Zusammenfassung Schenkelhalsfrakturen und Osteosynthese

Pathomechanismus: Müller Chirurgie sagt Sturz des alten Menschen, 4 mal mehr Frauen als Männer. über 70 Lj etwa 500 auf 100 000 Einwohner. Unterteilt wird die Region des Oberschenkels in den Kopf, Schenkelhalsregion, Pertrochantäre Region und Subtrochantäre Region.

Anatomie: Problematisch ist die Verletzung der Gefäße, welche den Femurkopf arteriell versorgen.

Einteilung nach Pauwels 1 bis 3 (-30°/30-50°/+50°)

Klinische Zeichen sind bei Pauwels 1 natürlich nicht die Verkürzung und Rotationsveränderung, die Fraktur steht ja anatomisch korrekt.  Jedoch Klopfschmerz/ Stauchungsschmerz gegen die Fußsohle.

Unterteilung auch in mediale und laterale SH fx, wobei die mediale die des alten Menschen ist. Die mediale liegt immer innerhalb der Gelenkkapsel.

Adduktionsfraktur: zeigt eine Varusstellung des Schenkels bei fehlender Einkeilung der Fragmente, während bei der Abduktionsfraktur eine Valgusstellung des Schenkelhalses mit Einstauchung der Bruchfragmente vorliegt. Letztere stellt eine Sonderform des Pauwels 1 dar und liegt bei etwa 12% aller medialen SH fx vor. Durch die Einstauchung des Halses in die Kopfspongiosa ist diese Fraktur stabil.

Therapieformen: Müller Chirurgie sagt: Konservativ bei eingestauchter mit 7 Tage Bettruhe, KG und dann zunehmender Belastung.

Operativ: Junge Menschen innerhalb von 6 Stunden mittels 2 Zugschrauben und Kapseleröffnung zur Hämatomentlasung.

Die dynamische Hüftschraube lässt ein gewisses Spiel durch gleiten der Schraube in der Führung der Platte zu. Dadurch entsteht ein stärkerer Druck auf den Frakturspalt und eine schnellere Heilung. Außerdem ist sie sofort Belastungsstabil.

 

Im Bild sieht man links die DHS, eingesetzt bei einer pertrochantären fx, in die Mitte sieht man einen proximalen Femurnagel (PFN) und rechts den GAMMA Nagel.Man beachte, dass bei der DHS der Kopf sich immer noch um die große Zugschraube herum drehen/rotieren kann. Zum Ausgleich wird dann eine zweite Schraube eingesetzt, eine einfache, kleine Spongiosaschraube. Im Bild auch verwendet!

Komplikationen: Hüftkopfnekrose wegen der gestörten Blutversorgung mit einem Risiko von etwa 50-80% laut Müller.

Schenkelhalspseudarthrose

Luxationsneigung des Hüftgelenks

Pfannenprotrusion bei HEP

Was ist eine HEP? Ist eine Hemiendoprothese, oder eine sogenannte Duokopfprothese, dabei wird der Femurkopf oberhalb des Trochantor minor abgesetzt und mit einem metallenen Kopf ersetzt. Die Hüftpfanne bleibt unangetastet. Der Kopf kann sich nun in der Pfanne bewegen, zusätzlich ist in dem Kopf aber auch ein Gelenk, was die eigentliche Bewegung macht.

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