| Das Ellenbogengelenk |
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Bei dem Ellenbogengelenk handelt es sich um ein Gelenk, welches ähnlich dem Knie aus drei Knochen besteht, welche miteinander verbunden sind. Hauptfunktion ist die Beugung des Armes. Eine Drehung des Unterarmes findet unter Zuhilfenahme einer Gegenverdrehung von den beiden Unterarmknochen statt. Elle und Speiche - Ulna und Radius. Wie geschieht die Unterarmbeugung? Die Elle ist mit dem Humerus (Oberarm) hakenförmig verbunden. Wie in einem Scharniergelenk umfasst die Elle die Gelenkrolle des Oberarms. Die Speiche besitzt auch eine Gelenkfläche, die mit dem Oberarm verbunden ist. Hier befindet sich ein Kugelgelenk. Die Speiche rollt bei Unterarm Drehbewegungen um ihre Längsachse und ermöglicht so Supination und Pronation. Merke: Supination wird mit einem P geschrieben! Gehalten wird dieses Gelenk auch von einer Kapsel, einem Bandapparat. Ein wichtiges Band ist das Ligamentum anulare radii. Es bindet den Radius fest an die Ulna, indem es den Radius einmal umspannt. Häufig spielt es bei der Pseudo Parese oder Chaissaignac Lähmung in der Pädiatrie eine Rolle. Dann wurde der flektierte, supinierte Arm mit Gewalt in Extension und Pronation gebracht. Dabei rutscht der Radius aus der Bandumspannung heraus. Und der Arm verbleibt schmerzhaft in einer Beugehaltung., Therapie der Chaissaignac Lähmung: Mit geringem Druck auf das Radius Köpfchen muss der Unterarm wieder in Supination und Beugestellung (maximale Beugung) gebracht werden. Dabei rutscht der Radius wieder unter das Lig. anulare. Meist wird der Arm vom Kind noch in Schonhaltung gebeugt. Mit Testung (Bonbons!) kann man einfach die Griff Funktion überprüfen.
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Welche Verletzungen gibt es im Ellenbogen Gelenk? Eine erste wurde eben schon beschrieben. Desweiteren sind Distorsionen aller möglichen Bänder erdenklich. Luxationen sind nicht so häufig, sie stehen den Frakturen nach. Unter den Luxationen ist die Chaissaignac Lähmung, welche auch perianuläre Luxation genannt wird. Meist sind die Luxationen aber mit Frakturen verbunden: Die Frakturen im Ellenbogen Gelenk: Fast immer entstehen sie durch Sturz auf den gestreckten Arm. Die Drehung des Armes, sowie auch die Beuge- (Flexions) oder Überstreck- (Extensions) Stellung des Armes haben Einfluss auf die dabei entstehende Verletzung. Erste Regel: Die Kraft wird von der Hand auf das Gelenk weiter geleitet. Dort gleitet der Haken (Ulna) aus seiner Rolle. Nach Oestern (Celle) gleiten 80 - 90 Prozent aller Luxationen nach dorsoradial aus dem Gelenk.
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Wie vielleicht aus meinen (!!!) Skizzen ersichtlich wird, stützt der Processus coronoideus das Gelenk gegen ein gleiten nach hinten (dorsal) aus der Pfanne. Dieser Fortsatz kann abreißen bei einem Sturz auf den gestreckten Arm und das Gelenk luxiert. Häufig verbunden mit einer Ulna Fraktur am Gelenk: Der proximalen Ulna Fraktur: Sie hat einen Eigennamen, wenn dabei auch das Köpfchen des Radius mit aus dem Gelenk luxiert ist. Das wird dann eine Monteggia Fraktur genannt. Beim Sturz wird etwa 60 % der auf den Arm wirkenden Energie durch den Radius auf das Ellenbogen Gelenk übertragen. Das heißt, das Radiusköpfchen überträgt mit einer kleinen Gelenkfläche viel Kraft. Hier kommt es zu Frakturen: Diese Radiusköpfchen Frakturen werden nach Mason in 3 Gruppe eingeteilt. Gruppe 1: Randabbrüche und Meißelfrakuren (Spaltbrüche) ohne Verschiebung Gruppe 2: Meißelfrakturen mit Dislokation über 2 mm, Therapie: Nach Reposition erfolgt Stabilisierung mit Schrauben, Drähten, resorbierb. Stifte Gruppe 3: Mehrfragment- und Trümmerfrakturen, Therapie: Radiusköpfchen Resektion
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