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Kapitel III: Betriebshöfe und Werkstätten

 

Der Betriebshof Kappel

Bis zum Jahre 1990 hatte die Hauptwerkstatt für Straßenbahnfahrzeuge noch keinen regelspurigen Gleisanschluß, sondern nur Schmalspurgleise (950 mm). Überführungen wurden auf dem Straßenweg mittels Tieflader bewältigt. Erst im Jahr 1990 konnte ein regelspuriger Gleisanschluß zur Hauptwerkstatt und zur Drehgestellwerkstatt der Nutzung übergeben werden. Außerdem befand sich der Sitz der CVAG in diesem Betriebshof. Nach Umbaumaßnahmen konnte hier ab Ende Dezember 1993 die Variobahn für ihren künftigen Einsatz technisch vorbereitet werden. Mit der Verlegung des Unternehmenssitzes und der Hauptwerkstatt in den neueröffneten Betriebshof Adelsberg endet im Jahr 1995 die 115jährige Geschichte des ältesten Chemnitzer Betriebshofes für Straßenbahnen. Es verblieben lediglich kleinere Betriebsabteilungen an diesem Standort.

 

Der Betriebshof Altchemnitz

In den 90iger Jahren erfolgten in diesem Betriebshof umfangreiche Modernisierungen. 1993 wurde die stationäre Bürstenwaschmaschine durch programmgesteuerte Waschportale mit Wasserwiederaufbereitungsanlage ersetzt. Einen Neubau bezogen 1996 die Leitstellen für Verkehr und Bahnstromversorgung im Gelände.

 

Der Omnibusbetriebshof Werner-Seelenbinder-Straße

Der Bau dieses Betriebshofes begann bereits im Jahre 1978. Es wurden drei höhenmäßig gestaffelten Abstellflächen. Erst im Jahre 1980 wurden als Notlösung Stellplätze für 180 Fahrzeuge, eine Freiwaschanlage, zwei mobile Tankstellung und ein Dienstgebäude festgestellt. Aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse im Land ruhte der Weiterbau für die nächsten 12 Jahre. Mit dem Ziel, die Abstell- und Instandhaltungskapazitäten in einem einzigen Omnibusbetriebshof zu konzentrieren, konnten die Planungen für den Ausbau nach der Wende fortgesetzt werden. Am 11. November 1992 wird der Grundstein für ein neues Betriebsdienstgebäude auf dem Omnibushof an der Werner-Seelenbinder-Straße gelegt. Im Mai 1994 zieht die Einsatzleitung des Betriebshofes Werner-Seelenbinder-Straße in ein neues Gebäude. Im Omnibusbetriebshof Werner-Seelenbinder-Straße wird im November eine neue Wartungswerkstatt eingeweiht. Die Betriebswerkstatt umfaßt 5 durchgehende Fahrspuren mit 10 Standplätzen für Betankung, Außenreinigung mit programmgesteuertem verfahrbarem Waschportal, Grund- und Unterbodenreinigung, Inspektion und Wartung mit Instandsetzung. Am 12. Oktober 1997 eröffnet die Stadtwerke Chemnitz AG und die CVAG die erste öffentliche Erdgastankstelle von Chemnitz auf dem Omnibusbetriebshof an der Werner-Seelenbinder-Straße. Am 16. November 1998 können die neuen Busabstellhallen im Busbetriebshof Werner-Seelenbinder-Straße an seine Nutzer übergeben werden. Die Hallen bieten auf 18 Spuren Platz für 48 Gelenkbusse und 90 Standartlinienbusse. Im September 2000 konnte der im Vorjahr begonnene Bau der Inspektionswerkstatt beendet werden. Somit wäre der Betriebshof in der Werner-Seelenbinder-Straße komplett.

 

Straßenbahnbetriebshof Adelsberg

Am 17. Dezember 1993 übernimmt der Oberbürgermeister Dr. Peter Seifert, symbolisch den ersten Baggeraushub für den neuen Straßenbahnbetriebshof Adelsberg. Nach dem symbolischen ersten Baggeraushub im letzten Jahr wird nun am 23. Juni 1994 der Grundstein für den Betriebshof Adelsberg gelegt. Am 5. Oktober 1995 kann nach knapp zweijähriger Bauzeit der Straßenbahnbetriebshof Adelsberg mit Hauptwerkstatt, Abstellhallen, Personal- und Verwaltungskomplex in Betrieb genommen werden. Damit ergibt sich die Verlagerung der Hauptwerkstatt und des Hauptsitzes der CVAG von Kappel nach Adelsberg.