Entwicklung der Ausrüstung und Technik

Bereits
im Sommer 1876 übergab die Gemeinde der jungen Wehr als erste Ausrüstung:
45 Helme,
48 Blusen,
28 Beile,
4 Leitern,
17 Laternen,
8 Steigleitern,
8 Hupen,
5 Signalhörner,
8 Rettungsleinen und
vierrädrige Abprotz –
Spritze Flader (Nr. 1)
Saugwerk und 180 m
Schlauch.
Gesamtkosten: 1600 Mark,
wozu der Staat eine Beihilfe von
800
Mark gewährte.
1885
wurde an Merkels Beigut Nr. 63 ein Übungsplatz angelegt und der Steigerturm am
Scheunengiebel erbaut.
Die
Mitgliederzahl von 25 stieg beständig,
obwohl manche Auseinandersetzung, mehr persönlicher Art, auch manchmal
Austritte zur Folge hatte.
Bis
1900 war die aktive Stärke der Wehr auf rund 50 Kameraden angewachsen und mit
der Bildung eines 2. Spritzenzuges im
Niederdorf im Jahr 1907 war eine spürbare Erweiterung der Wehr verbunden, die
Mitgliederzahl stieg, bis 1930 der Höchststand von rund 70 aktiven Wehrmännern
erreicht wurde. Dem 2. Spritzenzug wurde die Flader – Spritze Nr. 2 übergeben.
Nach
der Gründung des 2. Spritzrnzuges wurde auch bald eine Sanitätsabteilung
geschaffen.
1901
zur Wiederkehr des 25. Gründungstages übergab Gemeindevorstand Heinrich
Reichelt der Wehr in Anerkennung ihres Dienstes die Händel – Spritze (Nr. 2)
eine vierrädrige Saug – und Druckspritze.
Der
1. Weltkrieg blieb nicht ohne störende Einwirkung auf die Wehr, denn im
September 1914 wurden sogleich 26 Mitglieder zum Heeresdienst eingezogen, von
denen acht fielen.
Aus den Anfängen der ursprünglichen Signalisierung entwickelte sich nach und nach eine leistungsfähige Feuerwehrkapelle, die sich bereits 1925 am Feuerwehrtag in Freiberg geschlossen beteiligte.
1926
beging man die Feier des 50 jährigen Jubiläums.
Während des 50 jährigen Bestehens ist
die Wehr im Orte bei 33 Bränden tätig gewesen; bei auswärtigen Hilfeleistungen,
deren Zahl nicht genau festzustellen ist, erhielt die Wehr siebenmal die erste
und siebenmal die zweite Spritzenprämie.
Erfreulicherweise wurden im Laufe der
Jahre eine große Anzahl von Mitgliedern durch Ehrenzeichen für lange und treue
Dienste ausgezeichnet.
Zurzeit ist die Wehr 70 Mann stark. An
Geräten sind vorhanden: drei Spritzen, ein Steigerturm und sonst alles
erforderliche Inventar. Die Gemeinde betrachtet es als Ehrensache, der
Feuerwehr die gebührende Unterstützung zu gewähren, so hat dieselbe 1931 – 1932
für sie einen 2500 Quadratmeter großen
Übungsplatz errichten lassen, damit die Übungen nicht mehr auf der Dorfstraße
mit dem stetig wachsenden Verkehr gehalten werden brauchten.
„Möge auch
die kommenden Zeit „ , so beendete das Ehrenmitglied Ewald Göhler seinen
Bericht anläßlich der 50. Jubelfeier, „in der Wehr Männer finden, die, keine
Gefahr achtend, vor keiner Mühe zurückschreckend, uneigennützig und allein aus
hingebender Nächstenliebe bedrängten und in Not geratenen Mitmenschen, welchen
Standes sie auch seien, welcher Partei sie auch angehören, Hilfe zu bringen
imstande sind. „
1928
Elektrische
Beleuchtung der beiden Spritzenhäuser (Nr. 63 b und
Nr. 142c )
1931
Übergabe
des am Schäfergut angelegten Feuerwehr – Übungsplatzes
1932
Übergabe
der in Eibenstock angekauften zweistrahligen Abprotspritze
Flader (Nr. 3) ( 30 l pro Minute, Wurfweite 33m) und
50 m Schlauch.
1933
Errichtung
eines Spritzenschuppens im Oberdorf ( Gut Böhme Nr. 3)
Für die Flader – Spritze Nr. 1
1934
/
34 der Merkel – Teich wird durch den Freiwilligen Arbeitsdienst
entschlammt, um denselben neben Feuerlöschteich auch
als Freibad zu benutzen
1935 Bereitstellung für alle 3 Spritzenhäuser zur
Bekämpfung von
Waldbränden je 30 Spaten,
Kreuzhacken, Schaufeln, Patschen sowie
Äxte und Beile
1936
Mit
dem Bau der Teilwasserleitung Oberdorf wird der 1. Hydrant am
Kirchweg zwischen Hetze – Schmiede und Kirchschule
der Feuerwehr
übergeben.
1937
Der
PKW „Horch“ (8 Zylinder, 100 PS) wird angekauft, der als
Mannschaftswagen dient und zum Transport der
Fladerspritze
Nr. 1 verwendet wird.
Die Garage des Gemeindeamtes wird als Geräteraum
ausgestattet.
1939 Ankauf der Flader – Motor – Spritze (Nr. 4) (800
l/min) mit
Schwenkwagen, Zubehör, 250 m Schlauch.
Die reichliche Hälfte dieser Anschaffung wurde vom
Ehrenmitglied
Emil Richter gestiftet.
Gleichzeitig wurden der Wehr 16 Stahlhelme
übergeben.
1940 Einbau der 1. Sirene im Ort auf dem Gemeindeamt
1941 wurden 50 Arbeitsmützen und die restlichen 36
Stahlhelme sowie
neuer Stoff für 40 Dienstjoppen und
16 Diensthosen beschafft.
Geplant war noch eine fahrbare
Schiebeleiter, die aber nicht mehr
angeliefert wurde.
1957
erhielt
die Wehr die 2. Motorspritze TS 8, die dem II. Spritzenzug
im Niederdorf übergeben wurde.
1962
Durch
die geplante Übernahme des Mannschaftswagens und der
bis dadurch erfolgten
Beengung in der vorhandenen Garage wurde der
1964
Bau einer anderen Unterkunft notwendig. Nach dem
Ankauf einer
Scheune in der Nähe des
Gemeindeamtes, wurde mit einem
Kostenaufwand von 33TM und vielen
freiwilligen Leistungen der
Kameraden und Einwohner des Ortes
unser heutiges Gerätehaus
(den damaligen Ansprüchen
entsprechend) mit einer Wohnung
ausgebaut.
1963
12.
Dezember Gründung der Frauengruppe als
Brandschutzgruppe
1964
06.
Februar Gründung der
Arbeitsgemeinschaft „Junge Brandschutzhelfer“
1965 Übergabe eines gebrauchten Mannschaftswagens durch
die Abteilung F
beim Rat des Kreises Brand –
Erbisdorf,
Abschied vom alten „Horch“
1974
Übergabe
eines Löschfahrzeuges LF 8 Robur, dazu
ein Schlauchtransportanhänger (STA).
Damit ging nicht nur ein Wunsch der Kameraden und
der Gemeinde in
Erfüllung, ein solch modern ausgerüstetes Fahrzeug
zu besitzen, es war auch eine Anerkennung für unsere gesamte Wehr, die durch
die Erringung der Leistungsstufe II im Jahr 1968 und der Leistungsstufe I im
Jahr 1971 und deren erfolgreichen Verteidigungen in den folgenden Jahren
bewiesen hatte, das der Ausbildungsstand den zur Zeit geforderten
Vorraussetzungen entsprach.
1975 Ausbau des Feuerlöschteiches an der Schule
1981
wurde
der FFW Nassau als erste im Wirkungsbereich Rechenberg –
Bienenmühle der Titel „Vorbildliche freiwillige
Feuerwehr“ zuerkannt.
1991 29.Juni
Gründung der Jugendfeuerwehr Nassau unter Leitung von
Kamerad Andre Hantzsch
1991
Anschaffung
eines 50 kg Pulverlöscher von GLORIA
1992
Umrüstung
der Funktechnik
1993
25.
August Inbetriebnahme der Feuerwehr –
Leitstelle in Freiberg
1994
13.
Juni Anschaffung von zwei
Handfunksprechgeräten
1995
Ablösung
des LF 8 durch ein LF 8 Robor Typ Mercedes Benz 911.
Dieses Fahrzeug ist zwar nicht nagelneu, bringt aber
außer der
Leistungsstärke noch viele andere Vorteile
1999 Sirenenumbau an der alten Mühle
1999
Beschaffung
von Atemschutztechnik – 8 Schutzmasken
und 4 PA –
Geräte von AUER
1999 Schaffung eines Schulungsraumes ( 475
Stunden Eigenleistung)
2000
Renovierung
der Außenfassade und der Fahrzeughalle
innen.
Befestigung der Hoffläche und Wegbau
( 640 Stunden Eigenleistung)
2000 Unterbringung der Einsatzbekleidung von 15
Kameraden im Gerätehaus.