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Honoré de Balzac
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Man achtet stets einen Mann, der sich selber achtet.

(aus "Katharina von Medici") 

Balzac in " Eine Evastochter"

Nur alte Herren haben Zeit für die Liebe, die Jungen rudern auf den Galeeren des Ehrgeizes.

 

Balzac in "Der Stein der Weisen"

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Die meisten Männer haben charakterliche Unstimmigkeiten, die beständige Missklänge hervorrufen; auf diese Weise berauben sie das Innere ihres Hauses der Harmonie, die das schöne Ideal des Hausstands ist; denn die meisten Männer sind durch Kleinlichkeit befleckt, und Kleinlichkeit erzeugt Verdrießlichkeiten.
Balzac in "Der Stein der Weisen"
Viele Männer hegen einen Stolz, der sie dazu treibt, ihre Kämpfe zu verhehlen und sich erst zu zeigen, wenn sie als Sieger dastehen.

Balzac in "Das Chagrinleder"

Frauen lieben dicke Männer,        sie sind fast alle gutmütig.

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Balzac in "Ein Junggesellenheim"

 

Die Männer sind dazu geschaffen, sich durchzusetzen.

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24.gif (14862 Byte)Balzac in "Eine Evastochter"

Männer können 

durch ihre Beständigkeit ermüden, 

Frauen niemals.

Balzac in "Ehefrieden"

 

Für viele Männer ist der Tanz eine Daseinsform; sie meinen, durch die Entfaltung der Geschmeidigkeit des Körpers könnten sie auf das Herz der Frauen kräftiger wirken als durch den Geist.

Der Vetter Pons, Goldmann Taschenbuch, 1958Anm.: F.W.: Ich freue mich ganz besonders,  Ihnen einen Kommentar zum Thema "Männer in der Menschlichen Komödie" ankündigen zu dürfen, diesmal von einer Frau, die sich seit langem intensiv mit Balzac und seinem Werk beschäftigt, Bettina Licht. Frau Licht hat auf ihrer Website (siehe Linkseite!) eine umfassende Studie zum Lebensweg Balzac's zusammengestellt. Vor einiger Zeit war sie in Paris und besuchte die Wohn- und Arbeitsstätten des Romanciers, auch von diesem Besuch erwarten Sie   Beiträge auf ihrer Homepage:

Bettina Licht"Obwohl jeder Held Balzacs in der „Menschlichen Komödie“ eine Welt für sich verkörpert, gibt es männliche Protagonisten-Typen, die Balzac besonders interessieren.

Da finden wir einmal den jugendlichen Helden, der sich von Ehrgeiz getrieben auf seinen Weg in die Metropole Paris begibt, um dort z. B. als Schriftsteller berühmt zu werden und sein Glück zu machen. Doch schon nach kurzer Zeit erlebt die Leserin/der Leser das tragische Scheitern z. B. eines Lucien Chardon alias Lucien de Rubempré in „Verlorene Illusionen“ oder eines Raphael de Valentin in „Die tödlichen Wünsche oder das Chagrinleder“. Meist erleiden die Helden auch noch unglückliche Liebesbeziehungen mit Frauen, die entweder sehr viel älter sind als die unerfahrenen, jungen Männer, oder mit denen aufgrund des unterschiedlichen Standes eine Verbindung nicht möglich erscheint.

Dies korrespondiert mit Balzacs eigenen Lebenserfahrungen als ehemals unentdeckter Dichter.  Auch seine Beziehung mit der um Jahre älteren Laure de Berny verarbeitet Balzac in z.B. der Geschichte „Die Lilie im Tal“, in der sich der jugendliche Held Félix de Vandernesse in eine zwanzig Jahre ältere Dame verliebt.

Die meisten balzacischen Helden werden von starken Leidenschaften angetrieben. Passionen, Ehrgeiz oder auch manchmal – wie beim Vetter Pons – von einer krankhaften Sammelwut. Wenn die Helden das Gute wollen, dann wollen sie es in Reinform haben, wenn ihre Beweggründe schlecht sind, dann sind sie es auch ganz und gar, so wie beim ehemaligen Sträfling „Vautrin“, einer Lieblingsfigur Balzacs. Kompromisse gibt es für einen Protagonisten Balzacs meist nicht, und die Helden gehen eher zugrunde, als dass sie ihre Pläne aufgeben.

Ein anderes wiederkehrendes Thema bei Balzac, ist das des „Vaters“: Es ist schwer zu unterscheiden welche Vaterfiguren den – zumeist – Töchtern mehr schaden: Sind es die „bösen“ Väter wie der geizige und kleinliche Vater Eugenie Grandets oder Dr. Rouget in „Junggesellenwirtschaft“, der seine arme Tochter Agathe misshandelt? Oder ist es der Inbegriff eines Vaters, „der alte Goriot“, der seine Töchter über die Maßen verwöhnt und damit ihren Charakter verdirbt? 

Liest man die Bücher, in denen Väter eine Rolle spielen, fragt man sich nach der Beziehung Balzacs zu seinem eigenen Vater. Während Balzac über seine Mutter vieles äußerte, vor allem negative Einstellungen, hielt er sich über das Verhältnis zu seinem Vater bedeckt. Man kann vermuten, dass Balzacs Einstellung zu seinem Vater nicht so schlecht war, erbte er doch von ihm seine zunächst gute körperliche Konstitution und seine Physiognomie sowie seinen Drang zum Schreiben. Balzacs Vater beschäftigte sich nachweislich auch mit der Schreiberei. Allerdings schrieb er keine literarischen Werke, sondern Fachartikel und Bücher über seine unterschiedlichen Interessensgebiete."

PS: Danke, Bettina.

Wer mehr erfahren möchte: www.forumfrau.de

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