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Balzac in "Die falsche Geliebte"
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Ein Hund,
dem man was zu fressen gegeben hat,
weicht einem nicht mehr von der Seite.
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Balzac in "Wie leichte Mädchen lieben"
Im Leben aller hervorragenden Persönlichkeiten findet sich eine
kleine Hündin Beauty. |
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Balzac
in "Vetter Pons" Wahre Freunde sind
in seelischer Beziehung mit der gleichen Vollkommenheit begabt, wie
die Hunde hinsichtlich der Witterung; sie wittern jeden Kummer ihrer
Freunde, sie ahnen seine Ursachen und beschäftigen sich eifrig mit
ihnen. |
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Balzac in "Z. Marcas"
Gemäß leidlich volkstümlicher
Auffassung
hat jedes
Menschenanlitz
Ähnlichkeit
mit einem Tier. |
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Balzac
in "César Birotteau"
Durch das
Zusammenleben mit seinen Katzen hatte Molineux in seinem
Gehaben wie in seinen Augen etwas Katzenhaftes angenommen. |
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| Anm.
F.W.: In der "Menschlichen Komödie" spielen die Tiere
eine besondere Rolle. Balzac hebt die charakteristischen
(volkstümlichen) Eigenschaften der jeweiligen Tierart hervor und
vergleicht sie mit den Menschen in verschiedenen Situationen. So
erfahren wir von einer Frau, die dumm
wie eine Gans ist: |
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"Godefroid,
der einst glückliche Junggeselle, der so sorglos dahingelebt hatte,
sah sich nun mit einer jungen Frau belastet, die so dumm war wie
eine Gans, und er war außerstande, sein Mißgeschick zu ertragen,
nachdem er sechs Monate lang der Wandlung des geliebten Wesens zu
ebengenanntem Geflügel beigewohnt hatte." (in
"Das Bankhaus von Nucingen")
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| vom
unermüdlichen
Willen der Schildkröte: |
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Wenn Sie nicht im
Herzen den Willen dazu haben, wenn Sie nicht die engelhafte Geduld
dazu haben, wenn sie in einiger Entfernung vom Ziel, das die
Launenhaftigkeit des Schicksals in ihnen setzt, sie nicht den Weg
ihrer Unendlichkeit fortschreiten, wie die Schildkröten in jedwedem
Lande den Weg zu ihren lieben Ozean einschlagen, sollten sie
schon heute verzichten.
(in
"Verlorene Illusionen") |
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| vom
schwachen
Lamm und Löwen
mit Charakter: |
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"Die
Frauen reden den Männern, die sie zu Lämmern gemacht haben,
stets ein, dass sie Löwen wären und einen eigenen Charakter
hätten." (in "Die Base
Lisbeth")
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| von
der
Häutung
(Erneuerung) der Schlange: |
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Weder die
Männer noch die Frauen haben einen Freund, der ihnen in dem
Augenblick einen Wink gibt, da der Wohlgeruch ihrer Bescheidenheit
ranzig wird, da die Schmeichelei ihres Blickes theatralisch wirkt,
da ihr Gesichtsausdruck sich in Schöntuerei verwandelt und die
Ränke ihres Geistes ihre vergilbten Gerippe sehen lassen. Nur
das Genie kann sich erneuern wie eine Schlange; und was die
Anmut betrifft, ist es wie in allen, nur das Herz altert nicht.
(in "Modeste Mignon") |
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| von
der
Geschäftigkeit
der Ameisen: |
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"Es
war die Geschäftigkeit von Ameisen, die um ihre Eier bemüht sind."
(in "Die
alte Jungfer")
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| von
dem Gespür
der Hunde: |
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"Kinder
haben das Gespür von Hunden, wenn es um das Unrecht derer geht, die
über sie herrschen: auf
bewundernswürdige Weise fühlen sie, ob
sie geliebt oder geduldet werden."
(in
"Pierette") |
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| von
der
List
der Schlange und der Schnelligkeit des
Tigers: |
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In Geldgeschäften hielt Herr
Grandet es mit dem Tiger und der Boa constrictor: er verstand
es, sich hinzukauern, zu ducken, seine Beute lange ins Auge zu
fassen, drauflos zu springen; dann öffnete er den Rachen seiner
Börse, verschlang in ihr eine Ladung Taler und legte sich ruhig
nieder wie die Schlange, die verdaut, unberührt, kalt, methodisch.
(in "Eugenie Grandet")
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| von
der vorrausschauenden
Möwe: |
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Wie
alle furchtsamen Frauen hatte sie den Charakter ihres Gebieters
studiert. So wie die Möwe das Gewitter voraussieht, hatte sie aus
unmerklichen Anzeichen den inneren Sturm geahnt, der Grandet
bewegte, und, um einen Ausdruck von ihr zu gebrauchen, in solchem
Fall "stellte sie sich tot".
(in "Eugenie Grandet") |
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von
der Intelligenz
des Fischotters: |
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"... es gibt kein
schlaueres Tier als einen Fischotter; die sind schlimmer als die
Weiber." (in "Die Bauern")
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Frage: "Ob die Tiere denken können?",
stellt sich immer wieder, auch schon vor ca. 200 Jahren. Ob aber der
Mensch, das am höchsten entwickelte Wesen, die Idee der Ideen
kennt? |
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Wir
sprechen den intelligentesten Tieren die Gabe ab, unsere Gedanken
und den Zweck unserer Handlungen zu begreifen, wir haben kein
Mitleid mit den Kreaturen der niederen Sphären, wir vertreiben sie
aus unserer Welt, wir leugnen ihre Fähigkeit, den menschlichen
Gedanken zu erraten und wie gern möchten wir doch selbst die
höchste aller Ideen, die Idee der Idee, kennen. (in
"Die Verbannten")
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So
geht es weiter. Balzac war tierlieb. In seinem Roman "Der
Landarzt" schreibt er:
"Ein aufgeschlossener, offenherziger Mann empfindet das
unbezwingliche Bedürfnis, sich einem Ding oder einem Wesen vor
allen anderen Wesen und Dingen, von denen er umgeben ist, ganz
besonders eng anzuschließen, vor allem wenn sein Leben einsam ist!
Urteilen Sie deshalb stets günstig über einen Menschen, der sein
Pferd oder seinen Hund lieb hat."
Dass es
vergleichbare Instinkte zwischen Mensch und Tier gibt, zeigt uns
Balzac in "Die
Bauern": "
In Bezug auf seine Behausung
zeigt der Bauer ebensoviel Instinkt wie ein Tier in Bezug auf sein
Nest oder seinen unterirdischen Bau. Der Instinkt kam in der ganzen
Anlage der Hütte zum Ausdruck: das Fenster und die Türen lagen an
der Nordseite; da das Haus......." Es
folgt eine detaillierte Beschreibung von sinnvollen in das Haus
eingebrachten Ideen, die dem intelligenten Bau einer
Tierbehausung sehr ähneln.
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