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Honoré de Balzac
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Liebhaber sind notwendige Früchte eines müßigen Lebens.

(aus "Physiologie der Ehe")

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Balzac in "Wie leichte Mädchen lieben"

"Die natürliche Liebe, die gefälschte Liebe, die Liebe aus Eigenliebe, die Liebe aus Schicklichkeit und aus Eitelkeit, die Liebe aus Geschmack an der Sache, die diskrete eheliche Liebe, die exzentrische Liebe, alles hatte der Baron gekauft, alles kennengelernt, nur die echte Liebe nicht."

 
Balzac in "Die Lilie im Tal"  

 

Die Frau, die ihre Liebe 

wie ein Kleid ablegen kann, 

berechtigt zu der Annahme, 

dass sie ihre Liebe auch 

ebenso leicht wechseln kann.

Balzac in "Ferragus, das Haupt der Verschworenen"

 

 

War sie es oder war sie es nicht?

Für einen Liebenden lag in dieser Frage Leben und Tod.

 

 

Balzac in "Vater Goriot"

Es ist verdrießlich, immerfort zu begehren und stets unbefriedigt zu bleiben.

 

Balzac in "Die Lilie im Tal"

Die Liebe, welche die Geliebte befriedigt, hat Grenzen, denn die Materie ist begrenzt; ihre Fähigkeiten und Kräfte sind bemessen und können der Übersättigung nicht entrinnen.

 

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Balzac in "Beatrix"

Kleine Dinge in der Liebe machen die Welt größer und reicher.

Balzac in "Das Mädchen mit den Goldaugen"

Diese erste Zusammenkunft war so wie alle ersten Rendezvous, die sich leidenschaftliche Menschen geben, welche schnell alle Abstände hinter sich gelassen haben und sich heiß begehren, ohne sich jedoch zu kennen.

Balzac in "Eine Evastochter"  

Dem, der wahrhaft liebt,

wird alles Liebe.

 

 

 

Balzac in 

"Ferragus, das Haupt der Verschworenen"

 

Die Liebe liegt in der Stimme,

lange bevor sie durch den Blick gestanden wird.

 

Balzac in "Die Duchesse von Langeais"

 

Seinem Geliebten nachzulaufen, 

ist ein Verstoß, 

den wenige Männer 

zu verzeihen wissen.

Liebesgeschichten von Honoré de Balzac, Diogenes VerlagAnm. F.W.: Das höchste Gut Balzac's in seinem Leben und  in seinem Werk war  immer die Liebe in ihren vielfältigen Erscheinungsformen. Er schuf wahre "Gemälde" in Form von Adeline (in "Tante Lisbeth"), der lieben aufopferungsvollen, immer betrogenen, Ehefrau; in Form von Modeste (in "Modeste Mignon"), des in ihren imaginären Dichter platonisch verliebten Mädchens. Er schildert aber auch sehr eindrucksvoll die Launen der Menschen, die keinen Partner abbekommen haben (Base Lisbeth mit ihren Intrigen oder auch Männer, wie Vetter Pons, mit seinem Wahn, um jeden Preis gut zu essen oder den in seine arroganten Töchter vernarrten Vater Goriot ). Er beschreibt auch sehr gut die falsche Liebe, die unehrliche, die auf "eine gute Partie" abzielende. Balzac gibt auch Beispiele für die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der "Wahl" für das Paar und dessen auf Vermögen, Titel oder soziale Stellung ausgerichteten Eltern.  

Aber Balzac hat auch die Enttäuschung erlebt (wie wahrscheinlich jeder von uns). Seine Liebe zur Herzogin de Castries wurde von ihr nicht erwidert.  Dieser Enttäuschung gibt er Ausdruck in "Die Herzogin von Langeais": "Ein Mann, welcher liebt, ohne Liebe zu erwecken, wird nicht beklagt werden, und er hat nicht das Recht, sich selber zu beklagen. Aber, Madame la Duchesse, einen Unglücklichen aus einem liebeleeren Dasein an sich ziehen, indem man ein Gefühl für ihn heuchelt, ihm eine Vorstellung vom Glück in seiner ganzen Fülle geben, um es ihm zu rauben, ihm alle künftigen Glückseligkeiten zu stehlen, ihn nicht nur für heute, sondern bis in alle Ewigkeit seines Lebens hinein zu töten, indem man alle seine Stunden und alle seine Gedanken vergiftet, das nenne ich ein entsetzliches Verbrechen." Ob Erscheinungen in dieser Beziehung durch politische Intrigen gesetzt wurden, ist fraglich. Wahr  ist, sie war eine fanatische Legitimistin (ultrarechts) und brachte Balzac dahin, dass er für das Parlament kandidierte (erfolglos). Balzac hat unter ihr gelitten, wie unter keiner anderen Frau (Quelle: Ernst Sander: Balzac. Sein Leben und Werk, Wilhelm Goldmann Verlag, München, Dezember 1998). Wie fast bei jedem Liebeskummer wurden die Wunden durch eine neue Liebe geheilt. 

In seinem Leben wartete er 17 Jahre bis er  Evelina Hanska  als seine Gattin in sein Haus führen konnte (1833 - 1850). Trotz aller "Unkenrufe" mancher Biographen, welche Frau Hanska als kalte, berechnende und gefühllose Frau darstellten, bewies ihr erst 1962 veröffentlichtes Tagebuch, dass sie eine glückliche Frau war - glücklich durch Balzac, den sie als einen Mann voll "Größe und Güte, Erhabenheit und Sanftheit, flammender Intelligenz und frischer, anmutiger, frühlingshafter Jugend des Herzens" darstellt.  [78]

Balzac in „Physiologie der Ehe“

Die Liebe besteht fast nur aus Gesprächen. Bei einem Liebenden gibt es nur ein einziges, das unerschöpflich ist: nämlich Güte, Anmut und Zartgefühl. Alles fühlen, alles erraten, alles schon im voraus tun; Vorwürfe machen, ohne die zärtliche Liebe zu betrügen; ein Geschenk ohne jeden Stolz darzubringen wissen; den Wert irgendeiner Handlung durch eine sinnreiche Form verdoppeln; mit Taten und nicht mit Worten schmeicheln; lieber sich selber verständlich machen, als gar zu lebhaft auf das von der Frau Gesagte eingehen; zart berühren, nicht schlagen; mit dem Blick und sogar mit dem Klang der Stimme liebkosen; niemals in Verlegenheit bringen; unterhalten, ohne den guten Geschmack zu beleidigen; immer das Herz zu streicheln wissen; zur Seele sprechen – das ist es, was alle Frauen wünschen; sie geben gerne die Wonnen aller Nächte einer Messalina darum, wenn sie mit einem Wesen zusammenleben können, das sie mit diesen Liebkosungen der Seele überhäuft, nach denen es sie so gelüstet, und die einen Mann nichts kosten als ein wenig Aufmerksamkeit.

 
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