Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Wasenberg 1935 - 2010

Die freiwillige Feuerwehr Wasenberg wurde im Jahre 1935 gegründet. 28 Männer traten der Wehr bei,
um freiwillig Dienst auf dem Gebiet der Brandbekämpfung zu tun.

Die Kameraden wählten Klemptnermeister Heinrich Gonther zum Wehrführer,
der schon seit 1924 der Pflichtfeuerwehr angehörte.

Als Gerät stand der Wehr eine Handdruckspritze zur Verfügung.

Die Ausbildung erfolgte neben dem praktischen Dienst an der Spritze,
der damaligen Zeit entsprechend, auch im Exerzieren.

Im Jahre 1939 wurde der Verein Freiwillige Feuerwehr aufgelöst, und die Feuerwehren wurden als Hilfspolizeitruppe geführt.

Im 2. Weltkrieg wurden sämtliche Wasenberger Feuerwehrmänner zum Kriegsdienst eingezogen.
Neun Kameraden kehrten nicht zurück.

Nach dem Krieg wurde zunächst wieder eine Pflichtfeuerwehr einberufen, der alle Männer vom 18. bis zum 40. Lebensjahr angehörten. Heinrich Gonther blieb weiterhin Wehführer.

1949 wurde dann, 26 Mann stark, wieder eine Freiwillige Feuerwehr ins Leben gerufen.

Beim Brand der Scheune Knauf im Sommer 1950 stellte man fest,

dass bei den damaligen Wasserverhältnissen die alte Handdruckspritze für die Brandbekämpfung nicht ausreichend sei.

Deshalb wurde 1951 eine gebrauchte Motorspritze angeschafft.
Nun beteiligte man sich auch an Wettkämpfen.

1958 wurde in Wasenberg ein Bezirksfeuerwehrfest abgehalten.

1959 wurde dann eine neue Motorspritze angeschafft.

Unser altes Spritzenhaus, das sich gegenüber der heutigen Telefonzelle befand, musste dem Verkehr weichen und wurde abgerissen.

Es musste nun ein neues Gerätehaus gebaut werden.
Verschiedene Grundstücke wurden in Erwägung gezogen und wieder verworfen. Schließlich kaufte man den Daumschen Hof.
Stall und Scheune wurde von den Feuerwehrleuten abgerissen und an dieser Stelle wurde 1965 mit dem Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses begonnen.

Es wurde 1966 im Rahmen eines Bezirksfeuerwehrfestes eingeweiht.

1972 erhielt die Wasenberger Feuerwehr das lang ersehnte Löschgruppenfahrzeug LF 8.

Die Übernahme dieses Fahrzeugs war eine der letzten Amtshandlungen des Ortsbrandmeisters Heinrich Gonther,
der wegen Erreichens der Altersgrenze den aktiven Dienst aufgeben musste.

Er wurde Ehrenvorsitzender der Wehr, und blieb ihr bis zu seinem Tod 1992 verbunden.

Sein Nachfolger wurde 1973 Brandmeister Heinrich Hasenpflug.

Im gleichen Jahr erfolgte die Gründung der Jugendfeuerwehr und Heinrich Riebeling wurde als Jugendfeuerwehrwart bestimmt.
Der Jfw traten 14 Jungen bei.
Heinrich Riebeling führte die Jugendfeuerwehr zwei Jahre.
1975 übernahm Horst Faust dieses Amt und eröffnete zusätzlich eine Mädchengruppe.

Das Interesse der Wasenberger Jugend an der Feuerwehr war in den folgenden Jahren recht groß,
so dass sehr viele Erfolge bei Wettkämpfen und Kreisentscheiden zu verzeichnen sind.

Im Juli 1975 feierte man im Rahmen eines Bezirksfeuerwehrfestes das 40-jährige Bestehen der Wehr.

1978 veranstalteten die Wasenberger Feuerwehrleute erstmals ein Bockbierfest, das seither jedes Jahr im Herbst stattfindet.

1979 schaffte der Verein eine neue Vereinsfahne an, die beim Bockbierfest 1979 geweiht und der Wehr übergeben wurde.

1982 wurde von der Gemeinde aus Polizeibeständen ein Bus beschafft,
den die Feuerwehrleute zu einem Einsatzfahrzeug umbauten.

In diesem Jahr wurde auch die Hessische Feuerwehrleistungsübung mit Fragebogen ins Leben gerufen.
Sie dient dazu, neben der praktischen Übung mit Gerät, den Feuerwehrleuten auch theoretisches Wissen zu vermitteln.

Wasenberg qualifizierte sich auf Anhieb für den Bezirksentscheid in Arolsen,
nachdem in vielen Stunden Feuerwehrtheorie gebüffelt worden war.

1983 erreichte die Wasenberger Feuerwehr in diesem Wettbewerb den Landesentscheid in Seligenstadt.

Hier stritten sie mit den 20 besten Wehren aus ganz Hessen um den 1. Platz, und wurden Landessieger.
 

1983 wurde auch eine Damenfeuerwehrgruppe gegründet.

1985 wurde der 50. Geburtstag der Wehr durch ein Bezirksfeuerwehrfest gefeiert.
Bei dieser Veranstaltung waren über 100 Wettkampfgruppen am Start.

Damit die Männergruppen, die Damengruppe und die Jugendgruppen noch besser üben konnten,
wurde 1989 ein neues Übungsgelände gesucht und gefunden.

Es wurde in Eigenleistung hergerichtet und wird seither von allen Gruppen genutzt.

Nach 20jähriger Tätigkeit gab Heinrich Hasenpflug 1993 das Amt des Wehrführers ab.
Als Dank und Anerkennung für seine geleistete Arbeit wurde ihm in einer Feierstunde der Ehrenbrief des Landes Hessen überreicht.

Feuerwehrkamerad Horst Faust wurde zu seinem Nachfolger gewählt.

Während des Bockbierfestes 1992 konnte ein neuer MTW übergeben werden.
 

Das Bockbierfest 1993 wurde aufgrund des 20 jährigen Bestehens der Wasenberger Jugendfeuerwehr zum Jugendfeuerwehrfest umfunktioniert.

Die Jugendfeuerwehr wurde von 1993-1994 von Stefan Zeiß und 1995 von Jens Bergmann geleitet.

Im Oktober 1994 erhielt die Wasenberg Feuerwehr ein neues LF 8/6.

Dieses Fahrzeug, das mit moderner Technik ausgestattet ist, ermöglicht es uns, auch die erweiterten Aufgaben der Feuerwehr, nämlich die Technische Hilfeleistung bei Unfällen, zu erbringen.

Am 01.01.1996 trat Heiko Völker das Amt des Jugendfeuerwehrwartes an.

Der 1. Maibaum bei der Freiwilligen Feuerwehr Wasenberg wurde am 30.04.1997 aufgestellt.
Mittlerweile ist es bis zum heutigen Tag neben dem Oktoberfest (Bockbierfest) zur Tradition geworden.

Am 06.04.1999 wird der Wehrführer Horst Faust zum Gemeindebrandinspektor der Gemeinde Willingshausen gewählt.
Er gibt sein Amt als Wehrführer ab.

Herwig Thiel wird am 06.01.2001 Wehrführer und hat dieses bis heute inne.
 

Zum Millennium, dem Jahrtausendwechsel (1999-2000) war erstmals das Feuerwehrhaus in Wasenberg mit einer Bereitschaft von Freiwilligen besetzt. Hier sollte dem evtl. Totalausfall der Elektronik entgegen gewirkt werden. Gott sei dank blieb dieser Jedoch aus.

Ein Höhenrettungsgeschirr wird von der Freiwilligen Feuerwehr Wasenberg mit Preisgeldern selbst gekauft und ist in der näheren Umgebung einzig.

Im Jahr 2003 feierte die Wehr zum 25. Mal das Oktoberfest.
 

Beim Kreisentscheid des Schwalm-Eder-Kreises 2004 stellte die Feuerwehr Wasenberg
sowohl den Kreismeister als auch den Vizekreismeister,
qualifizierte sich somit zum Bezirksentscheid und auch zum Landesentscheid mit 2 Gruppen.

 

Die Freiwillige Feuerwehr Wasenberg war, seid Ihrem Bestehen, sehr oft Kreissieger im Schwalm-Eder-Kreis, qualifizierte sich oftmals zum Bezirksentscheid und zum Landesentscheid.
Das praktische
und theoretischen Wissen welches hierfür notwendig ist, beruht auf unzähligen freiwilligen Aus- und Weiterbildungsstunden der Feuerwehrangehörigen.

Auch kommt die Kameradschaft und die Geselligkeit in der Feuerwehr nicht zu kurz.
Diese wird z.B. bei Vereinsfahrten, Wandertagen, Grillevents und ähnlichen Veranstaltungen gepflegt.

Mit Jährlicher Brandschutzerziehung im Kindergarten und in der Grundschule Wasenberg wird, durch entsprechend ausgebildete Feuerwehrangehörige, den Kindern spielerisch erklärt und gezeigt wie man sich bei Feuer verhalten soll.

Das alte Feuerwehrhaus in der Nähe der Kirche war nun in die Jahre gekommen und wurde vom TÜV Hessen wegen verschiedener Mängel als nicht mehr den Sicherheitsstandards angemessen, verworfen.
Aus bautechnischen Gründen konnte die Mängel nicht so einfach behoben werden.
Man entschied sich mit der Gemeinde einen neuen Standort zu suchen.
Nach langem Abwägen, wo denn der passende Standort sei,
entschied das Parlament, die Grundstücke neben dem Rathaus zu erwerben.
Es wurde erörtert, geplant, gezeichnet, Änderungen vorgenommen, Landeszuschüsse beantragt und 2007 konnte der erste Spatenstich vorgenommen werden.
Dank großem Einsatz und viel Eigenleistung (weit über 2000 Arbeitsstunden) der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Wasenberg konnte am 30.04.2008 das neue Feuerwehrhaus eingeweiht werden.
Mit Pauken und Trompeten, unter der  Begleitung des Posaunenchors Wasenberg, marschierten die Kameraden hinter
der Vereinsfahne   vom alten Feuerwehrhaus zum Neuen.
Viele Gäste erschienen zu diesem besonderen Ereignis.

Die Freiwillige Feuerwehr Wasenberg hat zur Zeit 259 Mitglieder, 54 Aktive davon sind 15 Feuerwehrfrauen 39 Feuerwehrmänner.
Die Jugendfeuerwehr besteht z. Zt. aus 20 Mitgliedern, 6 Mädchen und 14 Jungen.