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Die Rechtschaffenheit,
die ist der Schatz für uns arme Leute
(aus
"Vetter Pons") |
Balzac in "Tante Bette"
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Die Tugend schneidet den Kopf ab,
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das Laster nur das Haar.
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Balzac in
"Beatrix" |
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Balzac in "Der Landarzt"
Es fehlt
uns ganz wesentlich an jener Bürgertugend, mit der die großen Männer von einst ihrem
Vaterland so große Dienste leisteten, dass sie sich nämlich selbst hintenan stellten,
wenn sie nicht zu befehlen hatten. |
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 Balzac
in "Was alte Herren sich die Liebe kosten lassen"
Die vollkommene Tugend
ist außerordentlich
selten;
dennoch begegnet man ihr
überall,
sogar in Paris.
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Balzac in "Die Frau von dreißig Jahren"
Dem Gesetz nach bin ich
eine sehr tugendhafte Frau; ich bereite ihm ein angenehmes Heim;
seinen Liebeshändeln gegenüber schließe ich die Augen; ich
taste sein Vermögen nicht an; er kann dessen Erträge nach
Belieben vergeuden: ich sorge lediglich dafür, dass das Kapital
erhalten bleibt. Um diesen Preis habe ich
Frieden.
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Balzac in "Die Base Lisbeth"
Eine
Frau,
die jung und schön ist, hat noch nie ungestraft
in einem Manne den Gedanken an einen sofortigen Erfolg geweckt.
Ihr Gebaren einer tugendhaften Frau, die eine im tiefsten Herzen
ruhende Leidenschaft zurückdrängt, war tausendmal beredter als die
leidenschaftlichste Liebeserklärung. |
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Balzac in "Eine doppelte
Familie" |
Liebe
und Arbeit haben die Tugend, dass sie den Menschen ziemlich
gleichgültig gegen die Außendinge machen. |
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Balzac
in
"Die Kleinbürger"
Der
Tugendpreis wird nicht auf ihre bloße Aussage hin verliehen,
und
wenn man auch keine Diebin ist,
so braucht man darum noch
keine
barmherzige Schwester zu sein; dazwischen gibt es viele
Möglichkeiten.
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Balzac
in "Das verfluchte Kind"
Nur Herzen ohne Zärtlichkeit wollen herrschen, aber wahre
Gefühle lieben die Selbstaufopferung, diese Tugend der Stärke.
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Anm. F.W.:
Tugend - Die menschliche Komödie ist so tugendhaft geschrieben,
"die würde ich sogar meinen Kindern zu lesen geben":-).
Balzac behandelt zwar alle Arten des Lasters, aber auch dessen
Auswirkungen, gleichzeitig stellt er (z.B. in Form von Eugenie,
Adeline oder Vater Goriot) immer die "gute Seite" dar.
In seiner Einleitung zur "Menschlichen Komödie" zitiert
er den französischen Schriftsteller Bonald (1754-1840):
"Ein
Schriftsteller muss in der Moral und in der Politik feste
Meinungen haben, er muss sich als einen Erzieher der Menschen
betrachten; denn die Menschen bedürfen keiner Meister, um zu
zweifeln". Diese Regel
hat er sich "auf die Fahne geschrieben". |
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Wie viele makellose (was die Tugend betrifft)
Gestalten es in der Menschlichen Komödie gibt:
Pierrette Lorrain, Ursula Mirouët,
Constance Birotteau, das Gräbermädchen,
Eugénie Grandet, Marguerite Claes, Pauline de Villenois,
Madame Jules, Madame de la Chanterie,
Eve Chardon, Mademoiselle d'Esgrignon, Madame Firmiani, Agathe
Rouget, Renée de Maucombe.....
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