Die deutsche Bezeichnung SCHNITT ist irrefuehrend. Die Assoziation des Zerschneidens liegt nahe. Die englische Bezeichnung EDITING und die franzoesische MONTAGE werden der eigentlichen Tätigkeit eher gerecht. Schon die geschichtlich frühsten Erfahrungen im Bereich Filmschnitt waren die als man erkannte, dass gerissene Filmstreifen wieder zusammengeklebt werden konnten.Ein frühes Werkzeug für den Filmschnitt war der Laufbildbetrachter (Moviola). Die ersten gab es bereits 1904. Nicht alle FilmschnittmeisterInnen aber benutzten solche Geräte. Es gab die Möglichkeit, nur einen Leuchttisch und eine Lupe zu verwenden und in der Hand zu schneiden. Erst der Tonfilm verdrängte diese Methode. Heute werden Schneidetisch, Videoschnittplatz oder Computer verwendet.
Schneidetisch
(Daniela Padalewski, Handbuch fuer Filmschaffende, Wien, Buchkultur, 1995)