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Chronik der Abteilung Ühlingen
Seit 1890 ist Ühlingen von zahlreichen und schweren Brandkatastrophen heimgesucht worden. Das alte Ühlingen von einst ist verschwunden und mit ihm die schönsten, alten, geräumigen, mit Schindeln eingedeckten Schwarzwaldhäuser.
So vielen am 8 September 1890 einem Großbrand in der Walligaß zehn Häuser zum Opfer. Der Brand brach damals im "Bären" aus, wobei auch 12 Stück Vieh verbrannten. im heißen, trockenen Sommer des Jahres 1911 brach mittags um zwei Uhr im Hause Ernst Schäuble Feuer aus. Mit rascher Geschwindigkeit breitete es sich aus und äscherte im Ortsteil Holz neun Häuser ein.
Ein besonders tragisches Jahr war das Jahr 1930 für den Ort (damals eigenständige Gemeinde) Ühlingen. Achtmal ertönte in diesem Jahr Feueralarm in Ühlingen. Unheimlich war die Häufung dieser Brände, und die Ühlinger Bevölkerung war so sehr verängstigt, das sie in den Kleidern die Nächte verbrachte und in den einzelnen Häusern die Familienangehörigen nachts abwechselnd Haus und Scheuer auf Feuergefahr kontrollierten.
Bis 1947 unterhielt die Gemeinde Ühlingen eine sogenannte Löschmannschaft. Sie wurde über die Kriegsjahre mit den daheim gebliebenen Bewohnern aufrecht erhalten. diese Löschmannschaft hat hervorragendes geleistet und ihre Einsatzfähigkeit immer wieder unter Beweis gestellt.
Nach dem Krieg im Jahr 1947 wurde dann die Freiwillige Feuerwehr Ühlingen gegründet. Aus diesem Anlaß wurden am 6.9.1947 62 Männer zu einer Versammlung einberufen, in welcher die Freiwillige Feuerwehr Ühlingen mit einer Mannschaftsstärke von 53 Mann gegründet wurde. Als Kommandant wurde Gottfried Gampp und als dessen Stellvertreter Anton Weiler gewählt. Nach der Gründung wurde gleich mit der Ausbildung und den Feuerwehrproben begonnen. Die Feuerwehrmänner wurden in fünf Einsatzgruppen eingeteilt.
Am 27.11.1955, morgends um 4Uhr brannte das Gasthaus "Alte Post". Es herrschte damals eine so große Kälte, das trotz des Brandes die Eiszapfen an den Dachrinnen nicht schmolzen. Im Jahre 1886 als diese Gastwirtschaft an Fasnacht abbrannte, soll es genauso kalt gewesen sein, daß das Wasser in den Löscheimern zu Eis erstarrte.
27.11.1955 Brand Gasthaus Alte Post
Nach dem Brand am 2.1.1968 beim Anwesen Helene Moser in Oberwitzhalden stellte sich heraus, das die Feuerwehr neu formiert und ausgerüstet werden mußte.
Am 17.2.1968 fand im Gasthaus Alte Post eine Versammlung statt, bei welcher Gottfried Gampp als Kommandant wiedergewählt wurde. Sein neuer Stellvertreter wurde Ludwig Kraus. Die Versammlung sprach sich für die Anschaffung eines Löschfahrzeugs aus. Mit dieser Forderung trat man an die Gemeinde heran, damit der Brandschutz in der Gemeinde wieder gewährleistet werden konnte. Von der Gemeinde sowie von der Feuerwehr wurde die Anschaffung eines LF8 in Betracht gezogen.
Kurz darauf wurde die Freiwillige Feuerwehr als Stützpunktfeuerwehr bestimmt. Dies hatte zur Folge, das die Wehr mit einem LF16/TS ausgerüstet werden mußte. Diese Anschaffung wurde zudem hoch bezuschußt.
1956 Brand Wohn u. Ökonomiegebäude Familie Gantert
Eine intensive Ausbildungs- und Probenarbeit mußte beginnen, um die Feuerwehr auf das Eintreffen des Löschfahrzeugs vorzubereiten.
Am 28.2.1969 wurde dann das Fahrzeug in Bad Friedrichshall in Empfang genommen und nach Ühlingen geleitet. Die Leistungsfähigkeit des Fahrzeugs wurde dann gleich der Öffentlichkeit vorgeführt.
1957 Brand Wohn u. Ökonomiegebäude Familie Hasenfratz
Einen Tag nach dem ersten Einsatz des neuen Löschfahrzeugs verstarb der langjährige Kommandant Gottfried Gampp. Er wurde mit allen Ehren von seinen Kameraden zu Grabe getragen.
In einer ausserordentlichen Generalversammlung wurde Ludwig Kraus zum Kommandant und Walter Vogt zu seinem Stellvertreter gewählt.
Vom 6. bis 8.Juni 1970 feierte man zum ersten Mal in der Geschichte der Feuerwehr das Fest der Fahrzeug und Uniformweihe. Verbunden mit dem Fest waren auch die Leistungswettkämpfe für das bronzene, silberne und goldene Leistungsabzeichen. Das Fest wurde ein großer Erfolg, die arbeitsreichen Festvorbereitungen hatten sich gelohnt.
Aus gesundheitlichen Gründen mußte Kommandant Ludwig Kraus das Kommando am 16.3.1972 niederlegen. Mit den Aufgaben als Kommandant wurde sein bisheriger Stellvertreter Walter Vogt beauftragt.
1967 Brand Opelhof (heute Hofgut Breitwiesen)
Die Eingemeindung der Orte Hürrlingen und Obermettingen machten es notwendig, die Führung der Feuerwehr neu zu ordnen. Kommandant blieb Walter Vogt. Sein Stellvertreter wurde Gerhard Lederer. In den Feuerwehrausschuß wurden von Ühlingen vier, von Obermettingen und Hürrlingen je zwei Kameraden bestimmt.
1971 Absturz eines Kleinflugzeugs im Holz
Im Jahr 1973 wurde Ludwig Kraus zum Ehrenkommandant ernannt.
Im Zuge der Gemeindereform kamen auch die Orte Riedern a.W., Berau, Brenden, Birkendorf und Untermettingen zu Ühlingen. Es bildete sich die Feuerwehr Ühlingen-Birkendorf. Ein neuer Ausschuß mit Gerhard Lederer, Heinz Frech, Karl Kraus und Roland Lelonek wurden gewählt.
Der Bau eines Gerätehauses wurde das erste mal 1978 ins Auge gefaßt. Planvorschläge wurden von Gerhard Lederer ausgearbeitet.
Mißstimmigkeiten zwischen Kommandant und Stellvertreter machten eine Neuwahl erforderlich
Am 9.5.1970 wurde Walter Vogt, als sein neuer Stellvertreter Karl Kraus gewählt. Von der Gemeinde wurde 1980 die Anschaffung eines Tanklöschfahrzeugs beschlossen. Da in Ühlingen keine Unterbringungsmöglichkeiten vorhanden waren, wurde als Standort Birkendorf bestimmt.
Neuwahlen bei der Generalversammlung 1983 brachten Wolfgang Duttlinger als Kassierer, Christoph Wehle als Schriftführer, Roland Lelonek, Karl Kraus und Michael Rüde als Beisitzer hervor.
Am 3.11.1983 wurde die Jugendfeuerwehr Ühlingen gegründet.
Nach Meinungsverschiedenheiten zwischen den Abteilungskommandanten stellte Walter Vogt sein Amt zur Verfügung. Auf einer ausserordentlichen Hauptversammlung wurde Karl Kraus neuer Gesamtkommandant und Anton Fehr neuer Stellvertreter.
20.03.1978 Hochwasser in Ühlingen
Neu für die Abteilung Ühlingen war, das sie auch einen Abteilungskommandanten wählten. Hierzu wurde Roland Lelonek und Michael Rüde als sein Stellvertreter am 29.3.1984 gewählt.
Christoph Wehle schied 1986 als Schriftführer aus. Für ihn wurde als neuer Schriftführer Michael Gampp gewählt welcher das Amt bis zum heutigen Tage inne hat.
Am 21.4.1986 fand ein historisches Ereigniss statt: Nach langem warten wird endlich der Spatenstich für das neue Feuerwehrgerätehaus ausgeführt. Noch im gleichen Jahr wird das Gerätehaus unter der Bauleitung der Feuerwehrkameraden Franz Frech und Jörg Lelonek weitgehend fertiggestellt.. Die Einweihungsfeier fand vom 14.- bis 17.8.1987 statt und war ein voller Erfolg.
Die Frage der Unterbringung des LF16/TS , stellte sich seit der Beschaffung 1969, die alte Feuerwehrunterkunft im Gemeindehaus (heute Haus der Vereine) neben der alten Schule (heute Rathaus) erwies sich als zu klein. Der Bau eines Gerätehauses wurde zwar ins Auge gefasst, konnte aber nicht realisiert werden. Der damalige Kommandant Ludwig Kraus erklärte sich bereit das Fahrzeug vorläufig bei ihm unterzubringen (18 Jahre).
Verschiedene Standorte waren im Gespräch so direkt neben dem Waaghäusle (in der nähe des heutigen Standortes) und so war auch die Auflösung der Salzhalle im Gespräch. Der Standort unter der Mehrzweckhalle (Schlüchttalhalle) scheiterte an Zuschußproblemen beim Bühnenbau.
Seit dem 14.1.1987 ist das LF16/TS im neuen Gerätehaus untergebracht.
Nach fünfjähriger Amtszeit stellte Karl Kraus am 25.2.1989 sein Amt als Gesamtkommandant der FFW Ühlingen-Birkendorf zur Verfügung. In dieser Zeit verstand er es innerhalb der Feuerwehr aus den acht Ortsteilen eine harmonische und leistungsstarke Gemeinschaft zu bilden.
Zum neuen Gesamtkommandant wurde Michael Hug, Birkendorf und zum neuen Stellvertreter Christof Betz, Ühlingen gewählt.
Das Löschfahrzeug LF16/TS kommt in die Jahre. Mit über 20 Dienstjahren und einigen Einsätzen entspricht es nicht mehr den Anforderungen einer modernen Wehr. Nicht zuletzt ist auch ein Teil der Ausrüstung veraltet. Der Feuerwehrausschuß unter Abteilungskommandant Roland Lelonek entschied, sich um die Beschaffung eines neuen Fahrzeugs zu bemühen. Die Beschaffung eines Löschfahrzeugs LF16/12 wurde 1989 bei der Gemeinde beantragt.
Erneut waren es Unstimmigkeiten zwischen dem Kommandanten und den Abteilungskommandanten, die es erforderlich machten, eine neue Führung der Gesamtwehr zu wählen.
Am 19.1.1991 wurde eine Hauptversammlung in Obermettingen einberufen. Zum neuen Kommandant der Gesamtwehr wurde Christof Betz und zu seinem Stellvertreter Klaus Müller gewählt. Das Führungsteam wurde an der Hauptversammlung am 13.4.1996 in Brenden durch einen zweiten Stellvertreter Friedhelm Blatter, Riedern a.W. verstärkt und Ch. Betz sowie Klaus Müller für weitere fünf Jahre wiedergewählt.
Am 14.1.1994 wurde das LF16/12 bei der Firma Iveco/Magirus in Weisweil abgeholt werden. Eine Abordnung der Feuerwehr sowie der Gemeinde ließ es sich nicht nehmen, mit einem Bus nach Weisweil zu fahren um das Fahrzeug in Empfang zu nehmen.
1997 Brand Gasthaus Berghaus Krenkingen
Eine Intensive Probentätigkeit folgte, um sich mit der neuen Technik dieses Löschfahrzeugs vertraut zu machen.
Das Fahrzeug wurde verbunden mit einem Einweihungsfest am 24.4.1994 offiziell seiner Bestimmung übergeben. Mit einer Schauübung wurden die Einsatzmöglichkeiten dieses Fahrzeugs der Öffentlichkeit vorgestellt.
Nach 10 Jähriger Amtszeit stellten Abteilungskommandant Roland Lelonek sowie sein Stellvertreter Michael Rüde ihr Amt zur Verfügung.
Am 26.2.1994 wurden somit Alfons Buchmüller zum neuen Abteilungskommandant und Herbert Stolarczuk zu seinem Stellvertreter gewählt. Erstmals wurde auch ein Beisitzer in den Ausschuß gewählt. Dieses Amt wurde von Siegfried Schäuble übernommen. In den Ämtern bestätigt wurden auch Klaus Müller als Kassierer und Michael Gampp als Schriftführer.
An der Hauptversanmmlung am 16.01.2004 stellte Michael Gampp sein Amt als Schriftführer in der Abteilung Ühlingen zur Verfügung. Nachdem er 18 Jahre dieses Amt bekleidet hatte meinte er das es Zeit wäre dieses in Jüngere Hände zu übergeben. In geheimer Wahl wurde Matthias Gantert zu seinem Nachfolger gewählt.Ebenso stellte Herbert Gantert sein Amt als stellvertretender Abteilungskommandant zur Verfügung. In einer sehr spannenden Wahl in der Andreas Wehle und Ralf Sarson zur Verfügung standen behauptete sich Andreas Wehle mit 11 zu 10 Stimmen.
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