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In
den glücklichen Tagen seiner Jugend ist ein Mann durch die
Absonderlichkeiten unserer Sitten stets ein Glücksspender, er
triumphiert über völlig verführte Frauen, die ihren Begierden gehorchen.
Auf beiden Seiten erzeugen die Hindernisse, die die Gesetze, die Gefühle
und die naturgegebene Abwehr der Frau erschaffen, eine Gegenseitigkeit
der Empfindungen, die oberflächliche Menschen über ihre künftigen
Beziehungen im Ehestand täuscht; dann nämlich existieren die Hindernisse
nicht mehr; dann erleidet die Frau die Liebe, anstatt sie zu gewähren,
dann verweigert sie oft die Lust, anstatt sie zu begehren. Dann ändert
für uns das Leben sein Gesicht. Der freie, sorglose Junggeselle ist
immer der Angreifer; er hat von einem Misserfolg nichts zu befürchten.
Im Ehestand dagegen ist ein Versagen nicht wieder gutzumachen. Wenn es
einem Liebhaber möglich ist, eine Frau von einem ungünstigen Urteil
wieder abzubringen, so ist dieser abermalige Versuch für die Ehemänner
ihr Waterloo. Wie Napoleon ist der Ehemann zu Siegen verdammt, die trotz
ihrer Anzahl nicht verhindern können, dass die erste Niederlage zu
seinem Sturz führt. Die Frau, für die die Beharrlichkeit eines
Liebhabers etwas so Schmeichelhaftes, für die sein Zorn etwas
Beglückendes ist, nennt beides bei einem Ehemann Brutalität. Wenn der
Junggeselle sich sein Gelände auswählen darf, wenn ihm alles erlaubt
ist, dann ist einem Ehemann alles verboten, und sein Schlachtfeld ist
immer das gleiche. Alles ist umgekehrt. Eine Frau ist geneigt, zu
verweigern, was ihre Pflicht und Schuldigkeit ist; wogegen eine Geliebte
gewährt, was sie durchaus nicht schuldet. |