt ab.
1885 Brannte Träger Nr. 85 ab, welches Feuer durch mit Streichhölzern spielenden Kindern verursacht wurde.
1889 am 12. Juli richtet Hagelschlag hier sehr großen Schaden an.
1890 brannte Karl Frankes Scheune nieder
1891 äscherte der Blitz das Wohnhaus von Gustav Koch Nr. 41 ein; am 04. Juli brannte August Hennigs Haus Nr. 115
1892 den 22. Juni Fischers Gut Nr. 121 (Blitzschlag)
1894 Emil Fischers Gut Nr. 70 durch Brandstiftung , Merkels Feldscheune Nr. 109 am
Himmelfahrtstag ebenfalls durch Brandstiftung.
1895 Fürchtegott Butters Gut Nr. 32 infolge Blitzschlages
1896 Gustav Kohls Gut Nr. 29 durch Selbstentzündung
1897 Oswald Schlesiers Gut Nr. 44 durch Erhitzung des Getreides, Böhmes Scheune
Nr. 58 durch Blitzschlag am Schulfest; am 30. Und 31. Juli Hochwasser
Eisenbahnbrücke – Ölmühle wurde mit weggerissen
1899 die Merkelmühle Nr. 35 durch Kinder
1902 Rudolf Kuhnert Nr. 124 / Oehme Nr. 23
1906 Klotz Haus am Tage des Stiftungsfestes der Freiwilligen Feuerwehr
1907 Herrmann Fischers Scheune Nr. 100 am Hohneujahr durch glühende Asche
1908 den 27. Juli das Gut Nr. 2 Dittrich genannt „Oberbauer“, infolge Blitzschlag
1912 Herrmann Fischer Nr. 80 durch Fall der Sturmlaterne
1915 Ernst Göhler Nr. 76 am zweiten Weihnachtsfeiertag durch mit brennende Kerzen
spielende Kinder
1916 die erst 1910 errichtete Molkerei
1926 den 01. Mai Kempes gesamtes Gut Nr. 34
1927 am 05. Februar Max Bellmanns Wohnhaus Nr. 54
1930 am 06. Mai Martin Schlesier durch Blitzschlag
1931 am 07. Juli heftiges Gewitter mit starkem Hagelschlag
1933 Wohnhaus Fischer Alfred Nr. 152
Wohnhaus Braun Woldemar Nr. 50
1934 Scheune Fischer Nr. 121 - jetzt Dorfstraße 91
1936 Hochspannungsleitung von Clausnitz nach Nassau durch starken Rauhreif fast völlig
zerstört.
1937 Feldscheune Göhler Nr. 10
1942 Scheune Göhler Alfred Nr. 61 - jetzt Dorfstr. 69
1943 Wohnhaus Bellmann Gertrud Nr. 74 - jetzt Wiesenweg 8
1945 13. Februar Einsatz bei Dresden (Bombenangriff)
1948 Waldbrand Abt. 13
1953 22. Februar Wohnhaus Glöckner Max Nr. 143 - jetzt Dorfstr. 124
1953 Stubenbrand Preußler Max Nr. 93 - jetzt Dorfstr.26
1956 22.02. Scheune Müller Karl Nr. 23 - jetzt Gutsweg 3
1959 Stall bei Apitz Heinz Nr. 2 – Blitzschlag – jetzt Dorfstr.1
1960 Scheune Fischer Horst Nr. 137 B - jetzt Dorfstr. 113
1962 Wohnhaus und Scheune Wolf Herbert Nr. 6 - jetzt Dorfstr. 10
1963 Scheune Herklotz Max Nr. 14 - jetzt Dorfstr.39
1965 Wohnhaus Wolf Max Nr. 28 B abgebrannt (Christlieb) – jetzt Ratsmühlenweg
1970 Großbrand bei Großmann Nr.55 – jetzt Dorfstr.88
1970 Ende Juli Wolkenbruch im Oberdorf
1983 27. Juni Hagelschlag mit erheblichen Schäden
1985 14. Mai wolkenbruchartiger Regen – Grundstücke überflutet, Schäden auf Feldern
1986 12.08. Strohschauer bei Apitz Nr. 2 (Blitzschlag) - jetzt Dorfstr.1
1986 10.04. Schornsteinbrand Lindenweg Nr.9
1986 27.05. Gewitter mit wolkenbruchartigen Niederschlägen
1987 26.06. Hochwasser – Einsätze bei Wolf, bei Morgenstern
1989 29.08. Kohlenbunkerbrand bei Dulewicz
1990 am 17. November wird durch eine Windhose in der Nähe vom Erbgericht ein Dach
abgetragen. Durch umherfliegende Teile werden Stromleitungen, Gebäude und PKW´s beschädigt.
1990 30.09. Schornsteinbrand Grundstück Buchwald
1994 28.01. Unfall LKW (Milchtransporter) B 171
1995 11.02. Unfall umgestürzter LKW (Düngertransporter) B 171 in Bienenmühle (Bilder: siehe unten)
1996 03. Mai Wasserhose über den südlich des Ortes gelegenen Feldern niedergegangen.
Die Grundstücke Dulewicz, Hotel „Gasthof Conrad“ und eine ganze Reihe
Grundstücke talabwärts wurden teilweise stark überflutet.
2001 23.08 Verpuffung im sanierten Schornstein | Ölmühle 6
2001 Kuhstall unter Schneemassen zusammengebrochen (Bilder: siehe unten)
2002 12.-15.August Jahrhundertflut, Über 20 Einsatzorte, 26 Kameraden im Einsatz
2002 30.12. Hochwasser wegen Tauwetter und starkem Regen
mehrere Einsätze wegen umgestürzter Bäume nach Sturm und Beseitigung von Ölspuren nach VKU.
HOCHWASSEREINSÄTZE
WAREN IN DEN JAHREN
1927 / 1937 / 1947 / 1954 / 1958 / 1970 / 1985 /1986
/ 1988 / 1989 / 1992 / 1996 / 2000 / 12.-15.08.2002 / 30.12.2002
Als die Bahnstrecke Freiberg – Holzhau noch mit Dampflokomotiven betrieben wurde, kam es zu unzähligen Bahndammbränden, wo die Kameraden unserer Feuerwehr zur Hilfe eilten.
In den letzten Jahren kamen immer mehr technische Hilfeleistungen hinzu:
z.B.:
- Beseitigung von Ölspuren,
- Unfälle mit Kraftfahrzeugen
- Beseitigung von umgestürzten Bäumen
- Auspumpen von Kellern und Wohnungen
Die Kameraden der Nassauer Feuerwehr kamen zu zahlreichen Hilfeleistungen auch außerhalb der Ortsgrenzen zum Einsatz.
Genannt seien an dieser Stelle aber nur zwei der Spektakulärsten.
Zu einem nie vergessenen Einsatz wurde die Wehr am 13. Februar 1945 nach Dresden beordert. Ein Inferno aus Bombenhagel und
brennenden Straßenzügen ließ die Nacht zum Tag werden.
Menschenmassen strömten aus der Stadt . Am Gerichtsgefängnis wurde Löschbereitschaft bezogen. Wasser war nicht verfügbar, so
beteiligten sich die Kameraden am Eimer löschen. Zu diesem Zweck standen auf dem Dachboden mit Wasser gefüllte Bottiche.
Wie durch ein Wunder ist keiner der Nassauer Feuerwehrleute zu Schaden gekommen.
Mit zwei herausgerissenen Autotüren und kaputten Scheiben waren alle wohlauf am nächsten Abend wieder zu Hause.
Die älteren Kameraden können sich noch sehr gut an den Großbrand im Sägewerk Bienenmühle 1956 erinnern. Die Löscharbeiten
wurden durch die strenge Kälte (-20°C) erheblich erschwert.
Die Nachkriegszeit war auch für die Wehr eine sehr schwierige Zeit.
Die Menschen waren müde und interesselos gegenüber Organisationen, die mit Uniformen in Verbindung gebracht wurden.
Die Technik war am Boden. Aber die Bevölkerung im Ort war angewachsen durch die Aufnahme von Umsiedlern und ausgebombten
und verwundeten Bürgern.
Durch die ständigen Stromsperrungen dominierte die Wachskerze und die Brandgefahr war sehr groß.
Doch die Menschen erkannten bald, dass die Freiwillige Feuerwehr eine Organisation zum Schutz und zur Sicherheit der Bevölkerung
vor Brand – und Katastrophengefahr ist.
Mit großer Mühe und Geduld wurde wieder eine Dienstbetrieb aufgebaut.
In den Folgejahren wurde neben dem tätigen Brandschutz immer mehr Augenmerk auf den vorbeugenden Brandschutz gelegt.
Anfang der fünfziger Jahre gingen die Freiwilligen Feuerwehren mit den gesamten Inventar in die Rechtsträgerschaft der
„Deutschen Volkspolizei“ über.
Am 18.Januar 1956 wurde das Gesetz zum Schutz vor Brandgefahren (Brandschutzgesetz) von der Volkskammer der
Deutschen Demokratischen Republik verabschiedet.
Das regelte auch die materielle Abtrennung von der Volkspolizei.
Alles Inventar ging wieder in die Eigenverantwortlichkeit der Gemeinde über.
Für die Aus – und Weiterbildung ist aber weiterhin das VPKA – Abteilung Feuerwehr zuständig.
Anfangs der sechziger Jahre wurde in vielen Lebensbereichen die Arbeit der Frauen immer mehr einbezogen, so auch in der Feuerwehr.
In der FF Nassau wurde am 12.12. 1963 eine Frauengruppe mir 9 Kameradinnen gebildet. Diese Frauengruppe war bei
Ausscheiden und Wettkämpfen sehr erfolgreich und belegte immer vordere Plätze.
Der Rückgang im Brandgeschehen ist ebenfalls mit ein Verdienst der Kameradinnen und Kameraden der Wehr. Wurde früher
die Bekämpfung von Bränden als alleinige Aufgabe angesehen, so konnten, durch die ständige Entwicklung des vorbeugenden Brandschutzes,
die Bürger zum brandschutzgerechten Verhalten erzogen werden.
Die Brandschutzgruppe, der auch die Frauen mit angehören, konnte durch ihre gewissenhafte Kontrolltätigkeit und Aufklärung der Bürger
in Haushalten, in der Landwirtschaft, in gewerblichen Betrieben und öffentlichen Einrichtungen dazu beitragen, Brände zu verhüten.
Einsatz am: 11.02.1995


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Einsatz am: 30.12.2001
Kuhstall unter Schneemassen zusammengebrochen


