Hier kannst du meine Meinung zu den drei großen Verbänden nachlesen
PADI ist der weltweit größte Tauchverband. Die Ausbildungsunterlagen sind gut und leicht verständlich erklärt. Die meisten Tauchbasen im Ausland bilden nach diesen Richtlinien aus. Da der Ursprung von PADI in den USA liegt muss man sich mit Englischen Wörtern anfreunden. Frühere Streitigkeiten zwischen PADI und anderen Tauchorganisationen über die Anerkennung von Tauchscheinen sind mittlerweile aufgrund von Äquivalenzlisten beigelegt. Ein Problem ist, dass sich viele im Urlaub im warmen Süden dazu entschließen mit dem Tauchen zu beginnen. Wer jedoch glaubt nach 10 - 20 Tauchgängen im Meer auch an einem Deutschen See tauchen zu können, wird Bedingungen vorfinden die mit dem bequemen Urlaubstauchgang nichts mehr gemeinsam haben. Wer in unseren Seen tauchen will, sollte auch hierfür ausgebildet sein. Vermeintlich schlaue Köpfe dachten, Sie müssten die eigentlich leicht verständliche Tauchtabelle in ein "Wheel" umwandeln. Raus gekommen ist eine Drehscheibe die keiner begreift. Während eine wasserfeste Tauchtabelle € 3,-- kostet, muss man für das Wheel sage und schreibe € 76,-- hinblättern. Nicht ohne Grund wird PADI deshalb scherzhaft mit "Put Another Dollar In" abgekürzt.
VDST/CMAS ist in Deutschland weit verbreitet. Fast alle Tauchsportvereine bilden nach den Richtlinien des VDST aus. Die theoretische und praktische Ausbildung ist sehr anspruchsvoll. Bereits im Grundtauchschein sind sind Elemente wie Retten und Bergen beinhaltet, die bei anderen Organisationen erst in weiterführenden Kursen behandelt werden. Leider bietet der VDST noch keine Lehrvideos zur visuellen Unterstützung an. Hier arbeitet man noch mit Foliensätzen. Wer sich mit dem Gedanken trägt seine Tauchlehrerausbildung beim VDST abzulegen, sollte am besten Medizinstudent sein. Aufgrund der vielen Ärzte im VDST-Vorstand sind die Ausbildungsunterlagen etwas zu medizinisch geraten. Dagegen fehlen wichtige Ausbildungsinhalte wie Methodik des Lernens und des Lehrens. Das offizielle Lehrbuch von Axel Stibbe ist nicht zu empfehlen, da es Inhaltlich bis maximal DTSA-Silber ausreichend ist und es keine Unterteilung der einzelnen Tauchscheine Bronze, Silber und (Gold) gibt. Wesentlich besser ist das Lehrbuch der Autoren Kromp/Roggenbach/Bredebuch - Praxis des Tauchens. Die Tauchscheine Bronze, Silber und Gold sind Inhaltlich getrennt und man kann sein Wissen anhand der Kontrollfragen und Antworten gut überprüfen.
SSI ist ein guter Mittelweg zwischen PADI und VDST. Entwickelt wurde das System in den USA. Die Ausbildungsunterlagen sind auf dem neuesten Stand und leicht verständlich erklärt. Durch das "Total Teaching System" - das ist sehen, hören, machen und Aufgaben lösen - prägt sich einem das erlernte Wissen gut ein. Leider wurden aber viele Englische Begriffe nicht ins Deutsche übersetzt. Da SSI ein kommerzieller Verband ist, muss man sich daran gewöhnen, dass im Lehrvideo und Arbeitsbuch der Satz "...fragen Sie Ihren SSI-Händler..." ständig vorkommt. Teilweise sind die Schwerpunkte im Arbeitsbuch falsch gesetzt. Zum Beispiel wird im Lehrbuch das Thema Wellen auf 13 Seiten bis ins Detail durchgekaut, während ein wichtiges Thema wie etwa die Berechnung des Luftverbrauches und des Atemminutenvolumen auf drei Seiten abgehandelt werden. Aber dafür gibt es ja den Theorieunterricht.
Fazit: Es gibt nicht den perfekten Tauchverband. Jeder Verband hat seine Vor- und Nachteile. Es ist auch nicht so wichtig sich den Kopf darüber zu zerbrechen, welcher Verband für einen der richtige ist. Das wichtigste ist ein guter Tauchlehrer.
Falls du mehr über die Inhalte der Tauchausbildung der drei Verbände wissen möchtest, findest du unten die entsprechenden Links.