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Honoré de Balzac
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Schulden sind die stillen Teilhaber der Erfahrung.

(aus "Ursule Mirouët")

Balzac in "Der Stein der Weisen"

Der Fiskus hat kein Herz, er kümmert sich nicht um Gefühle, er packt mit seinen Krallen jederzeit zu.

Balzac in "Madame Firmiani"

 

"Ich kann keinen Mann achten,

der sich um einer Summe Geldes willen beschmutzt, gleichgültig wie hoch sie ist."

Balzac in "Was alte Herren sich die Liebe kosten lassen"

Wenn reiche Leute auch mehr Gelegenheit als andere haben, Geld zu verlieren, so haben sie wiederum auch mehr Gelegenheiten, welches zu verdienen.

 
Balzac in "Ursule Mirouët"

Wer den Verstand beherrscht, der beherrscht auch den Beutel.

 

Balzac in "Béatrix"

Zwischen Geiz und Verschwendung, mein Kleines, liegt Sparsamkeit.

 
Balzac in "Tante Bette"

Lauft nicht abermals zum Leihhaus; das bedeutet stets den Untergang dessen, der ein Darlehen nimmt.

Balzac in "Vater Goriot"

Probedruck 100 Francs "Honore de Balzac"

Das Geld erlangt erst dann Bedeutung, wenn das Gefühl keine mehr hat.

Balzac in "Tante Bette"

Niemals versäumt Gold eine Gelegenheit, sich als dumm auszuweisen.

Balzac in "Tante Bette"

Es gibt Augenblicke, in denen man den Teufel anpumpen würde."

   

zur Zeit bei Amazon im AngebotAnm. F.W.: Geld, Geld, Geld - Manche Kritiker behaupten, in der "Menschlichen Komödie" dreht sich alles nur ums Geld. Mir scheint, dass sie hier einige Seiten überblättert haben. Trotzdem haben sie in einem Punkt recht, Balzac behandelt die "ganze Palette" vom Überfluss bis zur Verschuldung, vom Geiz bis zur Verschwendung, von der Abhängigkeit bis zur Ignoranz. Geld, "das Begehrte", "das Geliebte" und das "Alles Entscheidende"? Ganz so ist es nicht. Er stellt sehr gut dar, dass Geld einen großen Einfluss auf den Charakter der Menschen ausübt.

Seine Finanzwelt in der "Menschlichen Komödie" unterteilt er in 5 Gruppen: "Obenan ein Nucingen, die Kellers, die du Tillets, die Mongenods; etwas tiefer die Palmas, die Gigonnets, die Gobsecks; noch tiefer die Samanous, die Chaboisseaus, die Barbets; und am Ende, nach dem Pfandleihhause, diesem König der Wucherer, der seine Schlingen an den Straßenecken legt, um alle Arten von Elend, ohne dass ihm eine entgeht, abzufangen: die Betriebsamkeit eines Cérizet!" (aus "Die Kleinbürger").

In seinem Leben hat er trotz hoher Verschuldung immer wieder den Verschwender gespielt, aber manchmal konnte er sich nicht den geringsten Wunsch erfüllen. In einem Brief an die Gräfin Hanska schreibt er: "Ich fühle mich tief gedemütigt, dass ich so grausam an die Scholle meiner Schulden gefesselt bin wie ein Leibeigner und mich nicht vom Fleck rühren kann, dass ich nicht die freie Verfügung über mich besitze." Stefan Zweig schreibt in seiner Balzac-Biographie: "Alle ingeniösen Tricks, die Balzac in seinen Romanen schildert, die geschobenen Wechsel auf dritte und vierte Namen, die Schliche, um Vertagungen bei Gericht herbeizuführen oder die Annahme von Vorladungen zu vereiteln, indem man sich postalisch unerreichbar macht, die hundert Künste, Gläubiger hinzuhalten, wie sie sein Lapalferine zur Meisterschaft erhoben hat, sind von ihm selbst ausgeprobt, und seine genaue Kenntnis der Gesetze, seine ingeniöse Geschicklichkeit und unbedenkliche Verwegenheit haben Tag für Tag neue Erfolge. bei den Verlegern, bei den Wucherern, bei den Banken schwimmen seine Wechsel herum, es gibt keinen Gerichtsvollzieher in Paris, der nicht einen Pfändungsauftrag hat gegen Herrn Honoré de Balzac." (Quelle: Zweig, Stefan, Balzac, 1999 Frankfurt am Main, S.325)

 

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