Bürgerlicher
Name: Anthony Hopkins
Geburtsdatum: 31.12.1937
Geburtsort: Port Talbot, Wales
Preise
BAFTA Film Award (GB) 1994, 1992
BFCA Award (USA) 1998
Emmy (USA) 1981, 1976
LAFCA Award (USA) 1993
National Board of Review Award (USA) 1993,
1991
NYFCC Award (USA) 1991
Oscar (USA) 1992
Sho West Convention (USA): Sho West Award
1998
Lebenslauf
Anthony Hopkins' Wiege stand im südwalisischen
Fischernest Port Talbot. Weitab von den
Zentren der Filmindustrie, von Bühnen
und Theatern, verbrachte er hier seine
ersten Lebensjahre. Seine Leidenschaft
für die Schauspielerei wurde während
der Schulzeit geweckt und mit siebzehn
beschloss er, mit Schauspielunterricht
zu beginnen.
Nach dem Besuch der "Royal Academy
of Dramatic Art" nahm er zahlreiche
kleinere Engagements an, die gerade
einmal so viel Lohn einbrachten, dass
er nicht verhungerte. Zum Glück
wurde der Schauspieler und Regisseur
Sir Laurence Olivier auf den Jungschauspieler
aufmerksam und holte Hopkins in die
National Theater Company in London.
Hopkins eckte allerdings durch sein
aufbrausendes Temperament, seine Alkoholprobleme
und seine persönlichen Probleme
- er litt jahrelang unter schwersten
Depressionen - immer wieder bei seinen
Kollegen an und musste schließlich,
trotz einiger ansehnlicher Erfolge auf
der Bühne, das Theater verlassen.
Der Regisseur Peter O'Toole holte den
Schauspieler dann 1968 zum Film: "In
der Löwe im Winter" spielte
Hopkins Richard Löwenherz - und
legte sich auch hier wieder mit der
Filmcrew an.
1972 verließ Anthony Hopkins
endgültig die alte Welt und versuchte
in den Vereinigten Staaten sein Glück.
Zunächst feierte er am Broadway
große Erfolge, bevor er Angebote
für TV- und Filmrollen bekam. Vor
allem die extremen Charaktere scheinen
ihn angezogen zu haben. Für seine
Darstellung Adolf Hitlers in dem TV-Film
"Der Führerbunker" (1981)
wurde Hopkins mit dem Emmy ausgezeichnet.
Weiterhin spielte er den Kapitän
Bligh in "The Bounty" (1984),
den hässlichen Quasimodo in "Der
Glöckner von Notre Dame" (1982)
oder Van Helsing in "Dracula"
(1992).
Seinen größten Erfolg allerdings
feierte er mit "Das Schweigen der
Lämmer" (1991). Als Serienkiller
Hannibal Lecter lehrte er Millionen
Kinozuschauer das Gruseln und erwarb
er sich wohl für ewige Zeiten einen
Platz in der Geschichte des Films. Zu
den zahlreichen Ehrungen, darunter einen
Oscar, brachte ihm der Psychokrimi den
Ritterschlag und damit das begehrte
Adelsprädikat "Sir" ein.
Um sein Gruselimage wieder loszuwerden,
brauchte es einige Filme, in denen Hopkins
feinfühlig Emotionen zeigte: Etwa
in "Wiedersehen in Howards End"
(1992) oder "Was vom Tage übrig
blieb" (1993). Zuletzt war der
großartige Charakterdarsteller
in dem "Mission Impossible"-Sequel
"M:I 2" (1999) und in der
Stephen-King-Verfilmung "Hearts
in Atlantis" (2001) mit von der
Partie. In "Hannibal" (2000),
der Fortsetzung von "Das Schweigen
der Lämmer", war Hopkins allerdings
gruseliger denn je zuvor... Das hielt
zumindest seine dritte Gattin Stella
nicht davon ab, den 65-Jährigen
im Februar 2003 zu ehelichen.
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